Warum Identitäten manuell verwalten, wenn Provisionierung das automatisch erledigt?
Identitäten sollten in STACKIT nicht isoliert gepflegt werden müssen. Die Provisionierung kann auch von dem bestehenden IdP seiner Wahl übernommen werden. Während Single Sign-On (SSO) den Zugriff vereinfacht, kümmert sich SCIM (System for Cross-domain Identity Management) um den nächsten logischen Schritt, die automatisierte Bereitstellung von Benutzern und Gruppen.
So entsteht ein durchgängiger Identity Lifecycle: vom Anlegen über Änderungen bis hin zur Deaktivierung, ohne manuelle Eingriffe in STACKIT.
Warum ist das wichtig?
In STACKIT sind User Accounts entkoppelt von den Organisationen. Das heißt, anders als beispielsweise in Microsoft Entra ID existieren die User Accounts in STACKIT nicht nativ unter einem Verzeichnisdienst je Kunde, sondern sind unabhängig voneinander. User Accounts können frei erstellt werden und sind nativ mit keinen STACKIT Organisationen bzw. Ressourcen assoziiert. Dafür ist erst ein Roleassignment nötig.
Neue Mitarbeitende, Rollenwechsel oder Austritte werden direkt aus dem führenden Identity Provider übernommen. Benutzer und Gruppen erscheinen automatisch in STACKIT bzw. werden an Änderungen angepasst oder gelöscht.
Gruppen aus dem Identity Provider lassen sich in STACKIT direkt für Role Bindings verwenden. Dadurch entstehen klare, wiederverwendbare Zugriffsmuster statt individueller Einzelberechtigungen.
Durch die zentrale Pflege im Identity Provider gibt es eine eindeutige Quelle für Identitäten. Das reduziert Inkonsistenzen und verbessert Auditierbarkeit sowie Compliance.
STACKIT trennt bewusst zwischen Authentifizierung und Identitätsverwaltung:
Diese Architektur vermeidet doppelte Datenhaltung und sorgt dafür, dass Identitäten immer aus einer zentralen Quelle stammen.
Der STACKIT SCIM-Endpunkt unterstützt die wichtigsten Ressourcen für modernes Identity Management:
Besonders relevant: Heute existieren noch keine STACKIT Gruppen Objekte. Durch die Verwendung von SCIM wird in STACKIT die Möglichkeit gegeben, Gruppen überhaupt erst zu nutzen. Durch SCIM können Gruppenmitgliedschaften dynamisch aktualisiert werden. Damit lassen sich Zugriffe indirekt über Gruppen steuern, was einen entscheidender Vorteil für skalierbare IAM-Konzepte darstellt.
SSO und SCIM erfüllen unterschiedliche, aber komplementäre Aufgaben:
Erst die Kombination ermöglicht ein sauberes Betriebsmodell:
Ein Benutzer wird im Identity Provider angelegt → per SCIM nach STACKIT provisioniert → authentifiziert sich per SSO → erhält Zugriff über Gruppen und Rollen:



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