REWION IT-Blog.

Hier finden Sie regelmäßig fundierte Beiträge zu Fachthemen und Neuigkeiten zu aktuellen Themen und Trends in der IT-Branche.

Mit dem STACKIT Managed VPN stellt STACKIT einen Managed‑Service für sichere Site‑to‑Site‑VPN‑Verbindungen bereit. Der Dienst befindet sich aktuell in der Beta‑Phase, ist kostenlos nutzbar, jedoch derzeit ausschließlich per API verfügbar. Eine grafische Oberfläche existiert aktuell noch nicht.

Für Umgebungen, die bereits auf Infrastructure‑as‑Code setzen, ist das Managed VPN dennoch gut nutzbar und sauber in bestehende Automatisierungsprozesse integrierbar.

Voraussetzung für das STACKIT Managed VPN: Network Area

Das Managed VPN kann nur in Verbindung mit einer STACKIT Network Area genutzt werden. Die Network Area fungiert als zentrales Routing‑Konstrukt und ermöglicht es, Netzwerke, Projekte und deren virtuelle Netze übergreifend miteinander zu verbinden.

Das VPN Gateway erhält eine zentrale IP‑Adresse aus der Network Area, und über statische Routen werden die CIDR‑Ranges weiterer Netzwerke dorthin geleitet. Dadurch eignet sich der Service besonders gut für Hub‑and‑Spoke‑Architekturen.

Architektur des STACKIT Managed VPN: VPN Gateway und VPN Connections

Das STACKIT Managed VPN unterscheidet zwischen zwei Ressourcentypen:

VPN Gateway

Das VPN Gateway bildet den zentralen Einstiegspunkt und definiert die grundlegenden Eigenschaften der VPN‑Anbindung:

  • Zentrale IP aus der Network Area
  • Auswahl der SKU / Performanceklasse
    • z. B. p500 für 500 Mbit/s garantierte Bandbreite
  • Festlegung der Availability Zones
  • Definition des Routing Types (z. B. static oder BGP)

Für jede angegebene Availability Zone wird automatisch ein eigenes Tunnel Interface erzeugt. Dadurch entstehen immer zwei Tunnel, was eine hochverfügbare Anbindung ermöglicht.

VPN Connections

Ein VPN Gateway kann mit einer oder mehreren VPN Connection‑Ressourcen verknüpft werden.
In diesen Objekten wird die eigentliche Site‑to‑Site‑Verbindung definiert:

  • Die CIDR‑Ranges des STACKIT Netzes und der Gegenstelle
  • Remote Endpoints (Public IPs)
  • IPsec‑Konfiguration für Phase 1 und Phase 2
  • Authentifizierung, z. B. über Pre‑Shared Key
  • Optional: BGP‑Konfiguration inklusive ASN

STACKIT unterstützt alle gängigen modernen Verschlüsselungs‑ und Integritätsalgorithmen, was eine sehr gute Interoperabilität mit gängigen Gegenstellen ermöglicht.

Hochverfügbarkeit per Design

Die Hochverfügbarkeit ist integraler Bestandteil des Designs:

  • Pro VPN Gateway werden zwei Tunnel Interfaces bereitgestellt
  • Je ein Tunnel pro deklarierter Availability Zone
  • Entsprechend müssen auch auf der Gegenseite zwei Tunnel konfiguriert werden

Das erhöht zwar minimal den Konfigurationsaufwand, sorgt aber für eine ausfallsichere Verbindung.

Automatisierung und Betrieb des STACKIT Managed VPN

Die Konfiguration erfolgt aktuell ausschließlich über die STACKIT API. In der Praxis lässt sich das sehr gut mit Terraform umsetzen, beispielsweise über Local Blocks und den offiziellen STACKIT Terraform Provider. Auch Beta‑Ressourcen werden unterstützt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der das Managed VPN vollwertig mit eigenen STACKIT Terraform Resource-Blocks unterstützt wird.

Für IaC‑getriebene Umgebungen ist das Managed VPN dadurch gut reproduzierbar und versionskontrolliert betreibbar.

Rewion Praxiserfahrung

Unsere bisherigen Erfahrungen mit dem STACKIT Managed VPN sind sehr positiv. Der Tunnelaufbau funktionierte in mehreren Szenarien problemlos und auch über längere Zeiträume hinweg zeigte sich die Verbindung stabil. Die Unterstützung moderner IPsec‑Algorithmen sorgt für eine saubere und zuverlässige Konnektivität.

 

Der aktuell größte Nachteil ist das fehlende Benutzerinterface. Die komplette Konfiguration muss per API erfolgen, was nicht für jede Zielgruppe ideal ist. Als Ausgleich ist der Service in der Beta‑Phase jedoch kostenlos nutzbar.

Fazit: STACKIT Managed VPN aktuell für automatisierte und hybride Architekturen

Das STACKIT Managed VPN ist bereits in der Beta ein technisch ausgereifter Dienst:

  • Klare Trennung von Gateway und Connections
  • Hochverfügbarkeit über Availability Zones
  • Moderne IPsec‑Standards
  • Gute Automatisierbarkeit über API und Terraform
  • Aktuell kostenlos nutzbar

Sobald eine GUI verfügbar ist, dürfte der Service auch für weniger IaC‑affine Teams interessant werden. Für automatisierte und hybride Architekturen ist das Managed VPN jedoch bereits heute eine sehr solide Lösung.

Viele Unternehmen starten ihren Weg in die Cloud mit einem Wunsch: schnelle Migration, günstige Umsetzung und unkomplizierter Einstieg. Alle Workloads sollen einfach in die Cloud übertragen werden und schon ist die Migration abgeschlossen. Danach folgt dann jedoch oft die Ernüchterung: Die Kosten steigen, die Systeme laufen langsamer als erwartet und wirklich flexibel ist das neue Modell auch nicht. Hintergrund dafür ist oft die Migration nach dem Lift & Shift Ansatz. Was es damit auf sich hat, wo der Ansatz an seine Grenzen kommt und wie eine durchdachtere Strategie aussehen kann, erklären wir in diesem Artikel.

Was ist Lift & Shift und warum setzen so viele Unternehmen darauf?

Die Lift & Shift Methode beschreibt eine Cloud-Migrationsstrategie, bei der bestehende IT-Systeme ohne größere Änderungen aus der On Premises Umgebung in die Cloud übertragen werden. Das System bleibt wie es ist und wird einfach verschoben. Damit ist dieser Ansatz der unkomplizierteste und schnellste in der Cloud-Migration. In einigen Szenarien ist es durchaus sinnvoll, Workloads mit dem Lift & Shift Ansatz zu migrieren:

  • Workloads ähneln den Cloud-nativen Alternativen.
  • Ein System läuft nur noch kurze Zeit und die Investition in eine Modernisierung würde sich nicht rentieren.
  • Ein Rechenzentrum wird abgeschaltet und es bleibt wenig Zeit für eine Modernisierung der Workloads.
  • Das Unternehmen möchte erste Erfahrungen mit der Cloud sammeln, ohne sofort viel umzubauen.

Vor allem als temporäre Lösung oder bei sehr simplen Workloads kann Lift & Shift sinnvoll sein. Als dauerhafter Zustand entstehen dadurch jedoch fast immer Probleme. Die Cloud ist kein eins zu eins Ersatz für ein Rechenzentrum, sondern zeigt ihre Vorteile dann, wenn Cloud-native Ansätze zum Einsatz kommen.

Cloud-Migration ohne Strategie: diese Probleme können entstehen

Verschieben Unternehmen ihre IT-Infrastruktur unverändert in die Cloud, verschieben sie auch alle Probleme mit. In der Cloud können diese Probleme jedoch deutlich teurer werden als noch zuvor in der On Premises Umgebung.

Höhere Betriebskosten als erwartet

Im eigenen Rechenzentrum läuft der Server rund um die Uhr, die Kosten dafür sind in der Regel fix. In der Cloud sind die Kostenmodelle meist komplexer: Oft handelt es sich um Pay-as-you-go-Modelle oder monatliche Abonnements, deren Kosten von der tatsächlichen Nutzung abhängen. Systeme, die nicht auf die Cloud ausgelegt sind, lassen sich jedoch nicht abhängig von der Nutzung skalieren und laufen dauerhaft auf Hochtouren. Daraus ergibt sich am Monatsende eine höhere Rechnung als die vorherige Servermiete.

Alte Strukturen in moderner Umgebung

Cloud-Umgebungen bieten zahlreiche Möglichkeiten: automatisches Hoch- und Runterskalieren bei Lastspitzen, integrierte Sicherheitsfunktionen und einfaches Testen neuer Features. Übertragen Unternehmen ihre Infrastruktur per Lift & Shift jedoch unverändert in die Cloud, entfallen häufig einige der zentralen Vorteile:

  • Anwendungen reagieren bei hoher Last nicht flexibel, weil sie dafür nie gebaut wurden.
  • Sicherheitslücken und mögliche Schwachstellen werden aus dem alten Rechenzentrum mit migriert und erhöhen das Risiko in der Cloud.
  • Kostenvorteile der Cloud entfallen, da Anwendungen mehr Ressourcen verbrauchen als native Infrastruktur.

Zwar erscheint der Lift & Shift Ansatz anfangs oft günstiger als Neuentwicklungen oder Anpassungen, der Weg sorgt allerdings häufig für höheren Kosten und dafür, dass Vorteile der Cloud nicht ausgeschöpft werden können.

Vom Lift & Shift Ansatz zur nachhaltigen Cloud-Strategie

Eine funktionierende Cloud-Migrationsstrategie beginnt mit einer Frage: Was soll die Cloud für das Unternehmen leisten? Je nach Antwort unterscheiden sich die nächsten Schritte stark.

Drei Wege in die Cloud

In der Praxis kommen meist verschiedene Wege zum Einsatz, abhängig vom jeweiligen Workload und den Zielen. Diese drei finden besonders häufig Anwendung.

Grafik Lift & Shift

  • Lift & Shift: Das System wandert unverändert in die Cloud. Dieser Weg ist der schnellste und günstigste, bringt aber die thematisierten Einschränkungen mit sich.
  • Replatforming: Das System wird leicht modernisiert, um grundlegende Cloud-Vorteile nutzen zu können, zum Beispiel automatische Datensicherung oder bessere Skalierung.
  • Refactoring: Die Anwendung wird grundlegend überarbeitet oder neu entwickelt, damit sie die Vorteile der Cloud vollständig ausnutzen kann.

Welcher Weg der richtige ist, hängt vom jeweiligen System, dem Zeitrahmen und dem Budget ab. Nicht jede Anwendung muss vollständig neu gebaut werden, aber Unternehmen sollten jede Anwendung bewusst einordnen.

Was eine gute Cloud-Strategie ausmacht

Unabhängig vom gewählten Migrationspfad braucht es einige Grundlagen, damit die Cloud langfristig Vorteile schafft:

  • Klare Verantwortlichkeiten: Wer darf was in der Cloud tun, wer hat welche Zugriffsrechte? Ohne Regeln entstehen schnell Sicherheitslücken und zusätzliche Kosten.
  • Kostentransparenz: Cloud-Kosten sind variabel. Frameworks wie FinOps sind sinnvoll, um die Kosten im Blick zu halten, sie zu steuern und zu optimieren.
  • Souveränität: Achten Unternehmen von Anfang an darauf, souveräne Lösungen einzusetzen, bleiben sie unabhängiger von einzelnen Anbietern und Veränderungen in Leistungen oder geopolitischen Gegebenheiten.

Fazit: Lift & Shift ist Start und Ergänzung, keine vollständige Strategie

Lift & Shift ist grundsätzlich kein falscher Ansatz, sondern ein guter Weg für simple Anwendungen oder den ersten Start in der Cloud. Grundsätzlich gilt aber: Verschieben Unternehmen Systeme einfach in die Cloud, ohne ihre Eignung zu prüfen und sie anzupassen, entgehen ihnen die Vorteile nativer Cloud-Anwendungen und die Kosten können in die Höhe schnellen. Für eine bedachte Migration sollten Systeme deshalb immer bewusst eingeordnet, klare Ziele definiert und Schritt für Schritt modernisiert werden. Dieser Weg braucht zwar Planung, sorgt aber am Ende für eine saubere Cloud-Infrastruktur, in der die Vorteile voll ausgenutzt werden können.

2026 verschärft Microsoft die Standards für Kerberos in Active Directory: Die veraltete RC4-Verschlüsselung wird schrittweise deaktiviert. Ziel ist es, bekannte Risiken zu reduzieren und die Sicherheitslücke CVE-2026-20833 zu adressieren. Mit den Sicherheitsupdates des ersten Halbjahres im Jahr 2026 wird das Standardverhalten am Key Distribution Center (KDC) phasenweise angepasst. Ohne saubere Vorbereitung kann das zu Authentifizierungsfehlern und Zugriffsproblemen führen.

 

Der Artikel gibt Ihnen einen kompakten Überblick und zeigt, wie Sie Ihr Unternehmen rechtzeitig dafür prüfen und vorbereiten können.

Was wird sich bei Kerberos ändern?

Um die Änderung einordnen zu können, lohnt sich ein Blick ins Jahr 2022: Damals hat Microsoft ein grundlegendes Standardverhalten definiert. Microsoft steuert die zulässigen Kerberos-Verschlüsselungsalgorithmen über zwei Registry-Einträge: Der eine steuert das domänenweite Standardverhalten (DefaultDomainSupportedEncTypes) und der andere (msds-SupportedEncryptionTypes) steuert das Verhalten dezidiert für Computer und Serverdienste. Mit den Updates aus 2022 und 2026 ändert sich jeweils der implizite Standardwert von DefaultDomainSupportedEncTypes. Wenn man einen anderen Wert möchte, muss man ihn explizit setzen. Der KDC orientiert sich immer dann an DefaultDomainSupportedEncTypes, wenn msds-SupportedEncryptionTypes entweder nicht gesetzt oder 0 entspricht. Beide Werte bestimmen den genutzten Verschlüsselungsalgorithmus für die Kerberos Anmeldung. Das Key Distribution Center ist die Steuerzentrale für das Active Directory und übernimmt die Rolle eines Türstehers, der den Einlass kontrolliert.

 

Vereinfacht gesagt: vor 2022 akzeptierte der KDC entweder RC4 oder AES – je nachdem, was angefragt wurde. Seit 2022 gilt implizit ein Default von 0x27. Ab 2026 wird der Standardwert auf 0x18 gesetzt.

 

Wert Übersetzung Bewertung
0x18 AES-128, AES-256
0x27 DES, RC4, AES-256-SK
0x1C RC4, AES-128, AES-256 ⚠️
0x1F DES, RC4, AES-128, AES-256

Supported encryption type

 

Wird der Standard auf 0x18 gesetzt, können ältere Systeme oder alte Konfiguration scheitern, wenn Sie auf RC4 angewiesen sind. Der KDC erlaubt nur Algorithmen, die effektiv erlaubt sind.

 

Betriebssystem DES_CBC_CRC DES_CBC_MD5 RC4_HMAC_MD5 AES128_HMAC_SHA1 AES256_HMAC_SHA1
Windows 2003,
Windows XP und älter
Supported Supported Supported No support No support
Windows Vista Supported Supported Supported Supported Supported
Windows 2008 Supported Supported Supported Supported Supported
Windows 2008R2 Deactivated Deactivated Supported Supported Supported
Windows 7 Deactivated Deactivated Supported Supported Supported
Windows 2012 Deactivated Deactivated Supported Supported Supported
Windows 2012R2 Deactivated Deactivated Supported Supported Supported
Windows 10 Deactivated Deactivated Supported Supported Supported
Windows 2016 Deactivated Deactivated Supported Supported Supported
Windows 2022 Deactivated Deactivated Supported Supported Supported
Windows 11 Deactivated Deactivated Supported Supported Supported
Windows 2025 No support No support Deactivated Supported Supported

Supported Windows versions

 

Die automatische Umsetzung wird über den im Januar 2026 eingeführten Wert RC4DefaultDisablementPhase gesteuert. Je nachdem, wie dieser eingestellt ist, werden RC4 Versuche zugelassen, blockiert oder protokolliert.
Bei aktiviertem RC4DefaultDisablementPhase wird AES zum Standard und setzt damit DefaultDomainSupportedEncTypes implizit auf den Wert 0x18. Bei einem aktivierten Audit Wert werden Meldungen generiert, die die fehlende Unterstützung kenntlich machen.
Eine vorzeitige Überprüfung Ihrer Umgebung ist daher dringendst zu empfehlen. Nach Abschluss der Umstellung wird RC4 für Kerberos in einer Active Directory Umgebung deaktiviert und daher erstmal nicht mehr nutzbar sein.

 

Microsoft unterteilt die Umstellung in drei Phasen:

 

Visualisierung der drei Update Phasen für Kerberos Änderung

Visualisierung der drei Update Phasen für Kerberos Änderung

Phase 1 (Audit Phase)

Die erste Phase ist die Audit Phase. In dieser Phase werden zusätzliche Telemetriedaten und Events eingeführt, um Probleme zu identifizieren, bevor die Durchsetzung greift. Ziel ist es, die RC4-Abhängigkeiten sichtbar zu machen und erforderliche Anpassungen rechtzeitig umzusetzen. Optional kann die Deaktivierung von RC4 bereits in dieser Phase manuell vorgezogen werden. Eine vorzeitige Deaktivierung sollte dennoch unbedingt vorab geprüft werden, da sie ansonsten zu Authentifizierungsabbrüchen und damit zu Dienstunterbrechungen führen kann. Für die Auswertung der Events bietet sich eine zentrale Stelle zur Protokollanalyse an (bspw. über Windows Eventlog Forwarding oder SIEM). Die Event ID’s 201-209, 4768-4769 sind zu prüfen.

Phase 2 (Enforcement with manual rollback)

In der zweiten Phase wird der Standard von RC4 auf AES automatisch gesetzt. Diese Umstellung kann noch rückgängig gemacht werden. Diese Phase ist die letzte Phase, in der Administratoren noch die Flexibilität haben, RC4DefaultDisablementPhase zurückzudrehen. Bevor es zur dritten Phase geht, sollte sichergestellt werden, dass kein Gerät mehr auf RC4 angewiesen ist, da ansonsten die Authentifizierung fehlschlägt.

Phase 3 (Enforcement)

Die dritte Phase ist die letzte Phase. In dieser Phase gibt es kein einfaches Entrinnen mehr. Die Durchsetzung greift ein und deaktiviert RC4. Eine Reaktivierung über RC4DefaultDisablementPhase ist dann nicht mehr möglich. Wenn Sie diese Phase überstanden haben und Ihre Serverdienste weiterhin laufen, haben Sie gute Arbeit geleistet.

Hintergrund: Kerberos AES und RC4

Beides sind weitverbreitete Verschlüsselungsalgorithmen. RC4 war lange Bestandteil von vielen Softwares, da es im Vergleich zu AES effizienter und eine größere Abwärtskompatibilität gewährleistet.

 

Der Rivest Cipher 4 (RC4) Verschlüsselungsalgorithmus ist kryptografisch unsicher und kann durch sogenannte „Roasting Attacken“ wie dem Kerberoasting ausgenutzt werden. Hierbei fordert ein Angreifer ein Kerberos Ticket an und „brute forced“ offline das Passwort des Authentifizierungstickets. Gelingt es, das Passwort zu knacken, sind u.a. weitergehende Ticket-Manipulation wie dem Silver Ticket möglich, um sich Zugriff auf Dienste zu verschaffen.

Muss ich bei Kerberos handeln?

Sie müssen handeln, wenn Sie eine Active Directory oder Hybrid-Umgebung nutzen. Sobald sich ein Legacy Gerät im Netzwerk befindet und das Update eingespielt wird, schlägt die Kerberos Authentifizierung fehl und es kommt zu einem Fallback zu NTLM. Bei NTLM gibt es ganz andere Angriffsvektoren, die zu beheben sind. Wenn Sie NTLM bereits erfolgreich unterbunden haben, schlägt die Anmeldung grundlegend fehl. Ggf. müssen Sie regulatorische Anforderungen (wie NIS2, DORA, ISO/IEC 27001 etc.) nachkommen und wollen daher beim Audit glänzen. Das können Sie nur, wenn Sie RC4 deaktivieren und AES die Bühne geben.

Was sollte ich jetzt machen?

Um obiges kurz und knapp zusammenzufassen, hier eine Handlungsempfehlung zu der bevorstehenden technischen Umstellung seitens Microsofts. Es ist wichtig, dass Sie sich unbedingt vorab ein Bild Ihrer Umgebung machen. Die Umstellung findet automatisch statt und kann im schlimmsten Fall den Zugriff auf Serverdienste einschränken.

  1. Prüfen, ob Domain Function Level auf mind. Windows Server 2008 ist. Wenn drunter → unbedingt handeln.
  2. Prüfen, ob Legacy Systeme benutzt werden. Unter Legacy Systemen zählen Windows Server 2003 / Windows XP und älter → unbedingt handeln.
  3. Prüfen, ob Service Accounts (normale User & gMSA) genutzt werden → normale User durch gMSA ersetzen. RC4 bei gMSA ausschalten.
  4. Jeder Domain Controller ist auf dem gleichen Windows Update Stand von Januar 2026.
  5. Auf den Domain Controller sind die Events ID 201-209 im SYSTEM LOG zu prüfen.

Bei Fragen oder Anregen zum Thema Active Directory oder Kerberos Authentfizierung stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

 

SAP hat angekündigt, SAP Build Apps als eigenständiges Standalone‑Produkt zum 30. September 2026 einzustellen.

 

Für viele Unternehmen ist das mehr als eine übliche Produktabkündigung. Bestehende Anwendungen lassen sich nicht einfach „umstellen“. Sie müssen neu gedacht und in vielen Fällen manuell neu aufgebaut werden.

 

Genau deshalb ist eine Build Apps Migration kein reines Technikprojekt. Sie ist eine geplante Transition, die mehrere Ebenen betrifft: das Applikationsportfolio, die Architektur, den Betrieb und nicht zuletzt die benötigten Skills.

 

Dieser Artikel ordnet die Entscheidung der SAP ein, beschreibt die wichtigsten technischen Konsequenzen und zeigt realistische Handlungsoptionen auf. Dazu zählen der Wechsel in das neue SAP Build Angebot, ein Neubau mit SAPUI5 und CAP sowie der Einsatz von Drittanbieter‑Plattformen.
Die Zielgruppe sind IT‑Leitungen, Enterprise‑ und Solution‑Architekt:innen, Product Owner sowie Verantwortliche für SAP BTP, die bestehende Build‑Apps‑Anwendungen absichern und eine tragfähige Nachfolgestrategie entwickeln müssen.

Was genau wird eingestellt und warum ist der Bruch so groß?

Um die Tragweite der Abkündigung zu verstehen, hilft ein kurzer Blick in die Vergangenheit: SAP übernahm AppGyver im Februar 2021 und integrierte die No‑Code‑/Low‑Code‑Plattform später als SAP Build Apps in die SAP BTP. Der Ansatz passt zur propagierten Clean‑Core‑Strategie, da so Erweiterungen außerhalb des S/4HANA‑Kerns ermöglicht wurden.

 

Bereits zuvor gab es erste Einschnitte. Die AppGyver Community Edition verlor ihren Support zum 30. September 2024. Im April 2025 folgte schließlich der Launch des Unified SAP Build Ansatzes. Apps, Prozesse und Work‑Zone‑Themen wurden stärker zusammengeführt und in eine gemeinsame Lobby integriert.

 

Die Abkündigung der Standalone‑Variante ist eine Weiterführung dieser Konsolidierung. SAP möchte die Werkzeuge für Anwendungen, Prozessautomatisierung und Portale in einem integrierten Angebot bündeln.
Auf dem Papier wirkt das vereinfachend. Für Bestandskunden bedeutet es jedoch einen harten Schnitt. Das frühere Standalone Build Apps basiert technologisch auf anderen Grundlagen als das neue Unified‑Umfeld.

Technische Realität

Frontend: Manuelle Rekonstruktion

Die wichtigste technische Aussage lässt sich klar zusammenfassen: Für Frontend‑Projekte existiert kein automatisierter Migrationspfad.

 

Konkret bedeutet das, dass Seiten, Datenbindungen, Logikflüsse, Navigationen und individuelle Komponenten in der Zielumgebung manuell neu aufgebaut werden müssen.

 

Was viele Teams an Build Apps überzeugt hat – die visuelle Modellierung von Logikflüssen – wird in der Transition zur größten Herausforderung. Es gibt kein Werkzeug, das visuelle Logikdiagramme automatisiert in die neue Architektur überführt. Der Grund hierfür liegt in den unterschiedlichen Grundlagen der Systeme. Während das ursprüngliche Build Apps unter anderem auf steroids.js und AngularJS basierte, orientiert sich das neue Unified‑Angebot an SAP‑Standards wie SAPUI5 und dem Cloud Application Programming Model (CAP).

 

Das bedeutet nicht, dass ein Migrationspfad grundsätzlich unmöglich gewesen wäre. SAP hat sich jedoch bewusst dagegen entschieden, auch für Standardszenarien einen solchen bereitzustellen.

 

In der Praxis müssen bestehende Anwendungen daher zunächst sauber dokumentiert und anschließend neu implementiert werden. Betroffen sind unter anderem Variablenbindungen, Formeln, Event‑Handler, Navigationslogik sowie Custom‑JavaScript‑Komponenten.

Backend: Datenrettung

Für Backend‑Projekte beschreibt SAP zumindest einen rudimentären Weg, Daten zu übernehmen. Dieser Ansatz ist jedoch eher eine manuelle Datenrettung als eine Migration im klassischen Sinn.

 

Entitäten werden einzeln aus dem Datenbrowser als CSV‑Dateien exportiert. In der Zielumgebung – idealerweise in einem CAP‑Projekt – müssen passende Tabellen manuell angelegt werden. Anschließend erfolgt der Import der CSVs.

 

Nicht automatisch übernommen werden dabei Beziehungen zwischen Entitäten, Metadaten, Berechtigungsstrukturen und weitere implizite Regeln. Genau diese Aspekte sind in produktiven Anwendungen häufig kritisch. Zusätzlich entsteht ein Integrationsrisiko: Wenn bestehende Frontends Services konsumieren, sollten neue CAP‑Services möglichst kompatible API‑Signaturen bereitstellen, um den Anpassungsaufwand im Frontend zu begrenzen.

Vier realistische Optionen nach der Abkündigung von SAP BUILD Apps

Wenn Sie SAP Build Apps produktiv einsetzen, sollten Sie die Situation nicht als „ein Projekt“ betrachten, sondern als Portfolio‑Entscheidung.

 

Nicht jede Anwendung benötigt denselben Zielpfad.
Ein strukturiertes Application‑Portfolio‑Management hilft, Prioritäten zu setzen. Typische Kriterien sind strategische Relevanz, technische Komplexität und Änderungsdynamik.

Option 1: Aussitzen bis Vertragsende

SAP garantiert den weiteren Betrieb bis zum Ende laufender Verträge. Das gilt unabhängig vom Lizenzmodell. SLAs und Wartungszusagen bleiben bestehen.

 

Diese Option ist jedoch mit Einschränkungen verbunden. Für die Standalone‑Version sind keine neuen Funktionen vorgesehen. Neue Sicherheitsstandards oder Innovationen wie die tiefere Integration von Joule fließen primär in das Unified Offering.
Zudem wird es zunehmend schwieriger, qualifizierte Fachkräfte für eine auslaufende Technologie zu finden.

 

Abwarten kann daher sinnvoll sein, wenn Anwendungen stabil sind oder ohnehin vor September 2026 abgelöst werden. Für alle anderen stellt es meist nur einen zeitlichen Aufschub dar.

Option 2: Wechsel zum neuen SAP Build

Der offizielle SAP‑Pfad ist der Umstieg auf das vereinheitlichte SAP Build Angebot.
Der Mehrwert liegt nicht in einer automatisierten Migration, sondern in einer konsolidierten Entwicklungsumgebung. Low‑Code, Pro‑Code und KI‑gestützte Funktionen sind zentral gebündelt.

 

Viele Unternehmen nutzen den Neubau gezielt, um technische Schulden abzubauen. Anwendungen werden auf einer moderneren Architektur neu aufgesetzt – mit klarer Trennung von Frontend, Services und Datenmodell.

 

Gleichzeitig sollte kritisch geprüft werden, ob und in welchem Umfang Investitionen in ein weiteres SAP‑Innovationsprodukt sinnvoll sind, dessen langfristige Stabilität sich erst bewähren muss.

Option 3: Pro-Code mit SAP CAP und SAPUI5

Für geschäftskritische Anwendungen ist der Einschnitt ein Anlass, wieder stärker auf Pro‑Code zu setzen.
CAP und SAPUI5 gelten als strategische SAP‑Standards. Sie bieten langfristige Wartbarkeit und reduzieren die Abhängigkeit von kurzfristigen Tool‑Entscheidungen.

 

CAP strukturiert die Service‑Entwicklung und etabliert bewährte Enterprise‑Patterns. UI5 – ergänzt durch Fiori Elements – kann die Entwicklung standardisierter Oberflächen beschleunigen.
Der höhere Schulungsaufwand ist real, rechnet sich aber häufig über den Lebenszyklus zentraler Anwendungen.

Option 4: Drittanbieter-Alternativen

Einige Unternehmen evaluieren bewusst Alternativen außerhalb des SAP‑Portfolios. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Fachbereiche stark eingebunden sind, Time‑to‑Market im Fokus steht oder mobile Szenarien besondere Anforderungen stellen.

 

Plattformen wie Simplifier, Neptune DXP oder Mendix adressieren unterschiedliche Schwerpunkte – von schneller Fiori‑Entwicklung über ABAP‑nahe Architekturen bis hin zu komplexen, systemübergreifenden Anwendungen.

 

Gleichzeitig erhöht ein Drittanbieter die Abhängigkeiten, beeinflusst Lizenzkosten und steigert die Komplexität der Landschaft. Dieser Weg sollte daher gut abgewogen sein.

Operatives Vorgehen: Das sollten Ihre nächsten Schritte sein

Die größte Gefahr in solchen Umbruchphasen ist Aktionismus: Einzelne Apps werden hektisch neu gebaut, während das Gesamtportfolio unklar bleibt. Besser ist ein klarer Ablauf, der technische und organisatorische Arbeitspakete verbindet.

 

Der erste Schritt ist eine vollständige Inventarisierung Ihrer SAP Build Apps Lösungen:

  • Welche Apps existieren?
  • Wer nutzt sie?
  • Welche Datenquellen hängen daran?
  • Welche SLAs gelten?
  • Wie hoch ist die Änderungsfrequenz?

Daraus entsteht eine Priorisierung nach strategischer Relevanz und technischer Komplexität. So vermeiden Sie, dass knappe Kapazitäten in Apps fließen, die ohnehin abgelöst werden.

 

Zum Schluss entscheidet die Umsetzungsgeschwindigkeit oft über Erfolg oder Stillstand. Deshalb ist es sinnvoll, frühzeitig Pilot‑Apps auszuwählen: eine einfache, eine mittelkomplexe und eine kritische App. Auf dieser Basis können Sie Standards für Architektur, Security, Naming, Transport/Deployment und Tests definieren und diese Standards danach konsequent für die restliche Build Apps Migration anwenden.

 

SAP setzt stark auf generative KI, um den Neubau zu beschleunigen. Joule soll in SAP Build Code und Build Apps helfen, Anforderungen schneller in umsetzbare Strukturen zu übersetzen. Der Trend geht damit von reinem Low‑Code stärker in Richtung „KI‑assistierter“ Entwicklung, bei der Menschen Ergebnisse prüfen, integrieren und absichern.

 

Wichtig ist hier aber die Erwartungshaltung: KI kann Zeit sparen, sie ersetzt aber nicht die Kernarbeit der Transition – also saubere Zielarchitektur, klare Verantwortlichkeiten, Sicherheitskonzept, Tests und Betriebsprozesse.

Was Sie aus der Abkündigung von SAP Build Apps ableiten sollten

Die Abkündigung von SAP Build Apps zeigt, wie schnell sich Cloud‑Produktstrategien ändern können und wie teuer fehlende Portabilität wird, wenn Anwendungen zu stark an ein proprietäres Werkzeug gebunden sind. Für die meisten Unternehmen ist daher der pragmatischste Weg eine Kombination: Unkritische, stabile Apps laufen bis Vertragsende aus; standardnahe Apps werden in das Unified SAP Build überführt; kritische und komplexe Anwendungen werden mit CAP/UI5 neu aufgesetzt und ausgewählte Spezialfälle können durch Drittanbieter sinnvoll adressiert werden.
Entscheidend ist, dass Sie die verbleibende Zeit bis September 2026 nutzen, um Ihre Erweiterungsarchitektur robuster zu machen: Logik stärker in standardisierte Services zu kapseln, Skills für hybride Teams aufzubauen und Governance so zu verankern, dass Geschwindigkeit nicht zu Lasten der Wartbarkeit geht. Genau damit wird eine Build Apps Migration zu einem kontrollierten Umbau statt zu einem ungeplanten Krisenprojekt.
Wenn Sie aktuell SAP Build Apps einsetzen, unterstützen wir Sie bei Rewion gerne dabei, den passenden Nachfolgepfad je Anwendung festzulegen und die Umsetzung planbar zu machen. Konkret können wir gemeinsam
  1. Ihr Build‑Apps‑Portfolio inventarisieren und priorisieren,
  2. eine Zielarchitektur inkl. Security und Betriebsmodell definieren,
  3. Pilot‑Migrationen umsetzen und
  4. daraus wiederverwendbare Standards für die Skalierung ableiten.
Wenn Sie sich zusätzlich für die strategischen Leitplanken interessieren, lohnt sich auch ein Blick in unsere verwandten Beiträge der Blogreihe, zum Beispiel zur Clean‑Core‑Strategie und zu Governance auf SAP BTP (z. B. Verantwortlichkeiten, RACI und Lifecycle‑Regeln).

Cloud-Umgebungen wachsen oft schneller als Teams sie manuell verwalten können. Zwar sind sie in kleinen Infrastrukturen noch überschaubar, können allerdings schnell zum Problem werden, sobald die Infrastruktur komplexer wird. Änderungen dauern zu lange, Fehler können sich einschleichen und Entwickler warten auf Ressourcen, um weiterarbeiten zu können. Um sowohl Entwicklern als auch dem Platform-Team die Arbeit zu erleichtern, können verschiedene Prozesse automatisiert werden. In diesem Artikel geben wir einen Überblick, wie Automatisierung im Cloud Platform Engineering aussehen kann und welche Vorteile sie Unternehmen bringt.

Warum manuelle Prozesse im Cloud Platform Engineering an ihre Grenzen stoßen

Ohne Automatisierung ist Cloud Platform Engineering komplex: Jede Entwicklungsumgebung muss manuell aufgesetzt werden. Dadurch können sich Releases verzögern, Umgebungen inkonsistent sein und eine aufwendige Koordination ist nötig. Auch das Fehlerpotenzial ist entsprechend höher: Je mehr manuelle Eingriffe ein Prozess erfordert, desto wahrscheinlicher wird ein Versehen und desto schwerer lässt sich das Problem im Nachhinein nachvollziehen.

 

In der Praxis bedeutet das: Tickets stapeln sich, Teams verschieben Deployments und das Platform-Team wird zum Flaschenhals, weniger zum Enabler. Gerade beim Aufsetzen der Umgebungen gibt es jedoch zahlreiche wiederkehrende und regelbasierte Aufgaben, die sich an Anforderungen und Compliance-Richtlinien des Unternehmens orientieren. Um das Platform-Team zu entlasten und verlässlich und schnell Umgebungen aufsetzen zu können, kann Automatisierung auf verschiedenen Wegen umgesetzt werden.

3 wichtige Säulen der Automatisierung im Cloud Platform Engineering

Im Cloud Platform Engineering gibt es nicht die eine Automatisierung oder das eine Automatisierungs-Tool. Vielmehr können Unternehmen in mehreren Bereichen Tools und Konzepte einsetzen, die sich gegenseitig ergänzen. Dabei kann es beispielsweise um die Bereitstellung der Infrastruktur gehen, die eigenständige Arbeit der Entwickler oder den permanenten Blick auf den Betrieb.

Grafik Automatisierung im Cloud Platform Engineering

CI/CD-Pipelines für die Cloud-Infrastruktur

Bei CI/CD-Pipelines handelt es sich um einen automatisierten Prozess, der Änderungen am Code kontinuierlich integriert (Continuous Integration), testet und bereitstellt (Continuous Deployment). Das Prinzip dahinter, Infrastructure as Code, sorgt dafür, dass Umgebungen nicht mehr per Hand konfiguriert werden müssen. Stattdessen entstehen sie durch reproduzierbare, beschreibbare Vorlagen.

 

In einer automatisierten Pipeline durchläuft jede Änderung an der Infrastruktur mehrere Schritte, bevor sie in den Release geht: automatische Validierung, Sicherheitschecks und Testläufe. Fehler werden so früh erkannt und nicht erst dann, wenn sie bereits Auswirkungen haben. So entstehen konsistentere Umgebungen, weniger manuelle Eingriffe und deutlich kürzere Durchlaufzeiten bei Änderungen.

 

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

  • Konsistenz:Jede Umgebung entsteht nach denselben Vorlagen, ohne Abweichungen oder manuelle Sonderwege.
  • Früherkennung:Fehler und Sicherheitslücken werden automatisch vor dem Deployment erkannt.
  • Geschwindigkeit:Änderungen an der Infrastruktur werden in Minuten ausgerollt statt in Stunden oder Tagen.

 

Self-Service-Portale für Entwickler

Gerade in wachsenden IT-Teams entsteht oft die gleiche Herausforderung: Entwickler müssen auf Ressourcen warten, weil jede Anfrage über das Platform-Team läuft. Mit Self-Service-Portalen können Unternehmen dieses Problem lösen, indem sie standardisierte Bausteine bereitstellen, die Entwickler eigenständig nutzen können. Dafür brauchen sie kein technisches Spezialwissen und sparen sich Wartezeiten.

 

Die Plattform dabei stellt sicher, dass alles, was über das Portal geschieht, den internen Standards für Sicherheit und Compliance entspricht. Entwickler arbeiten schneller und unabhängiger. Das Platform-Team wiederum gewinnt Zeit im Arbeitsalltag.

 

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

  • Autonomie:Entwickler können Ressourcen eigenständig ohne Ticket und Wartezeit einrichten.
  • Standardisierung:Alle bereitgestellten Umgebungen entsprechen automatisch den internen Sicherheits- und Compliance-Vorgaben.
  • Entlastung:Das Platform-Team spart Zeit und kann sich auf andere Aufgaben konzentrieren.

 

Monitoring & Observability

Neben dem Rollout gibt es auch im laufenden Betrieb Möglichkeiten zur Automatisierung. Vom Monitoring bis zur automatischen Reaktion auf Probleme können Unternehmen verschiedene Automatisierungen umsetzen.

 

Wichtig ist vor allem der Unterschied zwischen klassischem Monitoring und moderner Observability: Monitoring zeigt auf, dass etwas nicht stimmt, Observability hingegen gibt Aufschluss darüber, warum etwas nicht stimmt. Durch automatisierte Alarme, strukturierte Protokolle und nachvollziehbare Metriken können Teams proaktiv handeln. Teilweise gibt es bereits Systeme, die bekannte Probleme selbstständig korrigieren können, ohne dass ein Mensch eingreifen muss.

 

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

  • Proaktivität:Probleme werden erkannt und gemeldet, bevor sie den Betrieb beeinflussen.
  • Nachvollziehbarkeit: Protokolle und Metriken machen Ursachen schnell sichtbar. Die stundenlange Fehlersuche entfällt.
  • Resilienz:Bekannte Störungen können ohne manuellen Eingriff automatisch behoben werden.

Vorteile durch Automatisierung im Cloud Platform Engineering

Die Wirkung von Automatisierung im Cloud Platform Engineering zeigt sich auf verschiedenen Ebenen, von der Geschwindigkeit bis zur Kosteneffizienz.

  • Geschwindigkeit:Sie ist der unmittelbarste Effekt. Prozesse, die früher Stunden oder Tage gedauert haben, laufen in Minuten ab. Entwicklungsteams können schneller liefern, weil sie weniger auf externe Freigaben angewiesen sind.
  • Zuverlässigkeit:Automatisierte Abläufe führen dieselben Schritte in derselben Reihenfolge aus. Dabei gibt es keine Abweichungen und nichts kann vergessen werden. So sinkt die Fehlerquote deutlich.
  • Skalierbarkeit:Eine gut automatisierte Plattform wächst mit den Anforderungen mit, ohne dass der Betriebsaufwand proportional steigt. Mehr Workloads bedeuten nicht automatisch mehr manuellen Aufwand.
  • Kosteneffizienz:Einerseits sparen Entwickler und Platform-Teams Zeit und damit Geld, andererseits können Unternehmen durch automatisiertes Ressourcenmanagement ungenutzte Kapazitäten erkennen, Umgebungen bedarfsgerecht anpassen und verhindern, dass Cloud-Ressourcen unnötig laufen. Auch so sinken die laufenden Kosten für den Cloud-Betrieb.

Fazit: Cloud Platform Engineering Hand in Hand mit automatisierten Prozesse

Automatisierung ist ein wichtiger und grundlegender Bestandteil im Cloud Platform Engineering. Durchdachte Automatisierungsstrukturen schaffen die Voraussetzungen für schnellere Entwicklung, höhere Zuverlässigkeit und Cloud Plattformen, die mit den Anforderungen des Unternehmens wachsen können. Zwar lohnt es sich schon von Anfang an, Automatisierung in die Cloud Infrastruktur zu integrieren, aber auch nachträglich können Tools und Konzepte integriert werden. Dabei ist es am sinnvollsten, mit den Bereichen zu beginnen, die den größten Engpass verursachen und von dort aus strukturiert weiterzubauen. So entsteht mit der Zeit eine zuverlässige Automatisierungsstruktur.

Nachdem wir im im ersten Teil unserer Blogreihe das Extensibility-Modell grundlegend betrachtet haben, widmen wir uns nun der praktischen Anwendung bei der Erweiterung von SAP S/4HANA. Die fundamentale Systementscheidung für eine Architektur auf der SAP Business Technology Platform (BTP) gegenüber einem On-Stack-Ansatz definiert maßgeblich die Performance, Wartbarkeit und Skalierbarkeit künftiger Entwicklungen. Eine klare S/4HANA Erweiterungsstrategie hilft dabei, die Vorteile beider Welten effizient zu nutzen. Während direkte Erweiterungen im ERP-Kern einen tiefgreifenden Zugriff auf lokale Geschäftsprozesse bieten, eröffnet die Cloud neue Wege für die Integration von Drittsystemen und externen Nutzergruppen. Dieser Artikel bietet konkrete Entscheidungskriterien für technische Projektleiter, Enterprise-Architekten und leitende SAP-Entwickler.

On-Stack-Erweiterung mit Key User und Developer Extensibility

Die Entwicklung direkt im S/4HANA-System stellt die engste Form der Systemerweiterung dar. Sie unterteilt sich heute in zwei primäre Bereiche, wobei die Key User Extensibility vor allem Anwender mit tiefem Prozessverständnis anspricht. Diese können über integrierte Wizard-Tools benutzerdefinierte Felder, einfache Validierungen oder analytische Ansichten generieren, ohne tiefgehende Programmierkenntnisse zu besitzen. Mit dem Release S/4HANA 2025 FPS01 hat SAP diesen Bereich funktional deutlich aufgewertet. Es ist nun möglich, vollwertige Fiori-Elements-Anwendungen für benutzerdefinierte Geschäftsobjekte mit wenigen Klicks zu erstellen und die Verhaltenssteuerung für SAP-eigene Objekte nahtlos anzupassen.

Sobald die fachlichen Anforderungen komplexer werden, kommt die Developer Extensibility zum Einsatz. Sie stellt professionellen Entwicklern das moderne ABAP Cloud Modell zur Verfügung. Der entscheidende architektonische Vorteil dieses On-Stack-Ansatzes liegt in der physischen und logischen Nähe zu den Geschäftsdaten. Dadurch bleiben die transaktionale Integrität und hohe Ausführungsgeschwindigkeiten gewahrt, da keine externen Schnittstellenaufrufe notwendig sind.

Cloud-Flexibilität durch Side-by-Side Extensibility

Im Gegensatz dazu steht die Side-by-Side Extensibility auf der SAP BTP, bei der Applikationen vollständig außerhalb des ERP-Kerns entwickelt und betrieben werden. Die Kommunikation erfolgt ausschließlich über lose gekoppelte, freigegebene Remote-APIs oder asynchrone Ereignisse über den Event Mesh. Dieses Modell eignet sich besonders für Applikationen, die für externe Endnutzer wie Lieferanten oder Endkunden gedacht sind. Die BTP fungiert hierbei als sichere, isolierte Zone, die den internen ERP-Kern schützt. Zudem ist dieses Muster ideal für Partner, die eigenständige und mandantenfähige Software-as-a-Service Lösungen entwickeln möchten.

Bei der Wahl des Programmiermodells innerhalb der S/4HANA Erweiterungsstrategie stehen das SAP Cloud Application Programming Model (CAP) und das ABAP RESTful Application Programming Model (RAP) im Fokus. Während Entwicklungen über das RAP-Modell On-Stack meist keine zusätzlichen Lizenzkosten verursachen, erfordert die ABAP Environment auf der BTP eine eigene Subskription. Im Vergleich dazu bieten CAP-Anwendungen auf Cloud Foundry ein granulareres Preismodell, was je nach Projektumfang wirtschaftlicher sein kann.

Herausforderungen der S/4HANA Erweiterungsstrategie

Die Entscheidung zwischen On-Stack und Side-by-Side erfordert eine genaue Analyse der Datenströme, da eine Lösung auf der BTP nicht automatisch effizienter ist. Ein kritischer Faktor bleibt die physikalische Bindung von Daten an ihren Ursprungsort. Wenn Millionen von Datensätzen über OData-Schnittstellen übertragen werden, entstehen unweigerlich Performance-Engpässe, sofern der BTP-Subaccount und das S/4HANA-System nicht geografisch und infrastrukturell optimal aufeinander abgestimmt sind.

Neben den Latenzen stellt die sogenannte Principal Propagation eine administrative Hürde dar. Sie erfordert eine komplexe Konfiguration des SAP Cloud Connectors sowie den Import von Zertifikaten und regelbasierte Mappings im System. On-Stack-Erweiterungen punkten hier durch die native Nutzung lokaler Berechtigungskonzepte, was die Stabilität erhöht. Cloud-Szenarien verlangen hingegen eine exakte Synchronisation der Identitätsdaten zwischen dem lokalen System und dem Cloud-Identitätsanbieter.

Um Ihnen die Navigation durch diese komplexen Abwägungen zu erleichtern, bietet die folgende Infografik eine grobe Entscheidungsgrundlage, welche die wichtigsten Kriterien von der Datenlast bis hin zum Nutzerkreis visualisiert.

Entscheidungsmatrix zur Erweiterungsmethodik

Hybride Lösungsansätze

Da keine der beiden Varianten isoliert alle modernen Anforderungen abdeckt, liegt die optimale Lösung für komplexe Szenarien häufig in einer hybriden Architektur. Hierbei werden datenintensive Kernprozesse performant On-Stack mittels ABAP Cloud abgewickelt, während kundenorientierte Frontends oder die Integration von Drittsystemen flexibel über die BTP realisiert werden. Die Wahl der Bereitstellungsform beeinflusst langfristig sowohl die Backend-Performance als auch die Flexibilität Ihrer Systemlandschaft. Im dritten Teil dieser Serie analysieren wir, wie sich diese Faktoren künftig auf Benutzeroberflächen und die Integration von künstlicher Intelligenz auswirken.

Gerne unterstützen wir Sie bei diesen komplexen Fragestellungen durch detaillierte Machbarkeitsstudien, um die perfekte Balance zwischen Cloud-Innovation und ERP-Stabilität für Ihr Unternehmen zu finden. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch oder lesen Sie unsere weiteren Blogartikel zu den Themen Clean Core und SAP BTP Integration.

Die Architektur von Unternehmenssoftware durchläuft einen fundamentalen Wandel. Historisch gewachsene ERP-Landschaften zeichnen sich durch tiefgreifende, monolithische Strukturen aus. Kundenindividueller Code greift häufig in Form von Modifikationen oder User Exits direkt und ungeschützt in den Kern des Systems ein. Diese über Jahrzehnte übliche Praxis führt heute zu erheblicher technischer Schuld, bremst die Agilität von Unternehmen, und macht Systemupgrades komplex und kostenintensiv. Um in einem dynamischen Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben, ist die Umsetzung einer Clean Core Strategie unerlässlich. Diese fordert eine strikte technologische Entkopplung von Standardsoftware und individuellen Anpassungen. Unser erster Beitrag dieser dreiteiligen Blogreihe richtet sich gezielt an Enterprise Architekten, leitende SAP-Entwickler und IT-Strategen, die eine performante, wartbare und zukunftssichere Systemlandschaft konzipieren möchten.

Clean Core Strategie im SAP Kontext

Der Begriff des „sauberen Kerns“ wird in der globalen Entwicklergemeinschaft intensiv diskutiert und oft missverstanden. Kundenindividueller Code muss nicht vollständig vermieden werden. „Clean Core“ bedeutet Erweiterung technologisch so zu entkoppeln und zu standardisieren, dass der eigentliche SAP-Standard unangetastet bleibt. Dadurch lassen sich künftige Releases ohne manuellen Anpassungsaufwand einspielen. Das Ziel ist es, Upgrades reibungslos zu gestalten, Altlasten abzubauen und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz nahtlos zu integrieren. Für einen dauerhaft effizienten Betrieb stützt sich dieses Architekturkonzept auf fünf Kernprinzipien: durchgängige Prozesse, nahtlose Integration, verlässliche Datenqualität, effiziente Operations und eine standardisierte Erweiterbarkeit.

Im Bereich der Erweiterbarkeit hat die SAP ihre Vorgaben zuletzt stark an die Realität historisch gewachsener Systeme angepasst. Ursprünglich wurde der Entwickler-Community ein striktes Drei-Tier-Modell vorgegeben. Dieses unterschied zwischen Cloud-konformen Erweiterungen (Tier 1), Brückenlösungen (Tier 2) und klassischen, modifizierenden Anpassungen (Tier 3). Dieses binäre System aus „erlaubt“ und „verboten“ erwies sich jedoch in der Migrationspraxis als viel zu restriktiv. Als Lösung führt die SAP ein differenziertes Modell mit vier Leveln ein, das die Kompatibilität von Erweiterungen wesentlich granularer bewertet und einen realistischeren Transformationspfad aufzeigt.

Das Clean Core A-D Extensibility Modell

Das sogenannte A-D Extensibility Modell klassifiziert den individuellen Code anhand seiner technischen Umsetzung und der genutzten Schnittstellen in folgende vier Kategorien beziehungsweise Stufen:

  • Level A (ABAP Cloud Readiness): Die sauberste Form der Erweiterung nutzt exklusiv offiziell freigegebene SAP-APIs sowie das ABAP Cloud Entwicklungsmodell. Diese Stufe garantiert höchste Upgrade-Stabilität ohne manuellen Anpassungsaufwand und ist vollständig Cloud-ready.

  • Level B (Classic SAP APIs): Auf dieser Ebene nutzt der Code klassische, gut dokumentierte SAP-APIs wie BAPIs oder freigegebene BADIs und folgt den etablierten Best Practices für die klassische ABAP-Entwicklung. Diese Stufe bietet eine sehr hohe Stabilität, erfordert bei Upgrades in der Regel nur marginale funktionale Prüfungen und gilt im Rahmen von Private Cloud Deployments oder On-Premise-Szenarien als valide und zukunftssichere Basis.

  • Level C (Unreleased SAP Objects): Diese Stufe umfasst die Nutzung interner SAP-Objekte, die nicht offiziell für Kunden freigegeben wurden. Die Stabilität ist hier nur bedingt gegeben, da vor jedem Upgrade eine zwingende technische Verifizierung der genutzten Objekte über das Changelog erforderlich ist.

  • Level D (Modifications & Technical Debt): Diese kritische Stufe umfasst die Nutzung explizit nicht empfohlener Objekte, direkte Kernmodifikationen des SAP-Standards oder veraltete, invasive Techniken wie implizite Enhancements. Code auf diesem Level erzeugt massive technische Schulden, verhindert reibungslose Upgrades und muss im Rahmen der Transformation zwingend in höhere Level refaktoriert werden.

Die rein theoretische Definition dieser vier Level reicht für eine erfolgreiche und nachhaltige Architektur-Transformation jedoch bei Weitem nicht aus. Es bedarf einer strengen Governance, um sicherzustellen, dass Entwicklungsteams diese Leitplanken im Arbeitsalltag konsequent einhalten. Die technische Einhaltung dieser strikten Vorgaben wird durch das ABAP Test Cockpit (ATC) unterstützt, welches den Code automatisiert auf seine ABAP Cloud Readiness prüft und detaillierte Fehler oder Warnungen ausgibt, sobald ein Entwickler den im System definierten Clean Core Standard verlässt. Um Entwicklern den Übergang zu erleichtern, stellt die SAP den SAP Extensibility Explorer sowie das Cloudification Repository zur Verfügung. So können Sie bereits in der Designphase freigegebene Schnittstellen identifizieren und neue Erweiterungen direkt konform zu Level A entwickeln.

Herausforderungen in der Umsetzung

Trotz dieser klaren strategischen Ausrichtung gibt es in der realen Projektpraxis weiterhin erhebliche Herausforderungen. Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) hat diese kritische Situation bereits auf den Technologietagen 2025 unter dem Motto „Strategy Royale: Call, Raise or Fold?“ intensiv diskutiert. Die mit Abstand größte technische Hürde bei der Umsetzung der Clean Core Paradigmen ist derzeit die mangelnde Verfügbarkeit von Level-A-kompatiblen, freigegebenen Schnittstellen.

Wie sich diese theoretischen Vorgaben in der Praxis umsetzen lassen und welche Kriterien die architektonische Entscheidung zwischen On-Stack-Erweiterungen und Side-by-Side-Bereitstellungen beeinflussen, beleuchten wir im zweiten Teil dieser Blogreihe.

Gehen Sie den nächsten Schritt

Eine fundierte Entscheidung bildet hier das Rückgrat Ihrer digitalen Transformation. Unser Expertenteam begleitet Sie gerne bei der strategischen Neuausrichtung Ihrer Systemlandschaft. Wir führen tiefgreifende Code-Analysen Ihres S/4HANA-Systems mittels ATC durch und erarbeiten einen belastbaren Refactoring-Plan, um Ihre historischen Modifikationen sicher in die Level A und B zu überführen. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um Ihre individuelle Roadmap für einen Clean Core zu definieren.

Mobile Endgeräte sind fester Bestandteil im Arbeitsalltag zahlreicher Unternehmen geworden. Smartphones, Tablets und Laptops ermöglichen flexibles Arbeiten – ob im Büro, im Homeoffice oder unterwegs. Je mehr Geräte allerdings im Umlauf sind, desto komplexer wird ihre Verwaltung. Mobile Device Management bietet Unternehmen die technische Grundlage, um alle Geräte zentral zu steuern, abzusichern und zu überwachen. Die rein technische Umsetzung reicht jedoch noch nicht aus. Auch alle Mitarbeitenden müssen wissen, wie sie mit ihren Geräten umgehen sollen und welche Richtlinien warum gelten. Deshalb lohnen sich MDM-Schulungen für alle Mitarbeitenden im Zuge der Einführung des Mobile Device Managements. Warum diese Schulungen wichtig sind, welche Inhalte sie vermitteln sollten und welche Formate sich eignen, erklären wir in diesem Artikel.

Warum MDM-Schulungen wichtig für Unternehmen sind

Zahlreiche Sicherheitsvorfälle entstehen durch menschliche Fehler, weniger durch technische Schwachstellen. Mitarbeitende, die nicht wissen, welche Apps sie auf ihrem Dienstgerät installieren dürfen oder wie sie mit Unternehmensdaten auf privaten Geräten umgehen sollen, machen eines der größten Risiken für die IT im Unternehmen aus. Mit MDM-Lösungen können entsprechende Sicherheitsrichtlinien umgesetzt werden, erfordern allerdings Verständnis und Akzeptanz der User, das durch Schulungen entsteht. Andernfalls entstehen verschiedene Risiken:

  • Mitarbeitende umgehen bewusst oder unbewusst Sicherheitsrichtlinien, etwa indem sie Gerätesperren deaktivieren.
  • Nicht freigegebene Apps werden installiert, die Risiken für Malware bieten.
  • Sie wissen nicht, wie sie sich bei Verlust oder Diebstahl eines Geräts verhalten sollten.
  • Der Umgang mit BYOD-Geräten und der Trennung privater und beruflicher Daten ist unklar.

An dieser Stelle sind auch Anforderungen der DSGVO und der NIS2-Richtlinie relevant. Beide fordern, dass Unternehmen neben technischen Maßnahmen für die IT-Sicherheit auch organisatorische Maßnahmen etablieren. Dazu zählen auch Mitarbeiterschulungen, die das Team über richtige Verhaltensweisen und Schutzmaßnahmen aufklären.

Diese Inhalte können Teil einer effektiven MDM-Schulung sein

Eine gute MDM-Schulung geht einerseits auf technisches Grundwissen ein und schafft andererseits ein Verständnis für den Sinn hinter verwalteten Geräten und Sicherheitsmaßnahmen. Verstehen alle Teams, warum Regeln gelten, steigt die Akzeptanz und Mitarbeitende halten sich daran. Wichtig ist dabei auch: Passen Sie die Inhalte auf die jeweilige Zielgruppe an. Für IT-Administratoren sind andere Grundlagen und Themen wichtig als für Mitarbeitende im Vertrieb oder Kundenservice.

Für alle Mitarbeitenden eignen sich diese Inhalte:

  • Was ist MDM und welche Geräte sind im Unternehmen davon betroffen?
  • Welche Unternehmensrichtlinien gelten für mobile Endgeräte?
  • Wie funktioniert die Einbindung eines Geräts in das MDM-System?
  • Was ist im Fall eines Geräteverlusts zu tun und was bedeutet ein Remote Wipe?
  • Wie werden private und berufliche Daten auf BYOD-Geräten sauber getrennt?

Für IT-Verantwortliche und Administratoren kommen weitere Themen hinzu, etwa die Konfiguration von Geräteprofilen, das Management von App-Berechtigungen oder die Auswertung von Compliance-Reports. Durch eine klare Unterscheidung dieser Zielgruppen stellen Sie sicher, dass die Schulungen effizient sind und die Informationen wirklich relevant sind.

Wie können Unternehmen MDM-Schulungen erfolgreich umsetzen?

Natürlich ist es wichtig, was Teams im Zuge der MDM-Schulungen lernen. Zentrale Frage ist aber auch, wie sie die nötigen Infos vermittelt bekommen. Dafür können Unternehmen verschiedene Wege wählen:

Grafik MDM Schulung

  • Ein Präsenztraining eignet sich optimal für komplexere Themen und den direkten Austausch, vor allem bei der Implementierung von MDM im Unternehmen.
  • E-Learning-Module sind flexibel und lassen sich gut dokumentieren, eignen sich also besonders gut für verteilte Teams, die hauptsächlich remote arbeiten.
  • Micro-Learning umfasst kurze Einheiten von wenigen Minuten zu einem konkreten Thema und kann gut für regelmäßige Auffrischungen eingesetzt werden.
  • Im Onboarding neuer Mitarbeitender können direkt die nötigen MDM-Grundlagen eingebunden werden, damit sie Geräte von Anfang an richtig nutzen können.

Den Erfolg der MDM-Schulungen können Sie beispielsweise durch kleine Wissenstests nach einzelnen Einheiten überprüfen. Holen Sie sich außerdem Feedback ein, ob an den Schulungen etwas verbessert werden kann, um für zukünftige Einheiten zu lernen.

Wichtig ist auch: MDM-Lösungen entwickeln sich ständig weiter. Deshalb reicht eine einmalige Schulung meist nicht aus. Neue Gerätetypen, aktualisierte Unternehmensrichtlinien oder neue gesetzliche Vorgaben erfordern regelmäßige Updates. Sinnvoll ist es daher, MDM-Schulungsinhalte jährlich aufzufrischen und zusätzliche Schulungen einzuplanen, wenn es größere Änderungen gibt.

Fazit: Schulungen machen MDM zum Erfolg

Oft werden MDM-Schulungen als notwendige Compliance-Maßnahme angesehen. Dabei sorgen sie dafür, dass alle Teams die Regeln und Vorgaben rund um die Geräteverwaltung verstehen und akzeptieren und reduzieren somit die Sicherheitsrisiken für die IT des gesamten Unternehmens. Je besser Mitarbeitende nämlich verstehen, warum Regeln gelten, desto weniger fühlen sie sich kontrolliert und desto eher halten sie sich an sie. Unternehmen schaffen so die Grundlage für sichere Remote-Arbeit.

Ein Termin wird kurzfristig abgesagt.
Familiärer Krankheitsfall.
Keine Vertretung.

Alles hängt an einer Person.

Was im Alltag nachvollziehbar ist, wird in der IT zum Risiko:
Ein Single Point of Failure

Die entscheidende Frage lautet:

Wie viele solcher Abhängigkeiten gibt es in Ihrem Unternehmen, ohne dass Sie es wissen?

Die Realität in vielen Unternehmen

  • Kritisches Wissen liegt bei einzelnen Personen

  • Systeme sind nicht einheitlich abgesichert

  • Prozesse sind nicht ausreichend dokumentiert

  • Vertretungsregelungen existieren nur auf dem Papier

Solange alles läuft, bleibt das unsichtbar.
Doch im Ernstfall führt genau das zu:

  • Ausfällen
  • Sicherheitsvorfällen
  • Compliance-Risiken

Warum jetzt Handlungsdruck besteht

Mit NIS2, ISO 27001 und neuen regulatorischen Anforderungen verändert sich IT-Sicherheit grundlegend:

Weg von Einzelmaßnahmen
Hin zu nachweisbarer Resilienz

Unternehmen müssen heute zeigen können:

  • Welche Risiken bestehen

  • Welche Maßnahmen umgesetzt wurden

  • Wie Systeme abgesichert sind

  • Wie Ausfälle abgefangen werden

„Wir haben das im Griff“ reicht nicht mehr.

Die Lösung: Struktur statt Zufall

Moderne IT-Sicherheit basiert auf zwei Säulen:

 Technische Absicherung

  • System Hardening (IT-Härtung)

  • Sichere Konfigurationen

  • Zugriffskontrollen

  • Monitoring & Logging

 Organisatorische Sicherheit

  • Klare Verantwortlichkeiten

  • Dokumentierte Prozesse

  • Vertretungsregelungen

  • Notfall- und Wiederanlaufpläne

Erst die Kombination macht Ihr Unternehmen wirklich widerstandsfähig.

Vorgehen nach ISO 27001 & NIS2 – einfach erklärt

Wir setzen genau dort an, wo die größten Risiken entstehen:

1. Transparenz schaffen

  • Analyse Ihrer Systeme, Prozesse und Abhängigkeiten

  • Identifikation von Schwachstellen (z. B. Single Points of Failure)

2. Risiken bewerten

  • Welche Ausfälle hätten welche Auswirkungen?

  • Wo besteht akuter Handlungsbedarf?

3. Maßnahmen definieren

  • Technisch (Hardening, Zugriffskonzepte)

  • Organisatorisch (Vertretung, Prozesse, Richtlinien)

4. Umsetzung begleiten

  • Einführung sicherer Standards (z. B. CIS Benchmarks)

  • Strukturierte Umsetzung statt Insellösungen

5. Nachweis & Weiterentwicklung

  • Dokumentation für Audits (ISO 27001, NIS2)

  • Kontinuierliche Verbesserung

Ergebnis: Sicherheit, die funktioniert und geprüft standhält

Ihr Vorteil

  • Weniger Abhängigkeit von Einzelpersonen
  • Reduzierte Angriffsflächen
  • Höhere Ausfallsicherheit
  • Audit- und Compliance-Fähigkeit
  • Klare Strukturen statt Unsicherheit

Die entscheidende Frage

Was passiert bei Ihnen, wenn morgen eine Schlüsselperson ausfällt?

  • Läuft alles weiter?

  • Oder steht ein Teil Ihres Unternehmens still?

Jetzt Klarheit schaffen

Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wo Ihre größten Risiken liegen und wie Sie diese strukturiert beseitigen.

Jetzt unverbindlich anfragen:

Kontaktieren Sie uns für eine erste Einschätzung

Rewion – Ihr Partner für IT-Härtung, ISO 27001 & NIS2-Compliance

Lesen sie auch: Warum ISO 27001 und NIS2 keine Bedrohung, sondern eine strategische Chance sind.

Auch interessant alle Themen und Informationen beim: BSI

Phishing zählt seit Jahren zu den größten Cyberbedrohungen für Unternehmen. Was sich jedoch 2026 grundlegend verändert hat, ist die Qualität, Geschwindigkeit und Glaubwürdigkeit dieser Angriffe. Der Haupttreiber ist KI‑gestütztes Phishing. Angriffe, die früher an schlechter Grammatik oder unpassenden Formulierungen zu erkennen waren, sind heute kaum noch von legitimer Kommunikation zu unterscheiden. KI macht Phishing effizienter und gleichzeitig gefährlicher.

Was ist Phishing und warum ist es 2026 so kritisch?

Phishing beschreibt den Versuch, Menschen über gefälschte E‑Mails, Nachrichten oder Webseiten dazu zu bringen, vertrauliche Informationen preiszugeben oder schädliche Aktionen auszuführen wie zum Beispiel etwa das Öffnen eines Links, das Eingeben von Zugangsdaten oder das Freigeben von Zahlungen.

 

2026 ist Phishing besonders kritisch, weil:

  • Angriffe hochgradig personalisiert sind
  • mehrere Kanäle gleichzeitig genutzt werden (E‑Mail, Chat, Telefon, Video)
  • klassische technische Filter immer häufiger umgangen werden

Der Mensch ist damit mehr denn je das primäre Angriffsziel.

Wie KI Phishing-Angriffe 2026 gefährlicher macht

Künstliche Intelligenz wirkt bei Phishing als Multiplikator. Sie ersetzt keine Angreifer, sondern macht sie schneller, präziser und skalierbarer.

1. Perfekte Sprache und Kontext

Moderne KI generiert fehlerfreie, realistisch klingende Texte, angepasst an Branche, Rolle und Tonfall. Eine E‑Mail vom „CFO“ klingt heute exakt so, wie man es erwartet.

2. Hyperpersonalisierung durch Datenanalyse

KI wertet öffentlich verfügbare Informationen aus:

  • LinkedIn‑Profile
  • Unternehmenswebseiten
  • Pressemitteilungen
  • Projekt- oder Rollenbezeichnungen

So entstehen Nachrichten, die inhaltlich exakt zum Arbeitskontext passen.

3. Deepfakes und Identitätsmissbrauch

Neben Text kommen 2026 zunehmend KI‑generierte Stimmen und Videos zum Einsatz. Gefälschte Anrufe oder Meetings mit vermeintlichen Führungskräften sind keine Ausnahme mehr, sondern Realität.

4. Automatisierung und Geschwindigkeit

KI ermöglicht tausende individualisierte Angriffe in kürzester Zeit. Ebenso Varianten‑Tests, um die erfolgreichste Version zu identifizieren.

Drei zentrale Maßnahmen zum Schutz vor KI‑gestütztem Phishing

Technologie allein reicht nicht mehr aus. Wirksamer Schutz entsteht nur durch das Zusammenspiel von Technik, Prozessen und Menschen.

1. Moderne technische Schutzmechanismen einsetzen

Klassische Spamfilter stoßen an ihre Grenzen. Notwendig sind:

  • KI‑gestützte E‑Mail‑Security‑Lösungen
  • konsequente Multi‑Faktor‑Authentifizierung
  • Zero‑Trust‑Ansätze: „Vertraue nichts, prüfe alles“

2. Klare Prozesse für kritische Aktionen etablieren

Viele erfolgreiche Angriffe nutzen Zeitdruck und Autorität aus. Deshalb braucht es:

  • feste Verifizierungsprozesse für Zahlungen und sensible Änderungen
  • klare Regeln für Rückfragen, auch gegenüber Führungskräften
  • definierte Eskalationswege bei Unsicherheit

3. Mitarbeitende gezielt für die KI‑Realität sensibilisieren

Awareness‑Trainings müssen sich weiterentwickeln. Es geht nicht mehr um Rechtschreibfehler, sondern um:

  • Kontext‑Bewertung
  • Identitätsprüfung
  • gesundes Misstrauen gegenüber ungewöhnlichen Anfragen

Fazit: Phishing ist 2026 ein strategisches Risiko

KI‑gestütztes Phishing ist Teil des täglichen Bedrohungsszenarios geworden. Unternehmen, die weiterhin nur auf klassische Schutzmechanismen setzen, laufen Gefahr, systematisch ausgetrickst zu werden. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Kombination aus Technologie, Prozessen und Beratung lässt sich das Risiko deutlich reduzieren.

 

Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Organisation auf diese neue Bedrohungslage auszurichten. Pragmatisch, realistisch und nachhaltig. Prüfen Sie gerne auch wie sie mit Zero Trust ihr Unternehmen besser schützen.

Der klassische Weg, ein Legacy-Upgrade oder kurzweilige Koexistenz unterschiedlicher Exchange-Versionen, ist für größere Organisationen oder langsame Migrationsphasen oft der sinnvollste Weg. Sie nehmen einen neuen Exchange SE-Server in Ihre Organisation auf und migrieren Postfächer dorthin. Das ist Pflicht, wenn Sie noch auf Exchange 2016 sind, aber optional bei 2019.

 

Das In-Place-Upgrade ist die spannende Neuheit: Sie installieren Exchange SE einfach über Ihre bestehende 2019-CU15-Installation und machen daraus direkt einen SE-Server. Der Vorgang verhält sich wie eine normale CU-Installation. Weitere Einblicke gibt es hier.

Warum das In-Place Upgrade kaum Risiko birgt

Microsoft betitelt das In-Place Upgrade als „Low-Risk“. Früher waren neue Exchange-Versionen echte Monster-Updates.
Neue Anforderungen, Produktkeys und Features wurden eingearbeitet. Für die IT-Admins unter Ihnen hieß das: Side-by-Side-Migration, endlose Tests, Kompatibilitätschecks, Team-Schulungen, Skripte umbauen (oder Mut zur Lücke). Kein Wunder, dass viele früher lieber auf ein CU1 gewartet haben, bevor es produktiv ging.

 

Microsoft Exchange Server SE ist unter der Haube ein Exchange 2019. Der Code ist 1:1 der gleiche. Microsoft hat nur den Produktnamen und die EULA geändert. Keine neuen Features, keine geänderten Hardware-Anforderungen, keine neuen Keys oder Code-Überarbeitungen.

 

Das In-Place Upgrade klingt gut, passt aber nicht pauschal zu jeder Umgebung. Die meisten von Ihnen betreiben Exchange 2019 wahrscheinlich noch auf älteren Windows-Servern. In diesem Zusammenhang wäre ein In-Place Upgrade vermutlich die falsche Lösung. Hier wäre das Legacy-Upgrade am sinnvollsten, um dem neuen Exchange SE ein zukunftssicheres Zuhause zu bieten. Mit einem modernen Windows Server 2025 profitieren Sie von Security-Fixes, längerer Supportlaufzeit und Hotpatching.

Warum sollten Sie trotzdem auf SE migrieren?

Das „Sollen“ muss eher durch „Müssen“ ersetzt werden. Microsoft baut die Lizenzierung für die Zukunft um – und die Exchange-On-Premises-Welt leidet mit. Da der Support für Exchange 2019 im Oktober 2025 geendet ist, müssen Sie auf SE upgraden.

 

Aber die neue SE Version bietet auch interessante Features, wie bspw. ein fortlaufendes Update-Modell, das stärker an Windows Server und Azure Stack angelehnt ist. Statt großer, seltener CUs wird es künftig kleinere, kontinuierliche Updates geben, die weniger Risiko erzeugen und Ihre Wartungsfenster verkürzen. Ihre Organisation profitiert dadurch von einer stabileren Plattform, planbareren Updatezyklen und schneller verfügbaren Security-Fixes.

Microsoft Exchange Extended Security Updates

Microsoft Exchange SE gibt es nun seit einigen Monaten auf dem Markt, Exchange 2016 und 2019 haben seit dem 14. Oktober 2025 ihr Support-Ende erreicht. Microsofts Goodie, die Extended Security Updates (ESU), wurden ins Leben gerufen, um gegen Einwurf von Münzen weiterhin kritische Sicherheitsupdates (SUs) und generellen Support zu gewährleisten.​

 

Doch alles hat ein Ende – der Extended Support läuft am 14. April 2026 aus. Dann sind Exchange Server 2016 und 2019 offiziell „tot“ und werden nicht weiter von Microsoft berücksichtigt. Es ist also Zeit zum Handeln, falls Sie noch alte Exchange Server in Ihrer Organisation betreiben.

Migrationspfade

Microsoft passt das Koexistenz-Verhalten der Exchange Server an. Früher konnte man noch ältere, sogar nicht mehr unterstützte Versionen neben neueren Versionen koexistieren lassen. Diese Flexibilität endet nun in zwei Schlüsselpunkten.

 

Die Installation von Exchange Server 2019 CU15 oder Exchange Server SE RTM verweigert die Koexistenz mit Exchange Server 2013. Ein Zwischenschritt auf 2019 Cu14 im klassischen Legacy Upgrade Pfad ist von Nöten. Anschließend muss nach der Postfachmigration der alte 2013 Server entfernt werden, bevor mittels In-Place Upgrade auf Exchange SE RTM aktualisiert werden darf.

 

Migrationspfad EX 2013

 

Möchten Sie von einem Exchange Server 2016 CU23 zum Exchange SE RTM migrieren, ist der Zwischenschritt auf 2019 CU15 relevant. Anschließend ist eine langsame Migrationsphase inklusive Koexistenz mit einem neu hinzugefügten Exchange Server SE RTM möglich. Die Option direkt vom Exchange 2019 CU15 via In-Place Upgrade zum Exchange SE ist ebenfalls möglich.

 

Sollte später bereits das CU1 für Exchange SE vorhanden sein, ist eine Koexistenz mit Exchange 2019 Cu15 technisch noch machbar, aber offiziell nicht supported. Wenn gegen Ende 2026 Exchange SE CU2 veröffentlich wird, ist erneut keine Koexistenz mit Exchange 2019 CU15 möglich. Hier müssen Sie vor dem CU2 Update den letzten Exchange 2019 CU15 aus der Organisation entfernen.

 

Migrationspfad EX 2016

 

Einfacher sieht es für den Schritt vom Exchange Server 2019 CU15 zum Exchange Server SE RTM aus. Die Optionen zum In-Place Upgrade oder Koexistenz mit einem neu hinzugefügten Exchange Server SE RTM sind möglich. Ebenfalls unterstützen die in Zukunft erscheinenden Exchange SE CU1 und CU2 Versionen keine weiteren Koexistenz-Szenarien mit Exchange 2019 Cu15.

 

Migrationspfad EX 2019

Sicherheit in der Cloud ist keine Zusatzfunktion, die sich nachträglich einbauen lässt. Sie muss von Beginn an Teil der Architektur sein. Diesen Grundsatz verfolgt der Cloud Security by Design Ansatz. Sicherheitsmechanismen werden bereits in der Planungsphase berücksichtigt und in jede Schicht der Infrastruktur integriert. So schützen Unternehmen ihre Cloud-Infrastruktur zuverlässig vor bekannten Bedrohungen und schaffen die Grundlage für künftige Anforderungen. Wir erklären in diesem Artikel die Hintergründe des Security by Design Ansatzes, gehen auf Umsetzungsmöglichkeiten ein und geben Tipps für den sicheren Aufbau der Cloud-Infrastruktur.

Was bedeutet der Cloud Security by Design Ansatz?

Cloud Security by Design steht für den Grundsatz, Sicherheit von Beginn an als zentralen Bestandteil der Cloud-Architektur zu verstehen, statt das Thema wie ein Add-on zu behandeln. Statt Sicherheitsmaßnahmen reaktiv nach Vorfällen einzuführen, werden Schutzmechanismen von Anfang an in Design-Entscheidungen eingebettet. Konkret können das verschiedene Mechanismen sein:

 

  • Auswahl sicherer Services
  • Definition von Zugriffsrechten
  • Verschlüsselung von Daten
  • Kontinuierliche Überwachung der Infrastruktur

 

Ziel ist es, Schwachstellen zu minimieren, die Reaktionszeiten bei Angriffen zu verkürzen und sicherzustellen, dass Compliance-Anforderungen automatisch erfüllt werden. Wichtig ist auch, dass Entwicklungsteams, Platform Engineers und Sicherheitsexperten eng zusammenarbeiten, um gemeinsam eine sichere und resiliente Cloud-Umgebung zu schaffen.

Wie kann Cloud Security by Design umgesetzt werden?

Für eine erfolgreiche Umsetzung von Cloud Security by Design braucht es eine Kombination aus technischen Maßnahmen, organisatorischen Prozessen und kulturellem Wandel. Unternehmen können in der Entwicklung ihrer Cloud-Infrastruktur verschiedene Maßnahmen implementieren.

Grafik Cloud Security by Design

Zero-Trust-Ansatz
Das Prinzip „Never trust, always verify“ gilt als Fundament moderner Cloud-Sicherheit. Anders als traditionelle Netzwerkmodelle, die innerhalb des eigenen Netzwerks Vertrauen voraussetzen, behandelt Zero Trust jede Anfrage, unabhängig von ihrer Herkunft, als potenziell gefährlich. Jeder Zugriff wird einzeln validiert, Nutzer und Geräte werden kontinuierlich überprüft und Zugriffsrechte werden auf das absolute Minimum beschränkt. Dieser Ansatz verhindert laterale Bewegungen von Angreifern innerhalb der Infrastruktur und minimiert so den Schaden im Falle einer Kompromittierung.

 

Identity & Access Management (IAM)
Die richtige Verwaltung von Identitäten und Zugriffsrechten ist unumgänglich für den Aufbau einer sicheren Cloud-Umgebung. IAM-Systeme stellen sicher, dass nur autorisierte Personen und Services auf bestimmte Ressourcen zugreifen können. Durch rollenbasierte Zugriffskontrollen erhalten Nutzer genau die Berechtigungen, die sie für ihre Aufgaben benötigen. Multi-Faktor-Authentifizierung fügt eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzu, zudem reduzieren zeitlich begrenzte Zugriffstoken das Risiko kompromittierter Zugänge.

 

Automatisierte Sicherheitsprüfungen
Manuelle Sicherheitsüberprüfungen sind fehleranfällig und können mit der Geschwindigkeit moderner Cloud-Deployments kaum Schritt halten. Automatisierte Sicherheitstests sollten daher fester Bestandteil jeder CI/CD-Pipeline sein. Tools scannen Code auf Schwachstellen, überprüfen Konfigurationen auf Fehleinstellungen und identifizieren unsichere Abhängigkeiten noch vor dem Deployment. Regelmäßige Penetrationstests und Schwachstellenscans ergänzen diese kontinuierlichen Prüfungen und stellen sicher, dass auch produktive Systeme laufend auf Sicherheitslücken untersucht werden.

 

Compliance-Anforderungen
Regulatorische Vorgaben wie die DSGVO oder ISO 27001 setzen klare Standards für den Umgang mit Daten und Sicherheitsprozessen. Cloud Security by Design berücksichtigt diese Anforderungen bereits in der Architekturphase, sodass Compliance nicht nachträglich zum Problem wird. Dazu gehören Mechanismen zur Datenverschlüsselung, Protokollierung von Zugriffen, Löschkonzepte und Dokumentation von Sicherheitsmaßnahmen. Durch die Integration dieser Anforderungen von Beginn an vermeiden Unternehmen teure Nachbesserungen und potenzielle Strafen.

 

CSPM (Cloud Security Posture Management)
CSPM-Tools überwachen die Cloud-Umgebung kontinuierlich auf Fehlkonfigurationen, Compliance-Verstöße und Sicherheitsrisiken. Sie erkennen beispielsweise öffentlich zugängliche Speicher-Buckets, übermäßig permissive Firewalls oder veraltete Verschlüsselungsstandards. Durch automatisierte Warnungen und Empfehlungen helfen CSPM-Lösungen IT-Teams dabei, den Sicherheitsstatus der Cloud-Infrastruktur hoch zu halten und Schwachstellen zu schließen, bevor sie ausgenutzt werden können.

3 Tipps für sicheres Cloud Platform Engineering

Neben den grundlegenden Sicherheitskonzepten gibt es noch einige konkrete Maßnahmen, die IT-Teams im Aufbau ihrer Cloud-Infrastruktur umsetzen können, um ihre Umgebung abzusichern.

 

  • Verschlüsselung überall implementieren: Daten sollten sowohl im Ruhezustand als auch während der Übertragung verschlüsselt sein. Moderne Cloud-Plattformen arbeiten mit nativen Verschlüsselungsmechanismen, die sich mit wenig Aufwand aktivieren lassen. Besonders wichtig ist das Management der Verschlüsselungsschlüssel: Sie sollten getrennt von den Daten gespeichert und regelmäßig rotiert werden. Durch sichere Verschlüsselung schützen Unternehmen sich sowohl vor externen Angreifern als auch vor internen Risiken.
  • Least Privilege Prinzip konsequent anwenden: Jeder Nutzer, jede Anwendung und jeder Service sollte soweit möglich nur die minimalen Berechtigungen erhalten, die für die jeweilige Aufgabe notwendig sind. Übermäßige Rechte gelten als eine der häufigsten Ursachen für erfolgreiche Angriffe. Durch regelmäßige Überprüfungen der vergebenen Berechtigungen stellt die IT sicher, dass keine ungenutzten oder veralteten Zugriffsrechte bestehen bleiben. Automatisierte Tools können dabei helfen, diese Reviews effizient durchzuführen.
  • Logging und Monitoring als Frühwarnsystem nutzen: Umfassendes Logging aller Aktivitäten in der Cloud-Umgebung schafft Transparenz und ermöglicht die Nachverfolgung von Sicherheitsvorfällen. Kombiniert mit intelligenten Monitoring- und Alerting-Systemen kann die IT verdächtige Aktivitäten in Echtzeit erkennen. Ergänzend können SIEM-Lösungen dabei helfen, aus der großen Anzahl an Logdaten relevante Sicherheitsereignisse herauszufiltern und schnelle Reaktionen zu ermöglichen.

Fazit: Cloud Security by Design als Grundlage für jede Entwicklung

Arbeiten Unternehmen im Aufbau ihrer Cloud-Infrastruktur nach dem Security by Design Ansatz, folgen sie damit einer heute notwendigen Grundhaltung. Indem sie Sicherheit von Anfang an in Planung und Umsetzung integrieren, minimieren sie Risiken, erfüllen Compliance-Anforderungen und sparen langfristig Kosten. Eine Kombination aus automatisierten Sicherheitsprüfungen, IAM und kontinuierlichem Monitoring legt ein sicheres Fundament. Wichtig ist, dass Unternehmen Sicherheit zum zentralen Bestandteil jeder Cloud-Lösung machen, statt sie als nachträglichen Gedanken zu vernachlässigen.

„Wir müssen in die Cloud, und zwar sofort.“ Dieser Satz fällt mittlerweile in vielen Unternehmen. Darauf folgt jedoch häufig Verunsicherung. Was geschieht mit den bestehenden Systemen? Wie gehen wir mit sensiblen Daten um? Muss wirklich alles in die Cloud? Ein radikaler Umzug ist meist weder nötig noch wirklich ratsam. Beim Weg in die Cloud geht es vielmehr um eine strukturierte Transformation statt um die rein technische Umsetzung. Umso wichtiger ist es also, diesen Weg detailliert zu planen und Schritt für Schritt zu gehen. Welche Möglichkeiten es für einen schrittweisen Einstieg in die Cloud gibt, welche Workloads in die Cloud gehören und welche auch On Premises bleiben können, zeigen wir in diesem Artikel.

Hybride Lösungen als Brücke zum Einstieg in die Cloud

Ist die Entscheidung für die Cloud gefallen, stehen Unternehmen vor der Frage, ob die bestehende IT-Infrastruktur komplett in die Cloud verlagert werden soll oder ob On-Premises Systeme bestehen bleiben können. Hybride Lösungen sind hier oft ein sinnvoller Weg, um erste Schritte zu gehen, ohne komplizierte Neuentwicklungen anstoßen zu müssen. Bei dieser Variante arbeiten lokale Server und Cloud-Dienste parallel und ergänzen sich gegenseitig.

 

In der IT-Infrastruktur bedeutet das konkret: Kritische Anwendungen und Daten bleiben On Premises unter direkter Kontrolle. Gleichzeitig werden flexible Cloud-Ressourcen dort eingesetzt, wo sie das Unternehmen wirklich voranbringen, etwa bei der Skalierung von Rechenleistung in Spitzenlastzeiten oder bei der unkomplizierten und ortsunabhängigen Zusammenarbeit im Team. Übliche Bedenken rund um Datensicherheit und Kontrollverlust können so gezielt thematisiert werden, weil die Hoheit über sensible Systeme lokal erhalten bleibt.

Welche Workloads eignen sich für den Einstieg in die Cloud?

Nicht jede Anwendung ist gleichermaßen sinnvoll für den Betrieb in der Cloud. Wichtig ist deshalb, zuerst zu bewerten, ob die Auslagerung in die Cloud sinnvoll ist. Es geht weniger darum, ob ein Umzug in die Cloud grundsätzlich möglich ist – technisch lassen sich die meisten Workloads abbilden, sinnvoll ist das aber nicht immer. Grundsätzlich sind gerade für den Einstieg verschiedene Workloads gut für die Cloud geeignet:

Grafik Einstieg in die Cloud

  • Kollaborationstools wie E-Mail, Videocalls und gemeinsame Dokumentenbearbeitung – sie sind oft cloudnativ und funktionieren dort am besten
  • Anwendungen mit stark schwankendem Ressourcenbedarf, die je nach Auslastung skalieren müssen
  • Entwicklungs- und Testumgebungen, die schnell auf- und wieder abgebaut werden sollen
  • Backup- und Archivierungslösungen, bei denen Verfügbarkeit und Skalierbarkeit besonders wichtig sind

 

Auf der anderen Seite gibt es einige Bereiche, in denen ein lokaler Betrieb nach wie vor die bessere Wahl sein kann. Dazu zählen vor allem Anwendungen mit hohen Compliance-Anforderungen, etwa in der Medizin, im Finanzwesen oder in Behörden. Hier gelten strenge gesetzliche Vorgaben für Datenhaltung und -zugriff. Auch Systeme mit extrem niedrigen Latenzanforderungen wie zum Beispiel Steuerungssoftware in der Produktion  sind häufig besser On Premises aufgehoben. Gleiches gilt für sehr große Datenmengen, bei denen die Übertragungskosten und -zeiten in die Cloud wirtschaftlich keinen Sinn ergeben.

 

Wichtig ist, dass es keine universelle Antwort gibt. Welcher Weg für ein Unternehmen passend ist, hängt von der Branche, der bestehenden Infrastruktur und den regulatorischen Rahmenbedingungen ab. Eine fundierte Bestandsaufnahme ist deshalb der erste sinnvolle Schritt.

Erste Schritte in die Cloud ohne Risiko mit Backup & Disaster Recovery

Haben Unternehmen noch keine Erfahrungen mit der Cloud, lohnt sich ein Einstieg mit möglichst geringem Risiko, aber dennoch hohem Nutzen – ein Quick Win. Gut geeignet dafür ist Backup und Disaster Recovery. Die Logik dahinter ist einfach: Backups sind ohnehin grundsätzlich von den produktiven Systemen getrennt, sodass ein ideales Testfeld für die Cloud entsteht, ohne dass kritische Abläufe davon betroffen sind. Gleichzeitig löst der Umstieg auf Cloud-Backups ein häufiges Problem: Lokale Backups sind anfällig für dieselben physischen Risiken wie die Primärsysteme, etwa Feuer, Wasserschäden oder Hardwareausfälle. Ein Cloud-Backup liegt geografisch getrennt und ist im Ernstfall unabhängig verfügbar. Für Unternehmen entstehen also mehrere Vorteile:

 

  • Schnelle Implementierung ohne Eingriff in laufende Systeme
  • Skalierbare Speicherkapazität: Unternehmen zahlen nur, was sie tatsächlich nutzen
  • Kürzere Wiederherstellungszeiten im Ernstfall durch automatisierte Disaster-Recovery-Prozesse
  • Erste praktische Erfahrungen mit Cloud-Anbietern, SLAs und Verwaltungstools ohne großes Risiko

 

Grundsätzlich gilt der Umstieg auf Cloud-Backups als guter Einstieg in die Cloud, der das Vertrauen in die Technologie im Unternehmen stärkt. So kann die Basis für weitere Migrationsprojekte entstehen, die auf Zustimmung im Unternehmen trifft.

Fazit: Einstieg in die Cloud mit Quick Wins, die Sicherheit geben

Die Cloud bietet Unternehmen große Chancen – der Einstieg sollte aber unbedingt durchdacht sein. Ein schrittweiser Einstieg sorgt für mehr Klarheit und Sicherheit, vermeidet Risiken und ist weitsichtig. Durch hybride Modelle schaffen Unternehmen Flexibilität, ohne aber bewährte Strukturen zu opfern. Wichtig ist eine klare Unterscheidung zwischen Workloads, die in die Cloud gehören und solchen, die weiterhin On Premises betrieben werden können. So vermeiden Unternehmen unnötige Kosten und Komplexität und profitieren gleichzeitig von Cloud-Vorteilen.

Eine starke Unternehmenskultur entsteht nicht über Nacht. Vielmehr wächst sie mit gelebten Werten und Wertschätzung sowie durch ein Arbeitsumfeld, in dem Menschen sich gesehen und gehört fühlen. Umso mehr freut es uns, dass Rewion auch im Jahr 2026 erneut mit dem kununu Top Company-Siegel ausgezeichnet wurde. Nach der Auszeichnung im Jahr 2025 zählt Rewion damit ein weiteres Mal zu den attraktivsten Arbeitgebern Deutschlands. Wer sagt das? Die wichtigsten Stimmen: unsere Mitarbeitenden selbst. Diese Auszeichnung zeigt uns, dass unser Anspruch an ein modernes, vertrauensvolles und gemeinschaftliches Arbeitsumfeld wirklich gelebt wird.

Was steckt hinter dem kununu Top Company-Award?

Der kununu Top Company-Award wird jährlich auf Basis unabhängiger Bewertungen von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden vergeben. Anders als viele andere Arbeitgebersiegel ist er damit nicht käuflich und basiert nicht auf Informationen von Unternehmen selbst. Für uns heißt das: Er ist besonders glaubwürdig.

 

Jährlich erhalten nur rund fünf Prozent aller auf kununu gelisteten Unternehmen diese Auszeichnung. Voraussetzung dafür ist eine überdurchschnittlich hohe Zufriedenheit der Mitarbeitenden sowie kontinuierlich positives Feedback. Dass Rewion diese Kriterien 2026 erneut erfüllt, ist für uns ein starkes Zeichen und vor allem ein großes Kompliment an unser gesamtes Team.

 

kununu CEO Nina Zimmermann fasst die Bedeutung des Awards perfekt zusammen:
„Ein starkes Zeichen an Talente, die nach ihrem idealen Arbeitgeber suchen.“ Genau dieses Signal möchten wir senden. Rewion schafft einen Arbeitsplatz, an dem Menschen gerne arbeiten, sich entwickeln können und gemeinsam erfolgreich sind.

Was das Arbeitsumfeld bei Rewion ausmacht

Die kununu-Auszeichnung zeigt uns, dass wir als Arbeitgeber den richtigen Weg gehen. Ein wertschätzender Umgang, Vertrauen in unsere Mitarbeitenden und ein starkes Gemeinschaftsgefühl machen unseren Arbeitsalltag aus. Wir sind der Meinung, dass gute Arbeit dort entsteht, wo Menschen sich wohlfühlen, Verantwortung übernehmen dürfen und ihre Ideen einbringen können. Grundsätzlich finden aber auch feste Standorte langweilig und haben deshalb drei Standorte in Stuttgart, Köln und Zürich aufgebaut. Genauso gerne arbeitet unser Team aber auch beim Kunden oder im eigenen Wohnzimmer.

 

Zusammengefasst gibt es mehrere Punkte, die unser Arbeitsverständnis ausmachen:

  • Flexible Arbeitszeiten & -orte
  • Coaching, Mentoring & Fortbildung
  • Innovation & Selbstverwirklichung
  • Offene Unternehmenskultur

 

Dass unsere Mitarbeitenden dieses Modell so positiv bewerten, macht uns stolz und motiviert uns zeitgleich, diesen Weg auch in Zukunft weiterzugehen.

Werde auch du Teil von Rewion!

Die kununu Top Company-Auszeichnung 2026 ist für uns auch ein Ansporn. Wir möchten gemeinsam mit Menschen weiter wachsen, die unsere Werte teilen und Lust haben, die IT-Welt aktiv mitzugestalten. Du suchst einen Arbeitgeber, bei dem Unternehmenskultur mehr ist als ein Versprechen? Dann lerne uns bei Rewion kennen. Schau dich in unseren offenen Stellen um und werde Teil eines Teams, das zu den besten Arbeitsumfeldern Deutschlands zählt.

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