Der Microsoft Sustainability Manager

Im Kampf gegen den Klimawandel spielen Unternehmen eine entscheidende Rolle. Wenn es Unternehmen gelingt, emissionsneutrale Lösungen an den Markt zu bringen, entsteht in vielen Fällen ein Wettbewerbsvorteil. Grund ist, dass inzwischen Kunden und Investoren hohen Wert auf Nachhaltigkeit legen. Zudem wollen immer mehr Arbeitnehmer für einen Arbeitgeber arbeiten, welcher einen positiven Einfluss auf die Umwelt hat. Zusätzlich müssen Unternehmen und deren Produkte immer schärfere Regulationen erfüllen. Zusammenfassend steht somit fest, dass eine immer größer werdende Zahl an Unternehmen ihre Emissionen erfassen, analysieren und senken muss. Hierbei soll der Microsoft Sustainability Manager Unternehmen unterstützen.

Der Microsoft Sustainability Manager automatisiert die Prozesse der Datenerfassung und -Verarbeitung. So entstehen schnell und einfach wertvolle Daten. Anhand dieser Daten können dann Ziele formuliert werden, um messbar nachhaltiger zu werden.

Wo entstehen Emissionen?

Zu Beginn muss man klarstellen, wo ein Unternehmen Emissionen verursacht. Hierbei teilt man den gesamten CO₂-Fußabdruck in drei Teile auf.

  • Direkte Emissionen (ESG Scope 1)
    Diese fallen durch das betriebliche Verbrennen von fossilen Brennstoffen an. In der Regel handelt es sich hierbei um Generatoren innerhalb von betrieblichen Einrichtungen oder Verbrennungsmotoren in Firmenfahrzeugen. Inzwischen machen direkte Emissionen nur noch ~10 % des gesamten CO2-Fußabdruck eines Unternehmens aus.
  • Indirekte Emissionen durch gekaufte Energie (ESG Scope 2)
    Hierbei handelt es sich um Energie aller Art, welche für jedweden Zweck erworben wurde.
  • Indirekte Emissionen durch Sonstiges (ESG Scope 3)
    Hierunter fallen alle emissionsrelevanten Aktivitäten wie Transport, Müll, Investments, gekaufte und verwaltete Besitztümer und der Lifecycle der eigenen Produkte.

Infolgedessen, dass direkte Emissionen nur ~10 % der gesamten Emissionen ausmachen, entstehen die restlichen ~90 % durch indirekte Aktivitäten. Daher bestehen große Einsparungsmöglichkeiten im Bereich des Lifecycle der eigenen Produkte und der Reisen von Mitarbeitern. Konkret bedeutet das, dass die Lösungen von Unternehmen während ihrer Nutzung so wenig wie möglich Abfall produzieren und Ressourcen verwenden sollten. Zudem ermöglichen cloudbasierte Tools zur Zusammenarbeit das Wegfallen von vielen Dienstreisen.

Der Aufbau des Microsoft Sustainability Managers

Der Sustainability Manager von Microsoft fokussiert sich auf drei Bereiche. Daten einspeisen, Daten analysieren und Ziele setzen sowie verfolgen. Ziel ist es, möglichst viele Anwendungsfälle mit dem Tool abzudecken und es Unternehmen und Organisationen zu ermöglichen, ihre individuellen Daten zu verarbeiten, analysieren und entsprechende Maßnahmen verfolgen, um nachhaltiger zu werden.

Daten einspeisen

Der Microsoft Sustainability Manager stellt Anleitungen zur Verfügung, um Datenquellen korrekt anzubinden. Hierbei wird der Anwender durch Instruktionen, Dokumente und Vorlagen unterstützt. Insgesamt gibt es vier Möglichkeiten, woher Daten stammen. Daten können manuell eingegeben, aus einem Dokument gelesen, aus einer Datenbank gelesen oder unmittelbar von einem Sensor stammen. Ist die Datenquelle angeschlossen, erfolgt die Datenerhebung von nun an automatisch.

Anschließend können Formeln und Verknüpfungen festgelegt werden, in welchen aus den Daten die Emissionswerte errechnet werden.

Daten analysieren

Die jetzt verfügbaren Daten werden durch den Microsoft Sustainability Manager übersichtlich in Dashboards und Kennzahlen dargestellt. Somit können nun aus den ehemaligen Rohdaten konkrete Aussagen gewonnen werden.

Ziele setzen und erfüllen

Schlussendlich können Unternehmen die Zahlen der Analyse für Ziele nutzen. So ist es möglich, Werte bis zu einem gewissen Zeitpunkt auf einen gewissen Wert zu drücken. Diese zielorientierte Aufgaben können im Sustainability Manager Personen zugewiesen und live verfolgt werden.

Vision & Bonus

Letztendlich sollen die gewonnen Erkenntnisse zu zwei langfristigen Zielen positiv beitragen. Zunächst soll jedes Unternehmen einen Wert für seinen CO₂-Fußabdruck ermitteln können, welcher Vergleiche zu anderen Unternehmen zulässt. Infolgedessen könnten Unternehmen quantitativ feststellen, ob Veränderungen Erfolg mit sich bringen.

Aktuell verarbeitet der Microsoft Sustainability Manager nur Daten zu CO₂-Emissionen. Darüber hinaus sollen in Zukunft die Punkte Wasser und Abfall folgen. Schließlich ist Nachhaltigkeit weit mehr als „nur“ CO₂. Ein wichtiger Punkt, den man beachten muss, ist die Datentransparenz und Datenrichtigkeit. In vielen Fällen ist es zurzeit nicht möglich, korrekte Daten zu erheben. Der Hauptgrund hierbei ist, dass Verursacher oder Anbieter keine Datentransparenz anbieten und nur Durchschnittswerte oder Schätzungen abgeben. Es ist für die Zukunft unbedingt erforderlich, dass hier die nötige Transparenz geschaffen wird.

Den Microsoft Sustainability Manager können Sie in einer Testversion einen Monat lang gratis ausprobieren.

Sollten Sie sich darüber hinaus für nachhaltige IT interessieren, dann lesen Sie gerne mehr zur Green IT auf unserer Blogseite.

Bei Fragen oder Anregungen zum Thema New Work, zur Microsoft Welt oder zu Collaboration Tools stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

 

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Yannick Hirt

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