Kundendaten, Artikelnummern, Kontenrahmen – Stammdaten bilden die Basis, um Bewegungsdaten richtig zuzuordnen und die eigenen Geschäftsprozesse zu analysieren. In vielen Unternehmen liegen Stammdaten in verschiedenen Systemen und die Erkenntnisse aus Datenanalysen bleiben hinter den Möglichkeiten zurück. Erfolgt eine Zusammenführung, gelingt sie oft nicht fehlerfrei, führt zu veralteten oder redundanten Datensätzen und damit verzerrten Reportings.
Gemeinsam machen wir Ihr SAP Stammdatenmanagement zukunftsfähig. Mit state of the art SAP Anwendungen managen Sie Ihre Daten zentral – von der Eingabe über Änderungen bis zur Archivierung der Daten. Das Ergebnis: Sie erhalten konsistente und aktuelle Stammdaten und schaffen die Basis für aussagekräftige Analysen und kluge Geschäftsentscheidungen.
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Stammdaten werden oft vernachlässigt, bis es zu unübersehbaren Problemen kommt. Waren Datensilos früher noch tolerierbar, können sich Unternehmen diese Strukturen heute nicht mehr leisten. In einer datengetriebenen Wirtschaft brauchen Unternehmen performante, skalierbare Stammdatenstrukturen.
Unternehmen müssen ihre IT-Infrastruktur modernisieren, damit sie Marketing, Vertrieb und Product Machine Learning und KI in ihren Analysen einsetzen können. Der Weg geht auch im Stammdatenmanagement in die Cloud und zu S/4HANA. Die Transformation kann zwar sukzessiv erfolgen, doch Unternehmen sollten jetzt beginnen, wenn sie auch in Zukunft relevant sein möchten.
Stammdaten bilden die Grundlage für Bonizahlungen und Partnerrollen – wir unterstützen Sie bei der Strukturierung Ihrer Geschäftsdaten, der Optimierung Ihrer Datenauswertung und der Integration in SAP- und Drittprogramme.
Der Materialstamm ist ein kritisches Datenbankobjekt zur Steuerung aller materialbezogenen Unternehmensprozesse. Wir unterstützen Sie, typische Fehler im Materialstamm zu beseitigen, eine verlässliche Datenqualität und ein einfaches Qualitätsmanagement sicherzustellen.
Mit SAP MDG führen Sie Ihre geschäftskritischen Daten aus verschiedenen Domänen zusammen und verwalten sie in einem zentralen Hub, on-premise oder in der Cloud – auch auf S/4HANA. Wir begleiten die Implementierung, die Migration in die Cloud und die Optimierung bestehender Strukturen.
Ob Anwender- oder Entwicklerschulungen, wir bringen neuestes Knowhow zum SAP Stammdatenmanagement in Ihr Team. Unsere Workshops für Einsteiger und Fortgeschrittene sind 100 % praxisrelevant, weil sie für Ihre Bedürfnisse konzipiert wurden. Sprechen Sie uns an.
SAP Stammdatenmanagement umfasst die strukturierte Verwaltung und Pflege zentraler Unternehmensdaten wie Materialien, Kunden, Lieferanten oder Geschäftsprozesse in SAP. Es sorgt dafür, dass Informationen konsistent, korrekt und jederzeit verfügbar sind, sodass Prozesse reibungslos funktionieren. Durch klare Verantwortlichkeiten, definierte Pflegeprozesse und einheitliche Datenstrukturen entsteht eine zuverlässige Grundlage für operative Abläufe. Ein professionelles Stammdatenmanagement unterstützt Unternehmen dabei, Fehler zu vermeiden, Transparenz zu erhöhen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Ein zentrales Stammdatenmanagement bietet klare Vorteile, da es Informationen konsistent hält und dadurch sowohl Prozessqualität als auch Systemverlässlichkeit verbessert. Unternehmen profitieren von einheitlichen Daten, weniger Fehlern und einer höheren Automatisierbarkeit ihrer Abläufe. Zudem lassen sich Änderungen systemweit nachvollziehen, wodurch Compliance-Anforderungen einfacher erfüllt werden. Durch transparente Verantwortlichkeiten und klar definierte Regeln entsteht eine stabile Grundlage, auf der operative und strategische Entscheidungen effizient unterstützt werden können.
Zu den Best Practices im SAP Stammdatenmanagement gehören klare Rollen und Verantwortlichkeiten, standardisierte Prozesse, einheitliche Datenmodelle sowie regelmäßige Qualitätsprüfungen. Ergänzend empfiehlt sich der Einsatz definierter Workflows, automatisierter Validierungen und strukturierter Freigabeprozesse. Eine enge Abstimmung zwischen Fachbereichen und IT sorgt dafür, dass Datenanforderungen sauber abgebildet werden. Durch kontinuierliche Governance und aktive Pflege entsteht eine langlebige Datenqualität, die operative Abläufe ebenso wie strategische Unternehmensziele zuverlässig unterstützt.
Rewion analysiert bestehende Datenstrukturen, identifiziert Qualitätsdefizite und entwickelt Konzepte für ein nachhaltiges Stammdatenmanagement mit SAP. Dabei werden Prozesse optimiert, Rollen klar definiert und technische Funktionen so eingesetzt, dass Datenqualität dauerhaft gewährleistet ist. Zusätzlich begleiten wir Sie bei der Einführung geeigneter Tools, bei Migrationsprojekten und beim Aufbau einer wirksamen Governance. Durch diese strukturierte Vorgehensweise erhalten Sie ein Stammdatenmanagement, das effizient und langfristig robust aufgebaut ist.
Rewion überzeugt durch methodische Stärke, tiefes Prozessverständnis und eine klare Ausrichtung auf nachhaltige Datenqualität. Sie profitieren von einer unabhängigen Perspektive, einer strukturierten Vorgehensweise und praxisnahen Empfehlungen, die organisatorische und technische Aspekte berücksichtigen. Durch enge Zusammenarbeit entsteht ein Stammdatenmanagement, das langfristig zuverlässig funktioniert und die Grundlage für stabile Prozesse bildet. Rewion verbindet dabei strategisches Denken mit operativer Umsetzungskompetenz, um bestmögliche Ergebnisse zu erreichen.
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RAPS hat seine Logistikprozesse am Standort Österreich erfolgreich auf ein zentrales SAP ERP System harmonisiert. Die Lagerverwaltung erfolgt über SAP MM und die Versandabwicklung über SAP LE. Im Bereich Export bestand Potenzial, Abläufe noch effizienter zu gestalten und stärker zu standardisieren, bei gleichzeitiger Beibehaltung der bewährten Flexibilität für die individuelle Beladung der LKW für einzelne Kunden. Ziel des Projekts war die Weiterentwicklung und Optimierung der Abläufe im Export-Versand sowie die Umsetzung identifizierter Verbesserung in SAP.
Das Projekt hatte das Ziel, langfristig Kosten in den Bereichen Prozesse, Daten und Support durch die Harmonisierung von Daten und Abläufen in 14 weltweiten Produktionsstandorten zu reduzieren. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Optimierung der Supply-Chain und Fertigung. Um dies zu erreichen, wurde ein globales Logistik-Template entwickelt und implementiert, das zunächst im Headquarter mit S/4HANA erweitert und dort eingeführt wurde, bevor es auf mehr als 14 Standorte des Unternehmens ausgerollt wurde.
Ziel des Projekts war die Evaluierung von SAP Build Process Automation im Vergleich zu bereits im Einsatz befindlichen Automatisierungstools wie Automation Anywhere und UIPath anhand der Automatisierung des BANF-Anlageprozesses via Fiori App.
Ebenfalls sollte eine Entscheidungsvorlage erstellt werden für den strategischen Einsatz von SAP Build Process Automation innerhalb produktionskritischer und unkritischer Bereiche eines Automobilherstellers.
Der Kunde, der Produkte mit sehr langen Produktlebenszyklen herstellt, hatte bisher eine uneinheitliche Verwaltung über verschiedene Systeme, Prozesse und Standorte. Um eine Harmonisierung in Bezug auf Prozesse und Systeme über verschiedene Produktionsstandorte zu erreichen, wurde eine vollständig neue PLM-Landschaft mithilfe des Greenfield-Ansatzes aufgebaut. Dieser umfassende Prozess wurde durch ein strategisch ausgerichtetes Programm gesteuert, das mehr als 30 Projekte umfasste.
Der Kunde entschied sich für die Migration von SAP ECC zu S/4HANA unter Verwendung des Greenfield-Ansatzes. Die essenziellen Stammdaten, darunter Materialstamm, Dokumente, Materialstückliste und Änderungsnummern, wurden innerhalb des Projekts erfolgreich von ECC nach S/4HANA migriert. Diese umfassende Umstellung betraf insgesamt 15 internationale Standorte.
Im Rahmen einer Werkseinführung in Mexiko war es Teil des Projekts, SAP an diesem neuen Standort zu implementieren. Dies umfasste die Erweiterung des bestehenden SAP ERP-Systems um das Werk in Mexiko, einschließlich der Definition aller relevanten Geschäftsprozesse und der technischen Entwicklung. Ein wesentlicher Schwerpunkt des Projekts lag zudem auf der Neueinführung der Serialisierung.
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Technologie allein macht noch keine Customer Experience. Dieses Whitepaper zeigt, warum der Mensch im Mittelpunkt jeder erfolgreichen CX-Initiative steht – und wie psychologische Prinzipien in Projekten und Kundeninteraktionen gezielt zum Erfolg beitragen können.
CX und ERP sind keine Gegensätze – sie sind zwei Seiten derselben Medaille. Erfahren Sie, wie Unternehmen durch die intelligente Integration von SAP S/4HANA und SAP CX nahtlose Kundenerlebnisse schaffen und gleichzeitig Prozesseffizienz und Datenqualität steigern.
Dieses Whitepaper ist ein praktischer Leitfaden zur Nutzung der SAP Application Extension Methodology, mit dem Sie sich sicher durch die Komplexität von SAP-Erweiterungen bewegen können. Es entmystifiziert den Prozess und bietet einen klaren Ansatz in 3 Phasen:
Lesen Sie, wie Sie SAP Cloud ALM als zentrale Plattform zur Unterstützung der Implementierung, des Betriebs und der kontinuierlichen Optimierung von Cloud-, Hybrid- und On-Premise-Lösungen einsetzen können.
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SAP hat angekündigt, SAP Build Apps als eigenständiges Standalone‑Produkt zum 30. September 2026 einzustellen.
Für viele Unternehmen ist das mehr als eine übliche Produktabkündigung. Bestehende Anwendungen lassen sich nicht einfach „umstellen“. Sie müssen neu gedacht und in vielen Fällen manuell neu aufgebaut werden.
Genau deshalb ist eine Build Apps Migration kein reines Technikprojekt. Sie ist eine geplante Transition, die mehrere Ebenen betrifft: das Applikationsportfolio, die Architektur, den Betrieb und nicht zuletzt die benötigten Skills.
Dieser Artikel ordnet die Entscheidung der SAP ein, beschreibt die wichtigsten technischen Konsequenzen und zeigt realistische Handlungsoptionen auf. Dazu zählen der Wechsel in das neue SAP Build Angebot, ein Neubau mit SAPUI5 und CAP sowie der Einsatz von Drittanbieter‑Plattformen.
Die Zielgruppe sind IT‑Leitungen, Enterprise‑ und Solution‑Architekt:innen, Product Owner sowie Verantwortliche für SAP BTP, die bestehende Build‑Apps‑Anwendungen absichern und eine tragfähige Nachfolgestrategie entwickeln müssen.
Um die Tragweite der Abkündigung zu verstehen, hilft ein kurzer Blick in die Vergangenheit: SAP übernahm AppGyver im Februar 2021 und integrierte die No‑Code‑/Low‑Code‑Plattform später als SAP Build Apps in die SAP BTP. Der Ansatz passt zur propagierten Clean‑Core‑Strategie, da so Erweiterungen außerhalb des S/4HANA‑Kerns ermöglicht wurden.
Bereits zuvor gab es erste Einschnitte. Die AppGyver Community Edition verlor ihren Support zum 30. September 2024. Im April 2025 folgte schließlich der Launch des Unified SAP Build Ansatzes. Apps, Prozesse und Work‑Zone‑Themen wurden stärker zusammengeführt und in eine gemeinsame Lobby integriert.
Die Abkündigung der Standalone‑Variante ist eine Weiterführung dieser Konsolidierung. SAP möchte die Werkzeuge für Anwendungen, Prozessautomatisierung und Portale in einem integrierten Angebot bündeln.
Auf dem Papier wirkt das vereinfachend. Für Bestandskunden bedeutet es jedoch einen harten Schnitt. Das frühere Standalone Build Apps basiert technologisch auf anderen Grundlagen als das neue Unified‑Umfeld.
Die wichtigste technische Aussage lässt sich klar zusammenfassen: Für Frontend‑Projekte existiert kein automatisierter Migrationspfad.
Konkret bedeutet das, dass Seiten, Datenbindungen, Logikflüsse, Navigationen und individuelle Komponenten in der Zielumgebung manuell neu aufgebaut werden müssen.
Was viele Teams an Build Apps überzeugt hat – die visuelle Modellierung von Logikflüssen – wird in der Transition zur größten Herausforderung. Es gibt kein Werkzeug, das visuelle Logikdiagramme automatisiert in die neue Architektur überführt. Der Grund hierfür liegt in den unterschiedlichen Grundlagen der Systeme. Während das ursprüngliche Build Apps unter anderem auf steroids.js und AngularJS basierte, orientiert sich das neue Unified‑Angebot an SAP‑Standards wie SAPUI5 und dem Cloud Application Programming Model (CAP).
Das bedeutet nicht, dass ein Migrationspfad grundsätzlich unmöglich gewesen wäre. SAP hat sich jedoch bewusst dagegen entschieden, auch für Standardszenarien einen solchen bereitzustellen.
In der Praxis müssen bestehende Anwendungen daher zunächst sauber dokumentiert und anschließend neu implementiert werden. Betroffen sind unter anderem Variablenbindungen, Formeln, Event‑Handler, Navigationslogik sowie Custom‑JavaScript‑Komponenten.
Für Backend‑Projekte beschreibt SAP zumindest einen rudimentären Weg, Daten zu übernehmen. Dieser Ansatz ist jedoch eher eine manuelle Datenrettung als eine Migration im klassischen Sinn.
Entitäten werden einzeln aus dem Datenbrowser als CSV‑Dateien exportiert. In der Zielumgebung – idealerweise in einem CAP‑Projekt – müssen passende Tabellen manuell angelegt werden. Anschließend erfolgt der Import der CSVs.
Nicht automatisch übernommen werden dabei Beziehungen zwischen Entitäten, Metadaten, Berechtigungsstrukturen und weitere implizite Regeln. Genau diese Aspekte sind in produktiven Anwendungen häufig kritisch. Zusätzlich entsteht ein Integrationsrisiko: Wenn bestehende Frontends Services konsumieren, sollten neue CAP‑Services möglichst kompatible API‑Signaturen bereitstellen, um den Anpassungsaufwand im Frontend zu begrenzen.
Wenn Sie SAP Build Apps produktiv einsetzen, sollten Sie die Situation nicht als „ein Projekt“ betrachten, sondern als Portfolio‑Entscheidung.
Nicht jede Anwendung benötigt denselben Zielpfad.
Ein strukturiertes Application‑Portfolio‑Management hilft, Prioritäten zu setzen. Typische Kriterien sind strategische Relevanz, technische Komplexität und Änderungsdynamik.
SAP garantiert den weiteren Betrieb bis zum Ende laufender Verträge. Das gilt unabhängig vom Lizenzmodell. SLAs und Wartungszusagen bleiben bestehen.
Diese Option ist jedoch mit Einschränkungen verbunden. Für die Standalone‑Version sind keine neuen Funktionen vorgesehen. Neue Sicherheitsstandards oder Innovationen wie die tiefere Integration von Joule fließen primär in das Unified Offering.
Zudem wird es zunehmend schwieriger, qualifizierte Fachkräfte für eine auslaufende Technologie zu finden.
Abwarten kann daher sinnvoll sein, wenn Anwendungen stabil sind oder ohnehin vor September 2026 abgelöst werden. Für alle anderen stellt es meist nur einen zeitlichen Aufschub dar.
Der offizielle SAP‑Pfad ist der Umstieg auf das vereinheitlichte SAP Build Angebot.
Der Mehrwert liegt nicht in einer automatisierten Migration, sondern in einer konsolidierten Entwicklungsumgebung. Low‑Code, Pro‑Code und KI‑gestützte Funktionen sind zentral gebündelt.
Viele Unternehmen nutzen den Neubau gezielt, um technische Schulden abzubauen. Anwendungen werden auf einer moderneren Architektur neu aufgesetzt – mit klarer Trennung von Frontend, Services und Datenmodell.
Gleichzeitig sollte kritisch geprüft werden, ob und in welchem Umfang Investitionen in ein weiteres SAP‑Innovationsprodukt sinnvoll sind, dessen langfristige Stabilität sich erst bewähren muss.
Für geschäftskritische Anwendungen ist der Einschnitt ein Anlass, wieder stärker auf Pro‑Code zu setzen.
CAP und SAPUI5 gelten als strategische SAP‑Standards. Sie bieten langfristige Wartbarkeit und reduzieren die Abhängigkeit von kurzfristigen Tool‑Entscheidungen.
CAP strukturiert die Service‑Entwicklung und etabliert bewährte Enterprise‑Patterns. UI5 – ergänzt durch Fiori Elements – kann die Entwicklung standardisierter Oberflächen beschleunigen.
Der höhere Schulungsaufwand ist real, rechnet sich aber häufig über den Lebenszyklus zentraler Anwendungen.
Einige Unternehmen evaluieren bewusst Alternativen außerhalb des SAP‑Portfolios. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Fachbereiche stark eingebunden sind, Time‑to‑Market im Fokus steht oder mobile Szenarien besondere Anforderungen stellen.
Plattformen wie Simplifier, Neptune DXP oder Mendix adressieren unterschiedliche Schwerpunkte – von schneller Fiori‑Entwicklung über ABAP‑nahe Architekturen bis hin zu komplexen, systemübergreifenden Anwendungen.
Gleichzeitig erhöht ein Drittanbieter die Abhängigkeiten, beeinflusst Lizenzkosten und steigert die Komplexität der Landschaft. Dieser Weg sollte daher gut abgewogen sein.
Die größte Gefahr in solchen Umbruchphasen ist Aktionismus: Einzelne Apps werden hektisch neu gebaut, während das Gesamtportfolio unklar bleibt. Besser ist ein klarer Ablauf, der technische und organisatorische Arbeitspakete verbindet.
Der erste Schritt ist eine vollständige Inventarisierung Ihrer SAP Build Apps Lösungen:
Daraus entsteht eine Priorisierung nach strategischer Relevanz und technischer Komplexität. So vermeiden Sie, dass knappe Kapazitäten in Apps fließen, die ohnehin abgelöst werden.
Zum Schluss entscheidet die Umsetzungsgeschwindigkeit oft über Erfolg oder Stillstand. Deshalb ist es sinnvoll, frühzeitig Pilot‑Apps auszuwählen: eine einfache, eine mittelkomplexe und eine kritische App. Auf dieser Basis können Sie Standards für Architektur, Security, Naming, Transport/Deployment und Tests definieren und diese Standards danach konsequent für die restliche Build Apps Migration anwenden.
SAP setzt stark auf generative KI, um den Neubau zu beschleunigen. Joule soll in SAP Build Code und Build Apps helfen, Anforderungen schneller in umsetzbare Strukturen zu übersetzen. Der Trend geht damit von reinem Low‑Code stärker in Richtung „KI‑assistierter“ Entwicklung, bei der Menschen Ergebnisse prüfen, integrieren und absichern.
Wichtig ist hier aber die Erwartungshaltung: KI kann Zeit sparen, sie ersetzt aber nicht die Kernarbeit der Transition – also saubere Zielarchitektur, klare Verantwortlichkeiten, Sicherheitskonzept, Tests und Betriebsprozesse.
Nachdem wir im im ersten Teil unserer Blogreihe das Extensibility-Modell grundlegend betrachtet haben, widmen wir uns nun der praktischen Anwendung bei der Erweiterung von SAP S/4HANA. Die fundamentale Systementscheidung für eine Architektur auf der SAP Business Technology Platform (BTP) gegenüber einem On-Stack-Ansatz definiert maßgeblich die Performance, Wartbarkeit und Skalierbarkeit künftiger Entwicklungen. Eine klare S/4HANA Erweiterungsstrategie hilft dabei, die Vorteile beider Welten effizient zu nutzen. Während direkte Erweiterungen im ERP-Kern einen tiefgreifenden Zugriff auf lokale Geschäftsprozesse bieten, eröffnet die Cloud neue Wege für die Integration von Drittsystemen und externen Nutzergruppen. Dieser Artikel bietet konkrete Entscheidungskriterien für technische Projektleiter, Enterprise-Architekten und leitende SAP-Entwickler.
Die Entwicklung direkt im S/4HANA-System stellt die engste Form der Systemerweiterung dar. Sie unterteilt sich heute in zwei primäre Bereiche, wobei die Key User Extensibility vor allem Anwender mit tiefem Prozessverständnis anspricht. Diese können über integrierte Wizard-Tools benutzerdefinierte Felder, einfache Validierungen oder analytische Ansichten generieren, ohne tiefgehende Programmierkenntnisse zu besitzen. Mit dem Release S/4HANA 2025 FPS01 hat SAP diesen Bereich funktional deutlich aufgewertet. Es ist nun möglich, vollwertige Fiori-Elements-Anwendungen für benutzerdefinierte Geschäftsobjekte mit wenigen Klicks zu erstellen und die Verhaltenssteuerung für SAP-eigene Objekte nahtlos anzupassen.
Sobald die fachlichen Anforderungen komplexer werden, kommt die Developer Extensibility zum Einsatz. Sie stellt professionellen Entwicklern das moderne ABAP Cloud Modell zur Verfügung. Der entscheidende architektonische Vorteil dieses On-Stack-Ansatzes liegt in der physischen und logischen Nähe zu den Geschäftsdaten. Dadurch bleiben die transaktionale Integrität und hohe Ausführungsgeschwindigkeiten gewahrt, da keine externen Schnittstellenaufrufe notwendig sind.
Im Gegensatz dazu steht die Side-by-Side Extensibility auf der SAP BTP, bei der Applikationen vollständig außerhalb des ERP-Kerns entwickelt und betrieben werden. Die Kommunikation erfolgt ausschließlich über lose gekoppelte, freigegebene Remote-APIs oder asynchrone Ereignisse über den Event Mesh. Dieses Modell eignet sich besonders für Applikationen, die für externe Endnutzer wie Lieferanten oder Endkunden gedacht sind. Die BTP fungiert hierbei als sichere, isolierte Zone, die den internen ERP-Kern schützt. Zudem ist dieses Muster ideal für Partner, die eigenständige und mandantenfähige Software-as-a-Service Lösungen entwickeln möchten.
Bei der Wahl des Programmiermodells innerhalb der S/4HANA Erweiterungsstrategie stehen das SAP Cloud Application Programming Model (CAP) und das ABAP RESTful Application Programming Model (RAP) im Fokus. Während Entwicklungen über das RAP-Modell On-Stack meist keine zusätzlichen Lizenzkosten verursachen, erfordert die ABAP Environment auf der BTP eine eigene Subskription. Im Vergleich dazu bieten CAP-Anwendungen auf Cloud Foundry ein granulareres Preismodell, was je nach Projektumfang wirtschaftlicher sein kann.
Die Entscheidung zwischen On-Stack und Side-by-Side erfordert eine genaue Analyse der Datenströme, da eine Lösung auf der BTP nicht automatisch effizienter ist. Ein kritischer Faktor bleibt die physikalische Bindung von Daten an ihren Ursprungsort. Wenn Millionen von Datensätzen über OData-Schnittstellen übertragen werden, entstehen unweigerlich Performance-Engpässe, sofern der BTP-Subaccount und das S/4HANA-System nicht geografisch und infrastrukturell optimal aufeinander abgestimmt sind.
Neben den Latenzen stellt die sogenannte Principal Propagation eine administrative Hürde dar. Sie erfordert eine komplexe Konfiguration des SAP Cloud Connectors sowie den Import von Zertifikaten und regelbasierte Mappings im System. On-Stack-Erweiterungen punkten hier durch die native Nutzung lokaler Berechtigungskonzepte, was die Stabilität erhöht. Cloud-Szenarien verlangen hingegen eine exakte Synchronisation der Identitätsdaten zwischen dem lokalen System und dem Cloud-Identitätsanbieter.
Um Ihnen die Navigation durch diese komplexen Abwägungen zu erleichtern, bietet die folgende Infografik eine grobe Entscheidungsgrundlage, welche die wichtigsten Kriterien von der Datenlast bis hin zum Nutzerkreis visualisiert.

Da keine der beiden Varianten isoliert alle modernen Anforderungen abdeckt, liegt die optimale Lösung für komplexe Szenarien häufig in einer hybriden Architektur. Hierbei werden datenintensive Kernprozesse performant On-Stack mittels ABAP Cloud abgewickelt, während kundenorientierte Frontends oder die Integration von Drittsystemen flexibel über die BTP realisiert werden. Die Wahl der Bereitstellungsform beeinflusst langfristig sowohl die Backend-Performance als auch die Flexibilität Ihrer Systemlandschaft. Im dritten Teil dieser Serie analysieren wir, wie sich diese Faktoren künftig auf Benutzeroberflächen und die Integration von künstlicher Intelligenz auswirken.
Gerne unterstützen wir Sie bei diesen komplexen Fragestellungen durch detaillierte Machbarkeitsstudien, um die perfekte Balance zwischen Cloud-Innovation und ERP-Stabilität für Ihr Unternehmen zu finden. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch oder lesen Sie unsere weiteren Blogartikel zu den Themen Clean Core und SAP BTP Integration.
Die Architektur von Unternehmenssoftware durchläuft einen fundamentalen Wandel. Historisch gewachsene ERP-Landschaften zeichnen sich durch tiefgreifende, monolithische Strukturen aus. Kundenindividueller Code greift häufig in Form von Modifikationen oder User Exits direkt und ungeschützt in den Kern des Systems ein. Diese über Jahrzehnte übliche Praxis führt heute zu erheblicher technischer Schuld, bremst die Agilität von Unternehmen, und macht Systemupgrades komplex und kostenintensiv. Um in einem dynamischen Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben, ist die Umsetzung einer Clean Core Strategie unerlässlich. Diese fordert eine strikte technologische Entkopplung von Standardsoftware und individuellen Anpassungen. Unser erster Beitrag dieser dreiteiligen Blogreihe richtet sich gezielt an Enterprise Architekten, leitende SAP-Entwickler und IT-Strategen, die eine performante, wartbare und zukunftssichere Systemlandschaft konzipieren möchten.
Der Begriff des „sauberen Kerns“ wird in der globalen Entwicklergemeinschaft intensiv diskutiert und oft missverstanden. Kundenindividueller Code muss nicht vollständig vermieden werden. „Clean Core“ bedeutet Erweiterung technologisch so zu entkoppeln und zu standardisieren, dass der eigentliche SAP-Standard unangetastet bleibt. Dadurch lassen sich künftige Releases ohne manuellen Anpassungsaufwand einspielen. Das Ziel ist es, Upgrades reibungslos zu gestalten, Altlasten abzubauen und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz nahtlos zu integrieren. Für einen dauerhaft effizienten Betrieb stützt sich dieses Architekturkonzept auf fünf Kernprinzipien: durchgängige Prozesse, nahtlose Integration, verlässliche Datenqualität, effiziente Operations und eine standardisierte Erweiterbarkeit.
Im Bereich der Erweiterbarkeit hat die SAP ihre Vorgaben zuletzt stark an die Realität historisch gewachsener Systeme angepasst. Ursprünglich wurde der Entwickler-Community ein striktes Drei-Tier-Modell vorgegeben. Dieses unterschied zwischen Cloud-konformen Erweiterungen (Tier 1), Brückenlösungen (Tier 2) und klassischen, modifizierenden Anpassungen (Tier 3). Dieses binäre System aus „erlaubt“ und „verboten“ erwies sich jedoch in der Migrationspraxis als viel zu restriktiv. Als Lösung führt die SAP ein differenziertes Modell mit vier Leveln ein, das die Kompatibilität von Erweiterungen wesentlich granularer bewertet und einen realistischeren Transformationspfad aufzeigt.
Das sogenannte A-D Extensibility Modell klassifiziert den individuellen Code anhand seiner technischen Umsetzung und der genutzten Schnittstellen in folgende vier Kategorien beziehungsweise Stufen:
Level A (ABAP Cloud Readiness): Die sauberste Form der Erweiterung nutzt exklusiv offiziell freigegebene SAP-APIs sowie das ABAP Cloud Entwicklungsmodell. Diese Stufe garantiert höchste Upgrade-Stabilität ohne manuellen Anpassungsaufwand und ist vollständig Cloud-ready.
Level B (Classic SAP APIs): Auf dieser Ebene nutzt der Code klassische, gut dokumentierte SAP-APIs wie BAPIs oder freigegebene BADIs und folgt den etablierten Best Practices für die klassische ABAP-Entwicklung. Diese Stufe bietet eine sehr hohe Stabilität, erfordert bei Upgrades in der Regel nur marginale funktionale Prüfungen und gilt im Rahmen von Private Cloud Deployments oder On-Premise-Szenarien als valide und zukunftssichere Basis.
Level C (Unreleased SAP Objects): Diese Stufe umfasst die Nutzung interner SAP-Objekte, die nicht offiziell für Kunden freigegeben wurden. Die Stabilität ist hier nur bedingt gegeben, da vor jedem Upgrade eine zwingende technische Verifizierung der genutzten Objekte über das Changelog erforderlich ist.
Level D (Modifications & Technical Debt): Diese kritische Stufe umfasst die Nutzung explizit nicht empfohlener Objekte, direkte Kernmodifikationen des SAP-Standards oder veraltete, invasive Techniken wie implizite Enhancements. Code auf diesem Level erzeugt massive technische Schulden, verhindert reibungslose Upgrades und muss im Rahmen der Transformation zwingend in höhere Level refaktoriert werden.
Die rein theoretische Definition dieser vier Level reicht für eine erfolgreiche und nachhaltige Architektur-Transformation jedoch bei Weitem nicht aus. Es bedarf einer strengen Governance, um sicherzustellen, dass Entwicklungsteams diese Leitplanken im Arbeitsalltag konsequent einhalten. Die technische Einhaltung dieser strikten Vorgaben wird durch das ABAP Test Cockpit (ATC) unterstützt, welches den Code automatisiert auf seine ABAP Cloud Readiness prüft und detaillierte Fehler oder Warnungen ausgibt, sobald ein Entwickler den im System definierten Clean Core Standard verlässt. Um Entwicklern den Übergang zu erleichtern, stellt die SAP den SAP Extensibility Explorer sowie das Cloudification Repository zur Verfügung. So können Sie bereits in der Designphase freigegebene Schnittstellen identifizieren und neue Erweiterungen direkt konform zu Level A entwickeln.
Trotz dieser klaren strategischen Ausrichtung gibt es in der realen Projektpraxis weiterhin erhebliche Herausforderungen. Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) hat diese kritische Situation bereits auf den Technologietagen 2025 unter dem Motto „Strategy Royale: Call, Raise or Fold?“ intensiv diskutiert. Die mit Abstand größte technische Hürde bei der Umsetzung der Clean Core Paradigmen ist derzeit die mangelnde Verfügbarkeit von Level-A-kompatiblen, freigegebenen Schnittstellen.
Wie sich diese theoretischen Vorgaben in der Praxis umsetzen lassen und welche Kriterien die architektonische Entscheidung zwischen On-Stack-Erweiterungen und Side-by-Side-Bereitstellungen beeinflussen, beleuchten wir im zweiten Teil dieser Blogreihe.
Eine fundierte Entscheidung bildet hier das Rückgrat Ihrer digitalen Transformation. Unser Expertenteam begleitet Sie gerne bei der strategischen Neuausrichtung Ihrer Systemlandschaft. Wir führen tiefgreifende Code-Analysen Ihres S/4HANA-Systems mittels ATC durch und erarbeiten einen belastbaren Refactoring-Plan, um Ihre historischen Modifikationen sicher in die Level A und B zu überführen. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um Ihre individuelle Roadmap für einen Clean Core zu definieren.
Die Nachfrage nach maßgeschneiderten Unternehmensanwendungen wächst, während traditionelle Entwicklungszyklen oft zu langsam sind, um Schritt zu halten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, innovative Lösungen zu liefern und die Lücke zwischen den Anforderungen der Fachabteilungen und den Kapazitäten der IT zu schließen. Dieser Artikel zeigt, wie SAP Build Apps, die Low-Code-Plattform von SAP, diese Herausforderungen meistert und eine neue Ära der Anwendungsentwicklung einläutet. Dieser Artikel richtet sich an Fachanwender und professionelle Entwickler, die einen umfassenden Einblick in die Plattform und ihre strategische Rolle im SAP-Ökosystem erhalten möchten.
SAP Build Apps ist eine Low-Code-/No-Code-Plattform (LCNC), die es Benutzern ermöglicht, mobile und Web-Anwendungen visuell zu erstellen, ohne eine einzige Zeile Code schreiben zu müssen. Sie ist das Ergebnis der Übernahme von AppGyver durch SAP im Jahr 2021. Die Plattform hat die intuitive, visuelle Entwicklungsumgebung von AppGyver beibehalten, wurde jedoch um wesentliche Unternehmensfunktionen wie verbesserte Authentifizierungsmechanismen, robuste Datenintegration und ein umfassendes Lebenszyklusmanagement erweitert. Das stellt sicher, dass die erstellten Apps den hohen Anforderungen an Sicherheit und Skalierbarkeit in großen Unternehmen gerecht werden.
Die Plattform richtet sich an eine breite Zielgruppe, die sogenannten „Citizen Developers“. Damit gemeint sind technisch versierte Fachexperten, die keine Programmierkenntnisse haben. Diese können mit der intuitiven Benutzeroberfläche maßgeschneiderte Geschäftsanwendungen entwickeln. Gleichzeitig können auch professionelle Entwickler die Plattform nutzen, um schnell Prototypen zu erstellen oder komplexe Anwendungen zu realisieren.
SAP Build Apps ist kein isoliertes Produkt, sondern ein wesentlicher Bestandteil des umfassenden SAP Build Portfolios. Dieses Portfolio ist eine ganzheitliche Lösung, die die Erstellung von Anwendungen, die Automatisierung von Prozessen und die Gestaltung digitaler Arbeitsbereiche vereint. Neben SAP Build Apps umfasst es auch SAP Build Process Automation zur visuellen Automatisierung von Workflows und SAP Build Work Zone zur Erstellung personalisierter, digitaler Arbeitsbereiche. Diese strategische Bündelung ermöglicht es Unternehmen, ihre Digitalisierungsstrategien ganzheitlich umzusetzen und alle Aspekte ihrer Abläufe zu optimieren.
Die technische Grundlage für SAP Build Apps ist die SAP Business Technology Platform (BTP). Die BTP dient als zentrales Fundament für Integration, Datenmanagement, Sicherheit und künstliche Intelligenz. Durch diese tiefe Einbettung ist eine nahtlose und sichere Anbindung an Kernsysteme wie SAP S/4HANA sowie an Lösungen von Drittanbietern gewährleistet. Services wie die SAP Integration Suite vereinfachen die Konnektivität und ermöglichen die Nutzung von Daten aus heterogenen Systemen, um umfassende Unternehmensanwendungen zu erstellen.
Ein zentraler strategischer Ansatz, den SAP mit seiner Plattform vorantreibt, ist das sogenannte Fusion Development. Dieser Ansatz überwindet traditionelle Silos, indem Fachanwender und professionelle Entwickler gezielt zusammenarbeiten. Der Fachexperte, der die Geschäftsanforderungen am besten kennt, entwirft die Benutzeroberfläche und die prozessorientierte Logik mithilfe der No-Code-Tools. Gleichzeitig sichert der IT-Experte im Hintergrund die Anbindung an Systeme wie SAP S/4HANA und gewährleistet die Skalierbarkeit. Diese kollaborative Vorgehensweise beschleunigt Innovationszyklen drastisch, da Anwendungen in Wochen statt in Monaten entwickelt werden können. Das stellt sicher, dass die resultierenden Lösungen ideal auf die realen Geschäftsbedürfnisse zugeschnitten sind, was die Akzeptanz und den Nutzen erhöht.
SAP Build Apps zeichnet sich durch eine Reihe von Kernfunktionen aus, die eine schnelle und effiziente App-Entwicklung ermöglichen:

Ein wichtiger Aspekt für Unternehmen ist die Fähigkeit, sogenannte „Side-by-side Extensions“ zu erstellen. Anstatt den stabilen und kritischen Kern von SAP S/4HANA zu modifizieren, werden neue Anwendungen und Prozesse als unabhängige Services auf der SAP BTP erstellt. Diese Strategie, auch als „Clean Core“ bezeichnet, ermöglicht schnelle Digitalisierung und Innovation, ohne die Integrität des Kern-ERP-Systems zu gefährden. So können maßgeschneiderte Apps sicher auf die Stammdaten von SAP S/4HANA zugreifen, um individuelle Geschäftsanforderungen zu erfüllen und gleichzeitig eine saubere, wartbare Systemlandschaft zu bewahren.
Obwohl SAP Build Apps als „No-Code“-Plattform beworben wird, berichten viele Anwender von einer „steilen Lernkurve“. Diese Komplexität liegt nicht im visuellen Drag-and-Drop-Design, das oft gelobt wird, sondern in der Notwendigkeit, komplexe Geschäftslogik und Datenmanipulationen zu beherrschen. Insbesondere der Formeleditor erfordert ein grundlegendes Verständnis von Datenstrukturen und deren Manipulation, da er fast 400 verschiedene Funktionen umfasst.
Um diese Herausforderung zu meistern, sind bewährte Strategien unerlässlich. SAP bietet offizielle „Learning Journeys“ und „Expert Guided Implementation Services“ an, um einen schrittweisen Einstieg zu ermöglichen. Zudem stellt die SAP-Community eine Fülle von Tutorials und Blog-Beiträgen bereit, die komplexe Themen in leicht verständlichen Häppchen erklären.
Mit der zunehmenden Anzahl von selbst erstellten Apps in einem Unternehmen steigt das Risiko, eine unübersichtliche Landschaft von schwer wartbaren Anwendungen zu schaffen. Eine zentrale Governance ist daher von entscheidender Bedeutung. Die Einrichtung eines Center of Excellence (CoE) kann die Einhaltung von Standards sicherstellen, Best Practices fördern und wiederverwendbare Komponenten bereitstellen. Dies gewährleistet eine konsistente Qualität und effiziente Entwicklung, auch in der Low-Code-Welt.
SAP Build Apps ist ein integraler Bestandteil des SAP-Ökosystems, der die Entwicklung von Unternehmensanwendungen demokratisiert. Durch die Kombination von visueller Entwicklung, tiefer Integration in die SAP BTP und strategischen Ansätzen wie Fusion Development ermöglicht es Unternehmen, schneller und agiler auf die Anforderungen des Marktes zu reagieren. Die Plattform überwindet die traditionelle Trennung von Fachabteilungen und IT und schafft eine Umgebung, in der jeder entsprechend seinem Kenntnisstand effizient zur digitalen Transformation beitragen kann. So schließt SAP die Lücke zwischen den Anforderungen des Business und den Fähigkeiten der IT.
Sie planen, Ihr eigenes Low-Code-Projekt zu starten oder möchten mehr darüber erfahren, wie SAP Build Apps Ihr Unternehmen unterstützen kann? Wir beraten Sie gerne und erstellen gemeinsam mit Ihnen eine maßgeschneiderte Strategie für die Anwendungsentwicklung. In unserer Blogreihe finden Sie weitere Artikel, die sich detailliert mit den anderen Komponenten des SAP Build Portfolios beschäftigen, wie SAP Build Process Automation, SAP Build Code und SAP Build Work Zone.
Der Zugriff auf die richtigen Informationen zur richtigen Zeit ist entscheidend für die Produktivität jedes Unternehmens. Viele Unternehmen nutzen daher zunehmend SAP Build Work Zone, um Mitarbeitern eine zentrale, personalisierte Arbeitsumgebung zu bieten. Dieses Portal bündelt Anwendungen, Daten und Informationen aus verschiedenen Systemen und vereinfacht so die tägliche Arbeit – von der IT bis zum Endnutzer. Wenn Sie sich fragen, wie SAP die User Experience verbessern kann, dann ist dieser Artikel genau das Richtige für Sie. Wir tauchen in die Funktionen und Möglichkeiten von SAP Build Work Zone ein und zeigen, wie es die tägliche Arbeit vereinfacht. Dieser Artikel richtet sich an Fachkräfte in den Bereichen IT, HR und Business Development sowie an alle, die sich für die Modernisierung der SAP-Benutzeroberfläche interessieren.
SAP Build Work Zone ist eine Cloud-Lösung, die auf der SAP Business Technology Platform (SAP BTP) basiert. Es ist die Weiterentwicklung des klassischen SAP-NetWeaver-Portals und des SAP Launchpad Service. Das primäre Ziel der Lösung ist es, Mitarbeitern ein personalisiertes, konsistentes und kontextbezogenes Benutzererlebnis zu bieten. Statt sich durch eine Vielzahl von Systemen und Benutzeroberflächen zu kämpfen, finden die Nutzer alle benötigten Werkzeuge und Informationen an einem zentralen Ort.
Die Lösung ermöglicht eine nahtlose Integration verschiedenster Systeme, sowohl SAP-Systeme wie SAP S/4HANA, SuccessFactors oder Concur als auch Nicht-SAP-Systeme. Neben der reinen Anwendungsnavigation liegt der Fokus auf der Vernetzung von Menschen und Informationen. Funktionen zur Kollaboration und zur internen Kommunikation, die beispielsweise aus der Integration von Tools wie Microsoft Teams oder Slack resultieren, sind daher essenziell. Eine zentrale, globale Suche über alle angebundenen Systeme hinweg rundet die Funktionsvielfalt ab und macht die Informationsfindung zum Kinderspiel.
SAP Build Work Zone wird in zwei Editionen angeboten, die sich in ihrem Funktionsumfang und den jeweiligen Einsatzszenarien unterscheiden. Die Wahl der richtigen Edition hängt stark von den individuellen Anforderungen Ihres Unternehmens ab.
Die Standard Edition war früher als SAP Launchpad Service bekannt und konzentriert sich auf die Bereitstellung eines klassischen Enterprise Launchpads. Ihr Hauptmerkmal ist die zentrale, rollenbasierte Navigation zu geschäftsrelevanten Anwendungen, vor allem zu Fiori-Apps. Sie ist ideal für Unternehmen, die ihren Mitarbeitern eine einfache und effektive Einstiegslösung in die SAP-Landschaft bieten wollen, ohne den Fokus auf umfangreiche Kollaborationsfunktionen zu legen.
Die Advanced Edition ist weitaus umfassender und transformiert das Portal in einen vollwertigen digitalen Arbeitsplatz. Sie enthält alle Funktionen der Standard Edition und erweitert sie um eine Vielzahl von Collaboration- und Content-Management-Funktionen. Ein zentrales Merkmal der Advanced Edition sind die Arbeitsbereiche (Workspaces), die spezielle, dedizierte Bereiche für Teams, Projekte oder Fachbereiche darstellen. In diesen Arbeitsbereichen können nicht nur Anwendungen, sondern auch Dokumente, Wikis, Blogs und andere Inhalte verwaltet werden. Dank der Möglichkeit, mit SAP Build Apps eigene No-Code/Low-Code-Widgets zu erstellen und zu integrieren, können diese Arbeitsbereiche sehr dynamisch und auf die spezifischen Bedürfnisse der Teams zugeschnitten werden. Das fördert den Wissensaustausch und steigert die Mitarbeiterbindung.
Die Stärke von SAP Build Work Zone liegt nicht zuletzt in seiner engen Verzahnung mit anderen Diensten der SAP Build Suite. Innerhalb unserer Blogreihe haben wir bereits SAP Build Apps und SAP Build Process Automation behandelt und es ist wichtig zu verstehen, wie diese Services zusammenwirken.
SAP Build Apps ermöglicht es Ihnen, Anwendungen per Drag-and-Drop zu entwickeln. Diese Anwendungen können als interaktive Kacheln oder Widgets direkt in das SAP Build Work Zone Portal integriert werden. Dadurch können Sie Ihren Arbeitsbereichen maßgeschneiderte Funktionen hinzufügen, ohne auf die IT-Abteilung angewiesen zu sein.
SAP Build Process Automation automatisiert Geschäftsprozesse und Workflows. Die in Process Automation erstellten Genehmigungsworkflows oder Benachrichtigungen können nahtlos in die Work Zone eingebunden werden. Beispielsweise kann ein Vorgesetzter eine Genehmigungsanfrage direkt in seinem Work Zone-Portal sehen und bearbeiten, was die Effizienz und Reaktionsfähigkeit erheblich steigert.
Dieses Zusammenspiel macht deutlich, dass die SAP Build Suite mehr ist als nur eine Ansammlung einzelner Tools. Sie ist ein integriertes Ökosystem, das es Fachanwendern ermöglicht, die digitale Transformation in ihrem Unternehmen aktiv mitzugestalten.
SAP Build Work Zone ist ein strategischer Hebel zur Steigerung der Produktivität und zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit. Es vereinfacht den Zugang zu geschäftskritischen Informationen und fördert gleichzeitig die Zusammenarbeit.
Sollten Sie mehr über die Möglichkeiten der SAP Build Suite erfahren wollen und wie Sie diese in Ihrem Unternehmen implementieren können, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Gerne besprechen wir in einem persönlichen Gespräch, wie Sie Ihr eigenes SAP Build Work Zone Portal aufbauen. Wir laden Sie zudem ein, unsere weiteren Artikel über SAP Build Apps, SAP Build Process Automation und SAP Build Code zu lesen, um einen umfassenden Einblick in die gesamte Suite zu erhalten.
Die Anwendungsentwicklung in Unternehmen wird zunehmend von der Notwendigkeit getrieben, schnelle und maßgeschneiderte Lösungen zu liefern. Während Low-Code- und No-Code-Plattformen wie SAP Build Apps Citizen Developers dazu befähigen, ohne Programmierkenntnisse Applikationen zu erstellen, bleibt die Pro-Code Anwendungsentwicklung für hochkomplexe, unternehmenskritische Anwendungen unverzichtbar. Der vorliegende Artikel thematisiert SAP Build Code, das als strategischer Baustein die professionelle Softwareentwicklung im SAP-Ökosystem revolutioniert. Er richtet sich an Entwickler, Architekten und IT-Manager, die die ganzheitlichen Möglichkeiten der SAP Build Suite verstehen möchten.
SAP Build Code ist eine leistungsstarke, auf professionelle Entwickler zugeschnittene Entwicklungsumgebung, die als Ergänzung zu den visuellen Werkzeugen der SAP Build Suite fungiert. Im Gegensatz zu SAP Build Apps, das sich auf visuelle Drag-and-Drop-Methoden konzentriert, ermöglicht SAP Build Code die Erstellung komplexer Anwendungen mit traditionellen Programmiersprachen und Frameworks. Es ist tief in die SAP Business Technology Platform (SAP BTP) eingebettet und stellt damit sicher, dass professionell entwickelte Anwendungen nahtlos und sicher mit Kernsystemen wie SAP S/4HANA interagieren. Services wie die SAP Integration Suite können verwendet werden, um Daten aus heterogenen Systemen zu nutzen und umfassende Unternehmensanwendungen zu erstellen.
Ein entscheidendes Merkmal von SAP Build Code ist die Integration von Joule, dem AI-Copiloten von SAP. Joule ist speziell darauf trainiert, das SAP-Ökosystem und seine Programmiermodelle zu verstehen. Es unterstützt Entwickler, indem es auf der Grundlage einfacher Anfragen in natürlicher Sprache Code, Anwendungslogik und sogar Datenmodelle generiert. Diese KI-gestützten Funktionen steigern die Produktivität der Entwickler und erleichtern die Erstellung von synthetischen Testdaten, was nicht nur Zeit spart, sondern auch die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien vereinfacht. Die Integration von KI-Funktionen in die Pro-Code Anwendungsentwicklung verdeutlicht das strategische Ziel von SAP, eine einheitliche, ganzheitliche Entwicklungsumgebung zu schaffen, die sowohl Low-Code- als auch Pro-Code-Szenarien abdeckt.
Die wahre Stärke von SAP Build Code offenbart sich im Kontext des sogenannten Fusion Development. Dieser kollaborative Ansatz überwindet die traditionellen Silos zwischen Fachabteilungen und der IT. Bei dieser Methode arbeiten Fachteams, oft als „Citizen Developers“ bezeichnet, die die Geschäftsanforderungen am besten kennen, eng mit professionellen Entwicklern zusammen.
Die Arbeitsteilung ist hierbei klar definiert und komplementär:
Dieser kollaborative Ansatz beschleunigt Innovationszyklen drastisch, da Anwendungen in Wochen statt in Monaten entwickelt werden können. Zudem stellt er sicher, dass die resultierenden Lösungen perfekt auf die realen Geschäftsbedürfnisse zugeschnitten sind und die Entstehung von unsicherer Schatten-IT verhindert wird. Die Pro-Code Anwendungsentwicklung in diesem Kontext ist somit ein essenzieller Teil eines agilen, teamübergreifenden Vorgehens.
SAP Build Code spielt eine entscheidende Rolle in der Clean Core-Strategie, bei der der kritische Kern von SAP S/4HANA nicht direkt modifiziert wird. Stattdessen werden neue Anwendungen und Erweiterungen als unabhängige Services Side-by-side auf der SAP BTP entwickelt. Das ermöglicht es, schnell zu digitalisieren und zu innovieren, ohne die Stabilität und Integrität des Kern-ERP-Systems zu gefährden.
Professionelle Entwickler können mit SAP Build Code maßgeschneiderte Erweiterungen erstellen, die sicher auf die Stammdaten von SAP S/4HANA zugreifen. Das schließt beispielsweise die Entwicklung von komplexen APIs, die Implementierung spezifischer Geschäftslogik oder die Integration von Drittsystemen ein, die über die Möglichkeiten der visuellen Low-Code-Entwicklung hinausgehen. Durch die tiefe Einbettung in die SAP BTP ist eine hohe Sicherheit und Skalierbarkeit der Anwendungen gewährleistet.
SAP Build Code ist der strategische Partner der Low-Code-Entwicklung innerhalb der SAP Build Suite. Es ergänzt die Zugänglichkeit und Geschwindigkeit von SAP Build Apps mit den notwendigen Werkzeugen für professionelle Entwickler, um komplexe, unternehmenskritische Anwendungen zu realisieren. Durch die Synergien mit der SAP BTP und die Unterstützung durch den AI-Copiloten Joule entsteht eine ganzheitliche Entwicklungsplattform, die Unternehmen dabei hilft, die Herausforderungen der Digitalisierung effizient zu meistern und Innovationen agil voranzutreiben.
Die Transformation zur ganzheitlichen Anwendungsentwicklung ist ein komplexer Prozess. Wir unterstützen Sie dabei, die SAP Build Suite optimal in Ihrer Organisation zu implementieren, von der Definition Ihrer individuellen Strategie bis zur Schulung Ihrer Teams. Erfahren Sie mehr über die anderen Bausteine der Suite in unserer Blogreihe, zum Beispiel in den Artikeln über SAP Build Apps, SAP Build Process Automation und SAP Build Work Zone.
Viele Unternehmen kämpfen damit, ihre alltäglichen, sich wiederholenden Aufgaben zu automatisieren. Hier kommt die SAP Build Process Automation ins Spiel. Diese leistungsstarke Low-Code-Plattform wurde speziell dafür entwickelt, genau diese Prozesse zu beschleunigen und zu digitalisieren. Das Besondere daran: Auch Anwender ohne Programmierkenntnisse können damit selbstständig Prozesse automatisieren. Das spart nicht nur Zeit und Ressourcen, sondern macht die digitale Transformation für Fachexperten, Prozessmanager und IT-Verantwortliche gleichermaßen zugänglich.
SAP Build Process Automation integriert die drei wichtigsten Technologien für die Automatisierung in einer einzigen, intuitiven Umgebung:
Der Process Builder ist das zentrale und visuelle Werkzeug, um End-to-End-Geschäftsprozesse zu modellieren. Mit einer einfachen Drag-and-Drop-Funktion können Sie Prozessschritte, manuelle Aufgaben, Genehmigungsphasen und sogar komplexere Entscheidungsbäume definieren. Er dient als Dirigent, der den gesamten Workflow orchestriert und sicherstellt, dass die richtigen Aufgaben zur richtigen Zeit von den richtigen Personen oder Software-Bots ausgeführt werden. Dieser Prozessfluss ist die logische Grundlage jeder Automatisierung und macht komplexe Abläufe transparent und steuerbar.

Diese Komponente, die aus der ehemaligen SAP Intelligent RPA-Lösung hervorgegangen ist, bietet die Funktionalität für Robotic Process Automation (RPA). Sie ermöglicht die Erstellung von Software-Bots, die menschliche Handlungen auf Benutzeroberflächen imitieren. Diese Bots navigieren durch Anwendungen, klicken auf Schaltflächen, geben Daten ein und extrahieren Informationen, um repetitive und regelbasierte Aufgaben zu automatisieren. Hierbei wird zwischen zwei Arten unterschieden:
Diese Bots sind besonders nützlich, wenn es darum geht, Legacy-Systeme ohne moderne APIs zu integrieren und zu automatisieren.

Die Decisions-Engine dient zur Modellierung und Ausführung von Geschäftsregeln. Anwender können komplexe Bedingungen in einfachen Tabellen definieren. Das hat den großen Vorteil, dass die Geschäftslogik vom Prozessfluss getrennt wird. Wenn sich eine Regel ändert, muss lediglich die Tabelle angepasst werden und der gesamte Prozess verhält sich entsprechend anders. Diese Flexibilität beschleunigt die Anpassung an neue Anforderungen und macht Prozesse wartungsfreundlicher.
Über die Kernfunktionalitäten hinaus bringt SAP Build Process Automation weitere intelligente Fähigkeiten mit, um Automatisierungen zu verbessern.
Mit SAP Build Process Automation können Sie eine Vielzahl von Prozessen in nahezu jeder Abteilung transformieren.
Die Plattform ist nicht isoliert, sondern ein integraler Bestandteil des gesamten SAP Build Ökosystems.
Die SAP Prozessautomatisierung mit Low-Code ist daher mehr als nur ein Tool, um manuelle Aufgaben zu eliminieren. Es ist eine strategische Plattform, die Unternehmen befähigt, ihre Geschäftsabläufe zu digitalisieren, die Effizienz massiv zu steigern und eine neue Stufe der Business Agility zu erreichen.
Sie möchten Ihre Geschäftsprozesse mit SAP Build Process Automation beschleunigen und optimieren? Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung, um das Potenzial für Ihr Unternehmen zu identifizieren. In unserer Blogreihe finden Sie zudem weitere Artikel zu den Kernbereichen des SAP Build Portfolios.
Qualitätsmeldungen (auch Q-Meldungen genannt) sind eine der Kernfunktionen im SAP-Qualitätsmanagement (QM), um Abweichungen in der Materialqualität, Logistik oder auch im Verhalten von Lieferanten systematisch zu dokumentieren. Über die Transaktion QM01 lassen sich Meldungen erstellen, die sowohl operativ als auch strategisch im Rahmen der Lieferantenbewertung genutzt werden können. Der Fokus liegt dabei auf der Erfassung, Nachverfolgung und Analyse qualitätsbezogener Probleme, die mit Lieferanten in Verbindung stehen.
Der typische Anwendungsfall einer Q-Meldung ergibt sich im Wareneingang: Wird ein Material geliefert, das von den spezifizierten Anforderungen abweicht – sei es aufgrund von Beschädigungen, falscher Spezifikation, Verunreinigungen oder unzureichender Dokumentation – kann direkt eine Meldung erfasst werden. Diese enthält neben dem betroffenen Material und der Bestellnummer auch Angaben zum Schaden, zur Ursache, zu Sofortmaßnahmen sowie zu geplanten Korrekturmaßnahmen. Die Meldung kann einem konkreten Lieferanten zugeordnet werden, wodurch die Verbindung zur Lieferantenbeurteilung hergestellt wird.
Anders als die klassische Lieferantenbewertung konzentriert sich die Q-Meldung nicht auf Durchschnittswerte über einen längeren Zeitraum, sondern auf einzelne konkrete Vorfälle. Dadurch entsteht eine qualitative Dimension der Bewertung, die in traditionellen Punktesystemen nicht abgebildet wird. Über Auswertungen wie die Anzahl Q-Meldungen je Lieferant, deren Schweregrad oder Wiederholungshäufigkeit lassen sich problematische Lieferanten identifizieren, auch wenn diese in der quantitativen Bewertung zunächst unauffällig erscheinen.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Prozessintegration: Q-Meldungen können automatisch Sperren für Materialien auslösen, Eskalationen initiieren oder zur Anforderung eines 8D-Reports durch den Lieferanten führen. So wird die Bewertung unmittelbar in operative Maßnahmen überführt, was zur Qualitätsverbesserung beiträgt. Auch lassen sich Q-Meldungen mit Prüfplänen oder Prüflose aus der Wareneingangskontrolle verknüpfen, wodurch eine vollständige Rückverfolgbarkeit gewährleistet wird.
Gleichzeitig bringt der Einsatz von Qualitätsmeldungen einige Herausforderungen mit sich. Die Erfassung und Bearbeitung erfordert disziplinierte Prozesse, geschultes Personal und eine klare Zuständigkeit. In der Praxis zeigt sich, dass viele Q-Meldungen unvollständig bleiben oder nicht systematisch nachverfolgt werden, was ihren Nutzen erheblich schmälert. Zudem ist die Interpretation der Meldungen oft subjektiv, da die Klassifikation der Ursachen oder Maßnahmen individuell erfolgt.
Trotz dieser Einschränkungen bieten Q-Meldungen eine wertvolle Ergänzung zur klassischen Lieferantenbewertung. Sie ermöglichen eine tiefere Einsicht in die Ursachen von Abweichungen und liefern handfeste Argumente für Lieferantengespräche, Reklamationen oder sogar für die Sperrung eines Lieferanten. Besonders in qualitätskritischen Branchen – etwa im Automobil-, Medizin- oder Elektronikbereich – sind sie unverzichtbar für ein effektives Lieferantenmanagement.
Falls Sie einen mehr über die verschiedenen Möglichkeiten der Lieferantenbewertung erfahren, dann schauen Sie auf unserem Beitrag über 3 bewährte Methoden zur Lieferantenbewertung vorbei.
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