IT-Security in der Definition: Was ist das überhaupt und warum ist sie so wichtig?

IT-Sicherheit wird von Experten als eines der wichtigsten Themen der nächsten Jahre definiert. Das liegt unter anderem daran, dass immer mehr Unternehmen ihre IT-Infrastruktur in die Cloud verlegen und damit anfälliger für Cyberangriffe werden. Gleichzeitig werden die Ausmaße dieser Cyberangriffe immer verheerender für Firmen, Organisationen und Behörden. Die nötige IT-Security muss also jederzeit gewährleistet sein. Aber wie sieht eigentlich IT-Security in der Definition aus? Warum ist sie so wichtig und welche Ziele verfolgt sie? Wir geben einen Überblick.

Wie können wir IT-Security definieren?

Bei IT-Security handelt es sich um Konzepte, die den Schutz von digitalen Informationen und Daten und deren Verarbeitung in Unternehmen, Organisationen und Behörden gewährleisten sollen –  zum Beispiel mit dem Zero Trust Security Framework. Konkret bedeutet das, dass keine unbefugten Drittparteien Zugriff auf die Dateien erhalten sollen, um sie mit negativer Intention zu manipulieren. Neben Daten sollen durch IT-Security außerdem die Systeme im Hintergrund wie Rechenzentren oder Cloud-Systeme gesichert werden. Der benötige Schutz durch IT-Sicherheitssysteme reicht damit von der simplen Mail, die ein Mitarbeiter versendet, bis hin zum großen Cloud-Anbieter, der die Infrastruktur zur Verfügung stellt.

Welche Ziele sollen mit IT-Sicherheit erreicht werden?

Sicherheit vertraulicher Informationen

Viele Informationen innerhalb von Unternehmen sollen nur für bestimmte Mitarbeiter zugänglich sein – ob es sich dabei um vertrauliche Kundenprojekte, die internen Bilanzen oder Pläne zur Weiterentwicklung der Firma handelt. Aber auch die regulären Kundeninformationen oder Kontaktdaten aller Mitarbeiter sollen nur intern zugänglich sein. IT-Sicherheit ist dafür verantwortlich, diesen Zugriffsschutz zu gewährleisten. Unbefugte Personen von außen sollen keine Möglichkeit finden, auf interne Daten zuzugreifen – das betrifft vor allem auch die Zeit des Datentransfers, etwa per E-Mail.

Informationen verfügbar machen

IT-Security ist auch dafür verantwortlich, Ausfälle von Systemen zu verhindern. Für den alltäglichen Betrieb in Unternehmen ist es unerlässlich, dass Mitarbeiter jederzeit auf die benötigten Daten und Systeme zugreifen können und dass die Datenverarbeitung reibungslos funktioniert. Im Zuge des Aufbaus der IT-Sicherheit werden deshalb Belastungstests durchgeführt, damit Grenzen der Systeme geprüft werden können.

Integrität von Informationen

Manipulierte Daten können zu großen Problemen für Unternehmen führen – ob es sich dabei um veränderte Projektfortschritte oder um eine verfälschte oder fehlende Datenanalyse handelt. Die IT-Security ist deshalb dafür verantwortlich, die Integrität von Informationen zu gewährleisten. Alle Daten und Inhalte müssen jederzeit vollständig zur Verfügung stehen und müssen vor Manipulation von außen geschützt werden. Außerdem muss sicher sein, dass bei einer Datenübertragung keine Daten verloren gehen oder verändert werden können.

Warum ist IT-Security so wichtig?

IT-Sicherheit sorgt dafür, dass der digitale Unternehmensalltag reibungslos ablaufen kann. Aber das ist nicht der einzige Grund, aus dem IT-Security ein so elementarer Bestandteil jedes Firmenkonzepts ist. Diese Gründe gibt es außerdem:

  • Cybercrime und seine Kosten: Wer nicht in IT-Security investiert, hat deutlich höhere Risiken, Opfer von Cyberangriffen zu werden. Hier können nicht nur wichtige Daten verloren gehen – eine solche Attacke ist auch mit immensen Kosten verbunden. Die Schwachstellen müssen behoben werden, es kann zu Rechtsstreitigkeiten kommen, sowie zu einem Imageschaden und Umsatzeinbußen.
  • Wirtschaftliche Vorteile: Unternehmen mit starker IT-Sicherheit stehen für Fortschrittsdenken und Vertrauen. Das wiederum kann zu wirtschaftlichen Vorteilen führen, wenn Firmen die Gegebenheiten entsprechend für die Positionierung nutzen.
  • Gesetzliche Vorgaben: Unternehmen sind per Gesetz dazu verpflichtet, ausreichende IT-Sicherheit zu gewährleisten. Das bezieht sich zum Beispiel auf den Schutz von Kunden- und Mitarbeiterdaten, aber teilweise auch auf branchenspezifische Regelungen – die Versicherungs- und Finanzbranche hat zum Beispiel besonders strenge Vorgaben in Hinblick auf IT-Security.
  • Kunden- & Bankenvertrauen: Datensicherheit ist für Kunden ein wichtiger Faktor, wenn sie sich für ein Produkt oder eine Dienstleistung entscheiden. Unternehmen, die diese Sicherheit gewährleisten, ernten Vertrauen – sowohl von Kunden als auch von potenziellen Kreditgebern oder Versicherungen.

Warum besonders die kritische Infrastruktur auf gute IT-Sicherheit angewiesen ist

Immer wieder hört man, dass IT-Security besonders für die kritische Infrastruktur von höchster Wichtigkeit ist. Aber was bedeutet das eigentlich konkret? Bei kritischer Infrastruktur handelt es sich um Einrichtungen, Organisationen und Betriebe, die besonders dazu beitragen, Gesundheit, Sicherheit, gesellschaftliche Funktionen und soziales Wohlergehen aufrechtzuerhalten. Konkret bezieht das zum Beispiel Behörden und die Regierung ein, Energie- und Wasserversorger, sowie Krankenhäuser und Banken. Schon kleine Angriffe auf Daten und Systeme können hier verheerende Folgen für den gesellschaftlichen Alltag haben. Umso wichtiger ist es also, diese Organisationen zu schützen.

Gründe für IT-Security

IT-Security und ihre Definition kurz zusammengefasst

IT-Sicherheit ist nicht nur in vielen Bereichen, sondern auch aus vielen Gründen wichtig für Unternehmen. Das zeigt schon eine Umfrage von Statista aus dem Jahr 2019: Hier gaben zwei Drittel der befragten Unternehmen an, im vorangegangenen Jahr mindestens einen Verdacht auf einen Cyberangriff gehabt zu haben. Selbst, wenn es nicht um die Bedrohungen durch Cybercrime gehen soll – IT-Security sorgt dafür, dass im Unternehmensalltag alle Abläufe funktionieren und Mitarbeiter ihrer Arbeit ungestört nachgehen können. Da gute IT-Security-Konzepte jedoch gleichzeitig für mehr Vertrauen von Kunden und Banken sowie für Wettbewerbsvorteile sorgen können, sollten spätestens bei dieser Begründung sowohl kleine als auch mittelständische und große Unternehmen hellhörig werden.

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Fabian Brechlin

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