Firmenhandys und -laptops sind längst nicht mehr nur im Büro im Einsatz. Mitarbeitende arbeiten von zu Hause, aus dem Zug oder beim Kunden und greifen dabei auf dieselben Unternehmensdaten zu wie am Schreibtisch vor Ort. Das ist praktisch, schafft aber auch Angriffsfläche. Ein verlorenes Gerät oder ein gestohlenes Passwort kann ausreichen, damit Unbefugte Zugang zu sensiblen Informationen erhalten. Multi Faktor Authentifizierung bei MDM-Geräten hilft bei diesem Problem, indem sie den Zugriff an mehrere unabhängige Nachweise knüpft. Was das konkret bedeutet und wie Unternehmen das sinnvoll umsetzen, zeigen wir in diesem Artikel.
Alle Mitarbeitenden und Freelancer, die sich in das Unternehmenssystem einloggen wollen, müssen sich ausweisen. Das ist grundsätzlich nichts Neues. Lange Zeit reichte dafür ein Passwort. Passwörter können allerdings erraten, gestohlen oder durch Phishing abgegriffen werden. Die Multi Faktor Authentifizierung löst das Problem, indem der Zugriff an mindestens zwei voneinander unabhängige Nachweise geknüpft wird.
Diese Nachweise lassen sich in drei Kategorien einteilen:
Bei MDM-verwalteten Geräten kommt zusätzlich der Vorteil dazu, dass das Gerät selbst im System registriert und bekannt ist. So entsteht die Möglichkeit, das Gerät als zusätzlichen Faktor zu nutzen. Der Zugriff ist also nur dann möglich, wenn das richtige Gerät, die richtige Person und der richtige Nachweis zusammenkommen. Das ist ein deutlich höheres Sicherheitsniveau als eine reine Passwortverwaltung ermöglicht.
Mobile Device Management bringt viele Vorteile für Unternehmen. Es ermöglicht, Geräte zentral zu verwalten, Sicherheitsrichtlinien durchzusetzen und im Verlustfall Daten aus der Ferne zu löschen. MDM schützt also das Gerät an sich, allerdings nicht den Zugang dazu. Gerade im Alltag können Situationen entstehen, in denen ein Passwort allein nicht ausreicht und ohne MFA Lücken aufkommen können:
Multi Faktor Authentifizierung bei MDM-Geräten senkt die Risiken durch solche Situationen deutlich. Ein abgegriffenes Passwort allein genügt nicht mehr, um sich Zugang zum Gerät zu verschaffen, weil der zweite Faktor fehlt. Damit scheitert der Angriff in den meisten Fällen an dieser Hürde.
MFA im MDM-Umfeld einzuführen ist grundsätzlich kein Mammutprojekt. Allerdings braucht es eine durchdachte Umsetzung, damit Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit zusammen funktionieren. Besonders wichtig ist es, MFA bereits in den Einrichtungsprozess neuer Geräte zu integrieren. Nimmt ein Mitarbeiter ein Firmengerät zum ersten Mal in Betrieb, sollte von Anfang an MFA eingerichtet werden. Ist das Modell fester Bestandteil des Prozesses, ist die Akzeptanz höher und Mitarbeitende müssen sich nicht nachträglich mit Veränderungen auseinandersetzen.
Darüber hinaus gibt es einige Punkte, die Unternehmen bei der Planung berücksichtigen sollten.

MDM und Multi Faktor Authentifizierung lösen unterschiedliche Probleme und ergänzen sich deshalb gut. MDM sorgt dafür, dass Geräte sicher verwaltet und im Ernstfall kontrolliert werden können. MFA stellt sicher, dass nur die richtigen Personen Zugang erhalten. Zusammen arbeiten sie gegen die häufigsten Ursachen für Cyberangriffe. Wichtig ist, MFA von Beginn an in Prozesse zu integrieren, Mitarbeitende zu schulen und die Nutzerfreundlichkeit im Blick zu halten. Benötigen Sie Unterstützung in der Einführung von MDM oder möchten sich zum Thema Multi Faktor Authentifizierung beraten lassen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.
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