Der Sustainable IT Game Plan – die Implementierung

In den vorherigen Blogbeitragen zum Sustainable IT Game Plan ging es um die beiden Phasen «Analyse & Initialisierung» sowie die „Governance“ rund um das Thema Sustainable IT. Für ein besseres Verständnis wird unbedingt empfohlen, die beiden Blogbeiträge im Voraus zu lesen.

Der Game Plan ist in drei Hauptphasen unterteilt:

  • Analyse und Initialisierung
  • Governance
  • Implementierung

In diesem Beitrag werden wir uns besonders auf die dritte und letzte Phase konzentrieren, in der es darum geht, durch Initiativen, Maßnahmen und Projekte den Nachhaltigkeitsaspekt in die IT-Organisation zu implementieren.

Die Implementierung von Sustainable IT Projekten

Durch die Initialisierung des Vorhabens und der damit verbundenen Analyse des Unternehmens und der Organisation wurde die Grundlage geschaffen. Die Resultate dieser Phase sind unter anderem das Verständnis für die Auswirkungen und die Einflüsse der eigenen Organisation auf die Umwelt sowie die Datengrundlage, welche den Fußabdruck der Organisation erfasst. In der zweiten Phase wurden mit der Erarbeitung der Sustainable IT Governance die Schienen für den Weg zu einer nachhaltigen IT gelegt. Dabei wurden die Strategie, die Ziele sowie die KPIs definiert, an denen sich zukünftige Initiativen und Maßnahmen orientieren.

In der letzten Phase geht es um die Umsetzung von Sustainable IT Maßnahmen und Handlungen. Das Hauptziel hierbei ist die langfristige Etablierung des Themas in die Organisation. Dafür müssen Unternehmen neue Strukturen schaffen oder bestehende anpassen, Prozesse in der Organisation verankern sowie die benötigten Werte und Denkweisen in den Menschen und in der Unternehmenskultur entwickeln.

Der Faktor Mensch als Schlüssel

Menschen bilden den Kern jedes Unternehmens. Durch eine gute Unternehmenskultur können Organisationen viele Herausforderungen meistern. Aus diesem Grund ist es auch beim Thema Nachhaltigkeit ein essenzieller Faktor, die Menschen weiterzuentwickeln. Darunter gehört, dass neue Mitarbeiterwerte die Unternehmenskultur prägen und somit das Mitarbeiterverhalten in die richtige Richtung steuern. Ein wichtiger Aspekt dabei ist das Thema Change Management, welches bei einer Transformation in diesem Stil nötig ist. Auf dem Weg müssen Anreize geschaffen werden, damit die Mitarbeitenden die Änderungen unterstützen. Anreize können unter anderem mit folgenden Punkte geschaffen werden:

  • Das Bewusstsein der Mitarbeitenden wegen und steigern
  • Mitarbeitende involvieren und Engagement fördern
  • Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten
  • Anwendungsfälle identifizieren und skalieren
  • Erfolge feiern und zelebrieren

Je nach Unternehmenskultur und -struktur ist es erforderlich, Faktoren wie „Leading by Example“, Förderung der Selbstverantwortung sowie Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung in die Transformation zu integrieren.

Der Prozess zur langfristigen Etablierung

Um Nachhaltigkeit langfristig in der IT-Organisation zu etablieren, benötigt es einen Prozess. Dieser ist anhand eines Beispiels im Bereich von IT-Operation untenstehend abgebildet. In den ersten beiden Phasen der «Analyse & Initialisierung» und der „Governance“ wurden die beiden untenstehenden Blöcke der Pyramide aufgebaut. Dabei hat man zum Beispiel initial den CO2-Fußabdruck des IT-Operationsbereichs gemessen und als KPI definiert, die CO2-Emissionen von IT-Operations zu reduzieren. In der Implementierungsphase geht es nun darum, Lösungen, Maßnahmen und Handlungen langfristig zu festigen.

Diese Phase ist in drei Subphasen aufgeteilt. Der wichtigste Punkt dabei ist jedoch, dass nach Abschluss eines Vorhabens oder einer Initiative der gesamte Prozess neu gestartet wird. Denn sobald ein Vorhaben oder eine Initiative abgeschlossen ist, wird eine neue Ausgangssituation geschaffen. Es können dafür neue KPIs definiert und neue Lösungen umgesetzt werden. Dies gewährleistet einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess und die Etablierung der Nachhaltigkeit in die IT-Organisation auf eine langfristige Zeit.

 

Quelle: Rewion


Die drei Subphasen sind aufbauend aufgeteilt. In der ersten Subphase geht es darum, Lösungen, Maßnahmen, Prozesse oder Strukturen zu entwickeln, welche das Erreichen der KPIs ermöglichen sollen. Im vorliegenden Beispiel ist ein Ansatz, CO2-Kosten für den IT-Operationsbereich zu entwickeln. Dies schafft die Basis für den Anreiz, CO2-Emissionen zu reduzieren. In der zweiten Subphase müssen Organisationen das Reporting etablieren. Sprich, die aus den Maßnahmen und Lösungen entstehenden Folgen müssen in Form von Daten erfasst und mit den KPIs verglichen werden. Dies kann beispielsweise anhand eines Reports basierend auf den ESG-Scopes umgesetzt werden. In der dritten Subphase muss die Überprüfung der Daten im Vergleich zwischen den Ausgangsdaten, den KPIs und den Implementierungsdaten erfolgen. Dabei ist es wichtig, vergleichbare Daten zu besitzen. Dies setzt voraus, dass bei der Analyse und der Initialisierung eine gute Datengrundlage geschaffen wurde, um schlussendlich die richtigen Maßnahmen und Rückschlüsse aus dem Reporting ziehen zu können.

Bei Fragen oder Anregungen zum Thema Sustainable IT, Green IT oder Digital Sustainability stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

 

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Yannick Hirt

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