Awareness-Konzepte: Erfolgreiche vs. gescheiterte.

Egal ob auf dem Weg zu einer Zertifizierung, als Teil eines Managementsystems oder einfach nur, weil die Relevanz erkannt wurde: Awareness-Maßnahmen in Organisationen sind essenziell. Denn die besten internen Regeln oder technischen Schutzmaßnahmen wirken alleine nicht. Dafür braucht es das zielgerichtete Engagement der Menschen in der Organisation. Wie stellen eben jene nun sicher, dass ihre Mitarbeitenden bestmöglich befähigt sind? Wir helfen nachfolgend bei der Konzeptualisierung wirksamer Awareness-Maßnahmen.

Einbindung von Awareness in das „große Ganze“

Ein Awareness-Konzept funktioniert nicht losgelöst. Was wollen wir damit sagen? Am besten funktioniert ein Awareness-Konzept, wenn es in die Organisation verwoben ist. Somit bietet sich das Verankern von Awareness bereits in entsprechenden Informationssicherheits- oder Datenschutzmanagementsystemen an. Damit sind zwangsläufig auch zwei wichtige Erfolgsfaktoren sichergestellt:

  1. Awareness-Konzepte müssen von der Organisationsleitung gewollt und gesponsort sein.
  2. Awareness-Maßnahmen müssen Teil der gesamten Organisationskultur werden.

Wichtig ist, folgendes zu verstehen: Die Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Geschäftsprozesse der Organisation reibungslos ablaufen können. Alle daran beteiligten Personen müssen sich deshalb mit Awareness-Maßnahmen und deren Leben identifizieren können. Führungskräften kommt umso mehr Bedeutung zu, als dass diese die genannten Maßnahmen zu jeder Zeit vorleben müssen.

Awareness in „bits und bytes“

Oft erlebt man Awareness-Maßnahmen als Teil eines Onboardings oder jährlichen Pflichtschulungskataloges. In der Realität sitzen die Mitarbeitenden dann ein Mal im Jahr vor einem Rechner und klicken sich durch eine Präsentation oder ein E-Learning. Dieser Ansatz ist überholt und wird der Bedeutung nicht gerecht.

 

In der Praxis hat sich stattdessen ein deutlich integrativerer Prozess bewährt. Erfolgreiche Awareness-Konzepte setzen auf regelmäßige, kleine Lehreinheiten, statt ausufernden Pflichtschulungen für einen „grünen Haken“. 10- 15 Minuten pro Monat haben einen höheren Erinnerungseffekt als 60 Minuten pro Jahr. Zusätzlich lassen sich diese kleinen Einheiten in der Regel besser in den Tagesablauf integrieren. Man könnte also auch von „Win-Win“ sprechen.

(Un-)Sicherheitsfaktor Mensch

Nicht weniger relevant als die vermittelten Inhalte und deren Häufigkeit sind die Art und Weise, wie die Informationen transportiert werden. Reden Sie in Ihrer Organisation noch vom „Risiko Mensch“? Oder „dem Mensch als Unsicherheitsfaktor“? Mit dieser Kommunikation und dem mitschwingenden Vorurteil sollten Organisationen brechen. Das Gegenteil sollte der Fall sein und mitschwingen: Der Mitarbeitende ist der Erfolgsfaktor ihrer Sicherheitsstrategie!

 

Beispiel: Im Bereich Business Continuity legen Organisationen Meldewege für Detektion und Alarmierung von Sicherheitsvorfällen fest. Wenn nun aber aus Angst vor Fehlverhalten oder Konsequenzen die Mitarbeitenden Vorfälle nicht melden, haben Organisationen ein Problem. Eine positive Kommunikation sollte daher fest in der Kultur verankert werden.

Praxisnahe, zuhörergerechte Aufbereitung

Abschließend sind weitere Erfolgsfaktoren die Inhalte und auf welchem Weg diese an die Zuhörer herangetragen werden. Insbesondere die Inhalte sollten höchst zielgruppenrelevant sein! Bestenfalls transportieren praxisnahe, alltägliche Beispiele genau die Awareness, auf die es in der „First-Line of Defense“ ankommt. Das Ziel der Organisation mittels Awareness ist ja eben gerade die Erinnerung an „die richtige Maßnahme zur richtigen Zeit“. Geht diese Information in einer allgemeinen Flut unter, wurde der Zweck verfehlt.

 

Deswegen ist eine Live-Schulung durch qualifiziertes internes oder externes Personal auch einem E-Learning „on demand“ vorzuziehen. Sowohl aus dem Aspekt der gelungenen Interaktion als auch der Identifizierung mit dem Gelernten. Organisationen sollten ihrer Organisationssicherheit ein Gesicht geben.

Fazit und Schritte zum Awareness-Konzept

Mit einigen wenigen Gedankenanstößen und Maßnahmen trennt sich bei Awareness-Konzepten die Spreu vom Weizen. Wie kann daher ein Fahrplan für das Aufsetzen eines (neuen) Awareness-Konzeptes aussehen?

Awareness-Konzept

5 Schritte zum erfolgreichen Awareness-Konzept

 

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Häufige Fragen und Antworten rund um Awareness-Konzepte

Was unterscheidet erfolgreiche von gescheiterten Awareness‑Konzepten?

Erfolgreiche Awareness‑Konzepte sind in die gesamte Organisation eingebettet, werden von der Leitung aktiv unterstützt und sind Teil der Unternehmenskultur. Sie verfolgen das Ziel, Geschäftsprozesse durch menschliches Verhalten abzusichern und Mitarbeitende als aktiven Erfolgsfaktor zu befähigen. Gescheiterte Konzepte entstehen dagegen häufig, wenn Awareness isoliert betrachtet wird, ohne Management‑Support oder kulturelle Verankerung.

Warum ist die Einbindung in bestehende Managementsysteme so wichtig?

Awareness wirkt nur, wenn sie systemisch eingebettet ist – etwa in Informationssicherheits‑ oder Datenschutzmanagementsysteme. Diese Integration stellt sicher, dass Awareness nicht als „Option“, sondern als strukturelles Element verstanden wird, das kontinuierlich gepflegt und weiterentwickelt wird. Zudem schafft die Einbindung klare Verantwortlichkeiten und stellt nachhaltiges Sponsorship durch die Führung sicher.

Welche Schulungsformen funktionieren nachweislich besser?

Lange Pflichtschulungen, die einmal jährlich stattfinden, haben kaum nachhaltigen Effekt. Erfolgreiche Konzepte setzen stattdessen auf regelmäßige, kurze Lerneinheiten von 10–15 Minuten pro Monat. Diese Form der Micro‑Awareness lässt sich leichter in den Alltag integrieren und führt nachweislich zu höherer Erinnerung und stärkerer Verhaltensprävention.

Welche Rolle spielt die Kommunikation im Awareness‑Konzept?

Die Art der Kommunikation ist entscheidend. Organisationen sollten von Begriffen wie „Risiko Mensch“ oder „Unsicherheitsfaktor Mensch“ Abstand nehmen. Stattdessen muss kommuniziert werden, dass Mitarbeitende der wichtigste Erfolgsfaktor für Informationssicherheit sind. Eine positive, motivierende Haltung führt zu höherer Akzeptanz und Beteiligung.

Welche Verantwortung haben Führungskräfte?

Führungskräfte müssen Awareness aktiv vorleben, statt sie ausschließlich formell zu unterstützen. Ihr Verhalten prägt die Kultur und beeinflusst maßgeblich, ob Mitarbeitende die Maßnahmen ernst nehmen und in ihre tägliche Arbeit integrieren. Leadership‑Commitment ist daher einer der zentralen Erfolgsfaktoren eines funktionierenden Awareness‑Konzepts.

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