Kostentransparenz nach Industriestandard: Der neue FOCUS Report von STACKIT.

Wer heute über einen Wechsel zu einer europäischen Cloud nachdenkt, stellt meist zuerst Fragen zu Datenschutz, Jurisdiktion und Abhängigkeiten. Eine Frage kommt dabei oft erst später ins Spiel, obwohl sie mindestens genauso wichtig ist: Was passiert eigentlich mit dem eigenen Kostenmanagement? Mit dem neuen FOCUS Report liefert STACKIT darauf eine bemerkenswert gute Antwort.

Warum gerade jetzt so viele Unternehmen ihre Cloud-Strategie überdenken

Die geopolitische Lage hat das Thema digitale Souveränität aus den Strategiepapieren in die Vorstandsetagen geholt. Unternehmen und öffentliche Einrichtungen fragen sich sehr konkret, wie abhängig sie eigentlich von außereuropäischen Anbietern sind, welche Zugriffsrechte ausländische Behörden auf ihre Daten haben, und was passiert, wenn sich die politischen Rahmenbedingungen weiter verschärfen.

 

STACKIT, die Cloud der Schwarz Gruppe, positioniert sich hier seit Jahren als konsequent europäische Alternative. Rechenzentren ausschließlich in Deutschland und Österreich, ein deutsches Unternehmen als Betreiber, volle DSGVO-Konformität und das ohne die Unsicherheiten, die transatlantische Rechtskonstrukte mit sich bringen.

 

Bei aller berechtigten Begeisterung für Souveränität gibt es trotzdem eine Sorge, die in Kundengesprächen immer wieder auftaucht: Wenn man zu einem europäischen Anbieter wechselt, verliert man dann die ausgereiften Werkzeuge und Prozesse, die man sich bei den Hyperscalern aufgebaut hat? Genau hier setzt der FOCUS Report an.

Was ist FOCUS?

FOCUS steht für FinOps Open Cost and Usage Specification, ein offener Industriestandard der FinOps Foundation (Teil der Linux Foundation). Er löst ein Problem, das jeder kennt, der schon einmal Cloud-Kosten über mehrere Anbieter hinweg auswerten musste.

 

Jeder Cloud-Provider strukturiert seine Abrechnungsdaten anders. Andere Spaltennamen, andere Begriffe, andere Formate. Was bei einem Anbieter „Virtual Machine“ heißt, ist beim nächsten eine „Instance“. Wer Kosten konsolidieren will, baut sich für jeden Provider eine eigene Datenpipeline und muss diese dauerhaft pflegen, ein erheblicher Aufwand, der keinen einzigen Euro Mehrwert schafft.

 

FOCUS definiert stattdessen ein einheitliches, herstellerneutrales Schema für Kosten- und Verbrauchsdaten. Gleiche Spalten, gleiche Definitionen, gleiche Semantik, unabhängig davon, von welchem Anbieter die Daten stammen. Die großen internationalen Cloud-Provider bieten bereits native FOCUS-Exporte an, und immer mehr FinOps-Tools, BI-Plattformen und interne Dashboards verarbeiten das Format direkt. FOCUS ist damit auf dem besten Weg, die gemeinsame Sprache für Cloud-Kosten zu werden.

Der FOCUS Report bei STACKIT: So funktioniert es

Mit dem neuen FOCUS Report stellt STACKIT seine Abrechnungsdaten in genau diesem Standardformat bereit. Das Prinzip dahinter ist bewusst einfach gehalten:

 

Zunächst legt man ein Export-Ziel fest, also einen STACKIT Object Storage Bucket. Der ist vollständig S3-kompatibel und liegt selbstverständlich in einer europäischen STACKIT-Region. Anschließend richtet man einen Export-Schedule ein, über den STACKIT die FOCUS Reports automatisiert und wiederkehrend in den Bucket liefert. Die Weiterverarbeitung läuft dann über die Werkzeuge, die das Team ohnehin kennt, da der Object Storage S3-kompatibel ist. Egal ob mit Python und boto3, per s3cmd auf der Kommandozeile oder grafisch mit Tools wie Cyberduck: Von dort aus fließen die Daten ins Data Warehouse, ins FinOps-Tool oder in Power-BI-Dashboards.

 

Die Hoheit über die Daten bleibt dabei durchgehend beim Kunden. Die Reports landen im eigenen Bucket, im eigenen Projekt, unter eigener Zugriffskontrolle.

 

Hinweis: Der FOCUS Report befindet sich derzeit in der Beta-Phase. Details zu Umfang und Konditionen finden sich in der STACKIT-Dokumentation oder im direkten Gespräch mit uns.

Warum das für wechselwillige Unternehmen ein größeres Thema ist, als es klingt

Ein Kostenreport im Standardformat klingt erstmal nach einem Feature für die Fachabteilung. Dahinter steckt aber ein strategisches Statement, das für alle relevant ist, die über einen Anbieterwechsel nachdenken.

  • Das bestehende FinOps-Setup bleibt nutzbar. Wer heute schon FOCUS-Daten von anderen Providern verarbeitet, kann STACKIT einfach in die bestehende Kostenlandschaft einfügen, ganz ohne neue Pipeline oder neues Mapping. Der Wechsel zu einer souveränen Cloud heißt nicht, beim Kostenmanagement wieder bei null anzufangen.
  • Multi-Cloud wird auswertbar statt nur aushaltbar. Die wenigsten Unternehmen migrieren alles auf einen Schlag, realistischer ist eine Übergangsphase mit Workloads bei mehreren Anbietern gleichzeitig. Mit einem einheitlichen Datenschema beantwortet man Fragen wie „Was kostet uns Compute über alle Umgebungen hinweg?“ mit einer einzigen Abfrage.
  • Kein Lock-in auf der Datenebene. Vielleicht der wichtigste Punkt: Wer aus Souveränitätsgründen wechselt, will nicht die Abhängigkeit von einem US-Anbieter gegen die von einem europäischen eintauschen. Mit FOCUS bleibt die Kostenhistorie portabel, die Auswertungslogik anbieterunabhängig und STACKIT setzt bewusst auf einen offenen Standard statt auf ein proprietäres Format.
  • Governance und Nachvollziehbarkeit. Regulierte Branchen und die öffentliche Hand müssen Cloud-Ausgaben sauber Kostenstellen, Projekten und Fachverfahren zuordnen. Ein standardisiertes, maschinenlesbares Abrechnungsformat ist dafür die Grundlage und lässt sich mit STACKIT-Bordmitteln wie Projekten, Billing References und Resource Labels gut kombinieren.

FOCUS zeigt: Souveränität und Professionalität sind kein Widerspruch

Der FOCUS Report zeigt gut, wohin sich STACKIT entwickelt. Die Plattform übernimmt etablierte Standards des internationalen Cloud-Markts und verbindet sie mit dem, wofür europäische Anbieter stehen: nachvollziehbare Jurisdiktion und klare Verantwortlichkeiten bei der Datenhoheit. Für Unternehmen, die aktuell über einen Wechsel nachdenken, heißt das im Kern: Digitale Souveränität und professioneller Cloud-Betrieb schließen sich nicht aus, sondern lassen sich mit STACKIT gemeinsam umsetzen.

 

Sie möchten wissen, wie eine Migration zu STACKIT für Ihre Umgebung konkret aussehen könnte, inklusive Kostentransparenz vom ersten Tag an? Sprechen Sie uns an. Als STACKIT-Partner begleiten wir Sie von der Architektur über die Migration bis zum laufenden Betrieb.

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