CoE als Erfolgsfaktor für RPA – Wie gelingt die nachhaltige Einführung von Robotic Prozess Automation im Unternehmen

Ist Ihr Unternehmen bereits auf den Zug der Digitalisierung aufgesprungen, so ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihre Belegschaft in den nächsten Jahren aus einem ausgeglichenen Mix von menschlichen und virtuellen Mitarbeitern bestehen wird. Grund hierfür ist die schnelle, aber auch erfolgreiche Entwicklung von Robotic Process Automation (RPA) und künstlicher Intelligenz (KI). Laut Gartner soll der weltweite Markt für RPA im Jahr 2023 um 17,5 % wachsen und somit auf 3,3 Mrd. US$ steigen. Vor 2 Jahren waren es vergleichsweise „nur“ 1,5 Mrd. US$.

Wenn Sie diese Technologie auch nachhaltig in Ihrem Unternehmen nutzen möchten, ist dringend ein Center of Excellence (CoE) nötig. Welche Gründe dafür sprechen und wie Sie das am besten machen können, erfahren Sie im Folgenden.

Was versteht man unter RPA CoE?

Ein RPA Center of Excellence ist eine im Unternehmen agierende zentrale Gruppe, die den Erfolg aller RPA-Projekte überwacht. Diese Gruppe kann aus verschiedenen Personen vom Prozessmanager über IT-Experten bis hin zu verschiedenen Vertretern aus der Organisation bestehen. Bestenfalls hat die Gruppe eine Übersicht über alle RPA-Initiativen und kann somit genaue CoE-Standards und „Best-Practices“ festlegen, um sicherzustellen, dass sich die RPA-Investition des Unternehmens auch lohnt.

 

Das RPA CoE kann unter anderem für folgende Aufgaben verantwortlich sein:

 

  • RPA-Support und Service
  • Schulung der Mitarbeiter
  • Festlegung von RPA-Standards
  • Ausarbeitung einer unternehmensweiten RPA-Strategie
  • Überwachung des Erfolgs aller RPA-Prozesse (technisch & finanziell)

3 Gründe für ein RPA CoE

Der Auf- und Ausbau eines Center of Excellence bringt viele Vorteile mit sich. Die wichtigsten werden im Folgenden erläutert.

Simples Skalieren

Sobald Sie Ihre eigenen digitalen Assistenten im Unternehmen einsatzbereit haben, kommen diese in den dafür vorgesehenen Bereichen zum Einsatz. Ist zu dieser Zeit kein CoE definiert, so mangelt es früher oder später an der Kommunikation zwischen den einzelnen RPA-Projekten. Dadurch werden diese immer mehr isoliert gehandhabt und können somit nicht mehr nach den Unternehmenszielen skaliert werden.

Steigerung der Bot-Effizienz

Gleich zu Beginn der RPA-Einführung am Unternehmen entscheiden einzelne Geschäftsbereiche, bei welchen Aufgaben und Prozessen digitale Assistenten zum Einsatz kommen sollen. Wird dabei auf eine einheitliche Entwicklung von RPA-Projekten durch gewisse „Best-Practices“ verzichtet, so muss jeder Bereich von Grund auf lernen, wie man am besten welche Prozesse automatisiert und anschließend auch wartet bzw. anpasst. Durch ein CoE wird dieses Wissen zentral gesammelt und mit allen Geschäftseinheiten geteilt.

ROI Verbesserung

Sind die vorangegangenen Punkte erfüllt und es wurde ein zentrales CoE geschaffen, so kann man definitiv auf ein verbessertes ROI vertrauen. Falls nicht, so riskiert das Unternehmen mit einer dezentralen Wissensverteilung, dass die Kosten für Prozess-Erschließung & -Automatisierung sowie Support schnell das Budget sprengen. Durch ein gut strukturiertes CoE können intensive Kostenträger, wie z.B. externe Berater, umgangen werden.

Fazit

Sehen Sie das CoE als festen Teil Ihres RPA-Projektes an und beginnen Sie schon frühestmöglich mit dessen Realisierung. Durch ein gut organisiertes und geführtes CoE stellen Sie sicher, dass sich Ihre RPA-Investition auch nachhaltig noch lohnt und Sie Ihrer Konkurrenz weiterhin überlegen bleiben.

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Marcel Altmann

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