Nutzung von SAP Activate für die Einführung der SAP BTP: Ein Leitfaden für erfolgreiche Implementierungen

In der dynamischen Welt der Unternehmenssoftware ist die Einführung neuer Technologien entscheidend, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die SAP Business Technology Platform (SAP BTP) ist eine dieser Technologien, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Geschäftsprozesse zu optimieren und zu erweitern. Ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Implementierung der SAP BTP ist die Nutzung von SAP Activate. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über SAP BTP, SAP Activate und wie diese beiden Komponenten zusammenwirken, um Ihre Digitalisierungsstrategie zu unterstützen.

Was ist die SAP BTP?

Die SAP Business Technology Platform (SAP BTP) ist eine integrierte Plattform, die Datenmanagement, Analysen, Künstliche Intelligenz, Anwendungsentwicklung und Automatisierung umfasst. Sie bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre bestehenden SAP-Anwendungen zu erweitern und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, die spezifische Geschäftsanforderungen erfüllen. SAP BTP fördert die Innovationsfähigkeit und unterstützt Unternehmen dabei, schneller auf Marktveränderungen zu reagieren.

Ein wesentlicher Bestandteil der SAP BTP ist die Clean Core Strategy. Diese Strategie zielt darauf ab, den Kern des SAP-Systems schlank und stabil zu halten, indem kundenspezifische Anpassungen und Erweiterungen vermieden werden. Stattdessen werden Erweiterungen und neue Funktionen mithilfe von Side-by-Side-Entwicklungen außerhalb des Kernsystems umgesetzt. Diese Side-by-Side-Entwicklungen nutzen die SAP BTP, um flexibel und agil auf die Bedürfnisse der Geschäftswelt zu reagieren, ohne die Stabilität des Kernsystems zu beeinträchtigen. Dies ermöglicht eine einfachere Wartung und schnellere Innovationszyklen.

Was ist SAP Activate?

SAP Activate ist eine innovative Methodik und ein Framework, das speziell für die Implementierung und den Betrieb von SAP-Lösungen entwickelt wurde. Es bietet eine strukturierte Vorgehensweise, die aus drei Hauptkomponenten besteht:

  1. Methodologie: Ein agiles Implementierungsframework, das Best Practices, Konfigurationsleitfäden und umfassende Dokumentationen beinhaltet.
  2. Werkzeuge: Unterstützende Werkzeuge wie SAP Solution Manager und SAP Cloud ALM, die den Implementierungsprozess effizienter gestalten.
  3. Inhalte: Vorgefertigte Inhalte wie Templates und Referenzarchitekturen, die den Implementierungsprozess beschleunigen.

Unterschiede zu SAP Activate für S/4HANA

Obwohl SAP Activate ursprünglich für die Einführung von SAP S/4HANA entwickelt wurde, hat es sich weiterentwickelt und bietet nun auch spezifische Unterstützung für die Einführung der SAP BTP. Hier sind einige der wesentlichen Unterschiede:

  1. Fokus auf Erweiterbarkeit: Während SAP Activate für S/4HANA stark auf die Implementierung und Konfiguration von ERP-Kernprozessen ausgerichtet ist, legt SAP Activate für SAP BTP den Schwerpunkt auf die Erweiterung und Integration bestehender Systeme sowie die Entwicklung neuer Anwendungen.
  2. Anwendungsentwicklung: SAP Activate für SAP BTP beinhaltet Best Practices und Werkzeuge, die speziell auf die Entwicklung und Bereitstellung von Cloud-nativen Anwendungen und Services abzielen.
  3. Technologieintegration: Ein weiterer Unterschied ist die Integration von Technologien wie Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, die in der SAP BTP stärker betont werden.

Funktionen und Mehrwert von SAP Activate zur Einführung der BTP

Die Nutzung von SAP Activate zur Einführung der SAP BTP bietet zahlreiche Vorteile:

  1. Strukturierte Vorgehensweise: Die klare Struktur und die vordefinierten Phasen (Discover, Prepare, Explore, Realize, Deploy, Run) sorgen für eine systematische Implementierung.
  2. Beschleunigte Implementierung: Durch die Verwendung vorgefertigter Inhalte und Best Practices kann die Implementierungszeit erheblich verkürzt werden.
  3. Risikominimierung: SAP Activate hilft, potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu minimieren, was zu einer reibungslosen Einführung führt.
  4. Flexibilität und Agilität: Die Methodologie unterstützt agile Projektmethoden, die eine schnelle Anpassung an sich ändernde Anforderungen ermöglichen.
  5. Kostenoptimierung: Durch die effiziente Nutzung von Ressourcen und die Vermeidung von unnötigen Anpassungen können die Implementierungskosten reduziert werden.

Quelle: SAP

Best Practices

Um das volle Potenzial von SAP Activate bei der Einführung der SAP BTP auszuschöpfen, sollten Unternehmen die folgenden Best Practices beachten:

  1. Frühzeitige Planung: Eine gründliche Planung und Vorbereitung sind entscheidend für den Projekterfolg. Nutzen Sie die Discover-Phase, um klare Ziele und Anforderungen zu definieren.
  2. Stakeholder-Engagement: Binden Sie alle relevanten Stakeholder von Anfang an in den Implementierungsprozess ein, um Akzeptanz und Unterstützung sicherzustellen.
  3. Schulung und Training: Investieren Sie in Schulungen und Trainings für Ihr Projektteam, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten mit der Methodologie und den Werkzeugen vertraut sind.
  4. Iterative Entwicklung: Nutzen Sie agile Methoden und iterative Entwicklungszyklen, um flexibel auf Veränderungen reagieren zu können und kontinuierlich Verbesserungen vorzunehmen.
  5. Kontinuierliche Überwachung: Setzen Sie auf kontinuierliches Monitoring und Reporting, um den Fortschritt zu verfolgen und frühzeitig auf Abweichungen reagieren zu können.

Mit SAP Activate und SAP BTP haben Unternehmen die Werkzeuge und Methoden an der Hand, um ihre Digitalisierungsstrategien erfolgreich umzusetzen und ihre Geschäftsprozesse zu transformieren. Durch die Beachtung der beschriebenen Best Practices kann die Implementierung effizient, risikominimiert und kosteneffektiv gestaltet werden.

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Stefan Hanisch

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