Redis läuft bei STACKIT aus!.

Warum der Wechsel zu Key Value Store kein Neustart ist, sondern ein geplanter Schritt.

 

Wenn Sie STACKIT Redis produktiv nutzen, läuft die Uhr: Bis zum 1. August 2027 muss die Migration auf den Nachfolger Key Value Store abgeschlossen sein. Der neue Dienst ist auf Kompatibilität mit bestehenden Redis-Setups ausgelegt. STACKIT liefert einen dokumentierten Migrationspfad.

Warum das Thema gerade jetzt auf Ihrer Agenda stehen sollte

Am 1. August 2026 hat STACKIT die Deprecation von Redis angekündigt, und zwar für alle Versionen. Der Dienst wird durch ein neues Produkt ersetzt: Key Value Store, basierend auf Valkey. Die endgültige Abschaltung aller Redis-Instanzen ist für den 1. August 2027 geplant. Das ist kein vages Versprechen, sondern ein festes Datum mit einer Frist von zwölf Monaten.

 

Hier geht es um mehr als nur ein Produkt-Rebranding. Valkey ist ein Open-Source-Projekt unter dem Dach der Linux Foundation. Es ist nach der Lizenzänderung von Redis entstanden. Für Unternehmen, die über Anbieterunabhängigkeit und offene Standards nachdenken, ist das ein zusätzlicher Grund, sich das neue Angebot anzusehen. Unabhängig vom Ablaufdatum des alten Dienstes. Wer STACKIT Redis heute im Einsatz hat, muss sich mit dem Thema auseinandersetzen. Die einzige Frage lautet: Steuern Sie die Migration selbst, oder lassen Sie sich von der Frist treiben?

Die Sorge, die wir in Kundengesprächen immer wieder hören

„Wir haben unser Redis-Setup über Jahre aufgebaut. Clients, Verbindungslogik, Monitoring, Backup-Prozesse. Müssen wir das jetzt alles neu bauen? Mit Risiko für Downtime und Datenverlust?“

Dieser Einwand ist zentral und berechtigt. Die Migration einer produktiven In-Memory-Datenbank ist kein triviales Update. Deshalb lohnt sich der Blick darauf, was bei diesem Wechsel tatsächlich neu ist und was nicht.

Was ist Key Value Store eigentlich? Und was hat das mit Valkey zu tun?

Key Value Store ist STACKITs neuer, vollständig verwalteter In-Memory-Datenspeicher. Technisch basiert er auf Valkey. Valkey ist als direkter Fork von Redis entstanden und wurde bewusst auf Kompatibilität mit bestehenden Redis-Setups ausgelegt. STACKIT selbst spricht von einem „Easy Transition“-Anspruch. Praktisch bedeutet das: Die Grundkonzepte, mit denen Sie Redis heute nutzen, bleiben erhalten. Key-Value-Zugriffe, Datenstrukturen, Persistenz-Optionen. Wie bei anderen STACKIT-Datenservices ist Key Value Store in das einheitliche Berechtigungs-, Rollen- und Backup-Konzept der Plattform eingebunden. Am organisatorischen Umgang mit dem Dienst ändert sich also wenig. Der Unterschied liegt weniger in der Nutzung als im Unterbau. Es handelt sich um ein offen entwickeltes, von der Linux Foundation getragenes Projekt statt eines proprietären Nachfolgers.

So läuft die Migration in der Praxis ab

STACKIT stellt für den Wechsel eine eigene Anleitung bereit. Die wesentlichen Schritte:

  1. Quelle isolieren: Die bestehende Redis-Instanz wird von Client-Verbindungen getrennt. Damit werden während der Migration keine neuen Daten mehr geschrieben.
  2. Backup erstellen: Ein manuelles Backup der Quell-Instanz wird über das Service-Dashboard ausgelöst und sicher hinterlegt. Das dient als Absicherung, bevor irgendetwas verändert wird.
  3. Ziel-Instanz anlegen: Eine neue Key-Value-Store-Instanz wird erstellt. Empfohlen wird mindestens die gleiche Kapazität (RAM, Storage, Nodes) wie die Quelle. Wichtig: In die Ziel-Instanz werden erst nach abgeschlossener Konsistenzprüfung Daten eingespielt.
  4. Zugangsdaten und Datenübertragung: Credentials für die neue Instanz werden über Portal, CLI oder Cloud-Foundry-Anbindung erstellt. Anschließend erfolgt die eigentliche Datenübertragung.

Benötigt werden dafür Standard-Tools wie die Valkey-CLI (kompatibel zur Redis-CLI), gunzip, openssl sowie, bei Cloud-Foundry-Nutzung, die CF-CLI ab Version 7. Neue Instanzen lassen sich direkt über das STACKIT Portal oder die API provisionieren.

 

Ein Hinweis zur Ehrlichkeit: Die Migration ist ein aktiver Prozess mit mehreren manuellen Schritten. Es handelt sich nicht um einen Ein-Klick-Umzug. Wer frühzeitig plant, hat aber bis August 2027 ausreichend Zeit, das sauber und ohne Zeitdruck umzusetzen.

Warum das für Sie strategisch relevanter ist, als es zunächst klingt

1. Investitionsschutz statt Neubau. Key Value Store ist auf Kompatibilität mit bestehenden Redis-Setups ausgelegt. Die Migration ist also ein Wechsel des Unterbaus, kein Neuaufbau Ihrer Anwendungslogik.

2. Die Übergangsphase ist beherrschbar. Mit einer Frist bis 1. August 2027 und einem dokumentierten Migrationsleitfaden müssen Sie nicht unter Zeitdruck handeln. Wer die Migration jetzt einplant, kann sie in ein reguläres Wartungsfenster legen, statt in eine Krisenreaktion kurz vor der Deadline.

3. Kein neuer Lock-in. Das ist vermutlich der wichtigste Punkt. Valkey wird von der Linux Foundation getragen. Wer ohnehin über Vendor-Unabhängigkeit nachdenkt, tauscht mit diesem Wechsel nicht einen proprietären Standard gegen den nächsten, sondern gegen ein offen weiterentwickeltes Projekt.

4. Der Dienst bleibt im gewohnten STACKIT-Ökosystem. Es gilt das gleiche Berechtigungs-, Rollen- und Backup-Konzept wie bei anderen Datenservices. Organisatorisch bleibt vieles beim Alten, auch wenn der Unterbau wechselt.

Sie müssen sich nicht zwischen Sicherheit und Fortschritt entscheiden

Die Sorge vor einer riskanten, aufwändigen Migration ist nachvollziehbar. Aber sie unterschätzt, wie gezielt STACKIT diesen Wechsel vorbereitet hat. Klare Frist, kompatibles Nachfolgeprodukt, dokumentierter Migrationspfad. Sie müssen Ihr produktives Setup nicht gegen Stabilität eintauschen, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

 

Sie betreiben STACKIT Redis produktiv und haben Fragen zur Migration auf Key Value Store? Als STACKIT-Partner steht Ihnen Rewion für Informationen und Beratung zur Verfügung. Melden Sie sich einfach bei uns.

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