Diese IT-Trends erwarten uns in 2023

Kaum eine Branche ist so schnelllebig wie die IT. Während einige Trendthemen längerfristig erhalten bleiben, kommen in der IT jedoch auch immer wieder neue Trends hinzu. Diese Trends können dabei Einfluss auf die Arbeitswelt, auf Technologie in Unternehmen oder auch auf die Wirtschaft im Allgemeinen nehmen. Wir haben einige der IT-Trends für 2023 zusammengestellt und geben in diesem Artikel einen Überblick darüber.

Schnellere Datenverarbeitung mit Edge Computing

Die Datenmengen, die im Unternehmensalltag verarbeitet werden müssen, steigen immer weiter an. Auch cloudbasierte IT-Infrastruktur gerät so immer wieder an ihre Grenzen – gerade in Branchen, die auf unmittelbare Datenverarbeitung angewiesen sind. Edge Computing bietet hier eine Lösung, indem Daten direkt am Rand eines Netzwerks verarbeitet werden können. Sie werden also nicht zuerst an die zentrale Unternehmenscloud gesendet, um dort verarbeitet zu werden – das können Geräte mit eigener Internetverbindung durch leistungsstarke Mikrocontroller in Kombination mit KI-Algorithmen eigenständig tun. Relevant ist diese Entwicklung beispielsweise für Connected Cars, Smart Factories, intelligente Stromnetze oder die Gesundheitsbranche.

 

Edge Computing sorgt für eine sehr stabile Verfügbarkeit, hohe Geschwindigkeit und hohe Datensicherheit durch lokale Verarbeitung. Gleichzeitig ist die Netzwerkstruktur jedoch durch zahlreiche Schnittstellen komplex und anfälliger für mögliche Cyberangriffe. Es handelt sich hierbei um ein Trendthema, das uns sicherlich noch einige Zeit begleiten wird.

Entscheidungsfindung mit Hilfe von KI & Big Data: Decision Intelligence

Ob zur Prozessautomatisierung, zur Datenanalyse oder für das Marketing – künstliche Intelligenz wird in immer mehr Unternehmensbereichen eingesetzt. Jetzt kommt sie auch im Bereich Business Intelligence zum Einsatz: Decision Intelligence unterstützt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz dabei, fundierte und datengestützte Geschäftsentscheidungen zu treffen. Der besondere Faktor der Decision Intelligence ist dabei die Fähigkeit, alle Daten in Entscheidungen mit einfließen zu lassen, die dem Unternehmen zur Verfügung stehen. Dadurch entstehen mehrere Vorteile:

 

  • Unlimitierte Datenverarbeitung: Decision Intelligence kann im Gegensatz zum Menschen unlimitiert Daten und Informationen verarbeiten und somit alle zur Verfügung stehenden Informationen in die Entscheidungsfindung einbinden.
  • Datengetriebene Entscheidungen: Mit DI können Unternehmen sicher sein, objektive Ansätze zur Entscheidungsfindung zu erhalten. Die finale Entscheidung kann schlussendlich immer noch subjektiv vom Menschen getroffen werden – die einzelnen Optionen sind jedoch ausschließlich datengetrieben.
  • Verknüpfte Entscheidungsfaktoren: Treffen Mitarbeiter und Führungskräfte Entscheidungen, wird häufig nur ein Teil der Beziehungen, Faktoren und Stakeholder mit einbezogen. Decision Intelligence behält den Überblick über alle Verbindungen und Faktoren und kann sie in die Empfehlungen einbeziehen.

Hybride Arbeitsmodelle und Remote Geschäftsmodelle

Digitale und ortsunabhängige Zusammenarbeit gehört bereits seit einigen Jahren zu den großen Trendthemen in der Arbeitswelt. Auch in diesem Jahr wird uns das Thema weiter begleiten – inzwischen arbeiten einige Unternehmen bereits vollständig standortunabhängig ohne feste Bürostandorte. Sowohl Kunden als auch Mitarbeiter erleben durch diese Modelle Vorteile:

 

  • Gute Work Life Balance, da der private Alltag sich flexibel integrieren lässt
  • Vereinfachtes Recruiting, da keine Einschränkung mehr in Bezug auf den Standort entsteht
  • Effiziente Kundenzusammenarbeit, da remote Unterstützung der Standard ist

Zwar müssen Unternehmen noch einige Herausforderungen wie die Cybersicherheit, effiziente Kommunikationstools und simple Daten- und Anwendungszugänge meistern – remote Geschäftsmodelle sind jedoch ein vielversprechendes Zukunftsmodell, das vor allem auf flexiblen und virtuellen IT-Lösungen basiert.

Automatisierung gegen den Fachkräftemangel?

Auch der Fachkräftemangel ist bereits seit vielen Jahren Themen in der gesamten Wirtschaft. Warum kommt hier aber die IT-Branche ins Spiel? Die Begründung liegt im aktuellen Generationenwechsel, der aktuell in der Arbeitswelt stattfindet: Etwa 20 Prozent der IT-Spezialisten steigen beispielsweise in den nächsten 10 Jahren aus ihrem Job aus und sollen durch Young Professionals ersetzt werden. Besonders in Bereichen, die viele repetitive Aufgaben mit sich bringen, können Prozesse jedoch auch automatisiert werden, sodass Fachkräfte sich kreativen Aufgaben widmen können. Der Generationenwechsel sollte für umfassendes Wissensmanagement genutzt werden. Diese Möglichkeiten bietet Automatisierung, um den Fachkräftemangel abzufedern:

 

  • Automatisierte Ausführung von Routine-Tätigkeiten
  • Bessere Einsatzmöglichkeiten für vorhandene Fachkräfte
  • Mehr Zeit für fordernde und kreative Tätigkeiten
  • Steigerung der Prozessgeschwindigkeit und -sicherheit
  • Kostenersparnis

2023 bringt breit gefächerte IT-Trends mit sich

Seit Unternehmen immer digitaler arbeiten, sind IT-Trends für weitaus mehr Bereiche als nur die IT-Branche selbst relevant. Entwicklungen in der IT-Branche können wiederum große Vorteile und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung für andere Bereiche wie beispielsweise den Straßenverkehr, die Gesundheitsbranche oder die Industrie mitbringen. Ob Automatisierung, künstliche Intelligenz oder neue Technologien wie Edge Computing – auch in 2023 können wir sicherlich mit vielseitigen Entwicklungen durch neue IT-Trends rechnen.

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Fabian Brechlin

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