Fakten, Fakten, Fakten zu Green IT

Fakten steigern das Bewusstsein für ein Thema. Daher ist es umso wichtiger, Fakten klar und verständlich zu kommunizieren und diese in einen passenden Kontext zu setzen. Nachfolgend werden einige Fakten erläutert, die den Umfang und das Ausmaß der Umweltbelastung durch die Nutzung der digitalen Technologie veranschaulichen und zeigen sollen, dass kein Weg an nachhaltiger IT vorbeigeht.

Steigender Internetkonsum

Die Nutzung des Internets war bereits über die vergangenen Jahre hinweg stets steigend. Doch durch COVID-19 hat sich dies nochmals beschleunigt. Im Jahr 2019 waren es noch rund 54 % der Weltbevölkerung (4.1 Milliarden Menschen), welche das Internet genutzt haben. Im Jahr 2021 waren es bereits 63 %, also rund 4.9 Milliarden Menschen. Es ist davon auszugehen, dass der Anstieg noch weiterhin anhalten wird.

 

Grafik mit Werten zu individuellem Internetgebrauch pro Jahr
 Individueller Internetgebrauch pro Jahr (Quelle: ITU.int)

Google und Facebook

Die Internetplattformen der heutigen Zeit, man kennt sie ja – Google, Facebook, Netflix, usw. sind „verantwortlich“ für einen Großteil der gebrauchten Ressourcen. Verantwortlich nicht unbedingt, da schlussendlich der Endkonsument das bereitgestellte Material konsumiert. Jedoch sind solche Plattformen der Ursprung des Konsums und können diesen damit direkt beeinflussen. Dies spielt vor allem eine Rolle, wenn es um die operativen Elemente der Plattform geht. Produktion, Betrieb und Entsorgung sind alles Faktoren, welche die operativen Elemente einer Plattform beeinflussen.

So verbrauchen beispielsweise die Google-Rechenzentren pro Jahr 2 Billionen Kilowattstunden. Ein Teil davon geht an die Google-Suchanfragen, welche weltweit getätigt werden. Wie bereits in einem vorherigen Blogartikel erwähnt, verbraucht eine Google-Suchanfrage rund 0,2 Gramm CO2. Wenn man dies in einen Kontext setzen möchte, sieht das in etwa so aus:

  • 1 Google-Suchanfrage entspricht dem Verbrauch einer 100-Watt-Glühbirne während 11 Stunden Betrieb
  • Alle Suchanfragen in einem Monat zusammen können eine 100-Watt-Glühbirne 4’534 Jahre mit Strom versorgen
  • Alle Suchanfragen in einem Monat erzeugen vergleichsweise so viel CO2 wie eine Autofahrt 25 Mal um die Welt (1’008’263 km)
  • 1 Google-Suchanfrage verbraucht so viel Energie wie das menschliche Herz in 9 Minuten

Doch auch Facebook lassen sich durch die Nutzung der Menschen eine Umweltbelastung zuordnen. So verursacht ein aktiver Facebook Nutzer beim Gebrauch jährlich rund 300 Gramm CO2. Gemäß Facebook entsprach der CO2-Ausstoß des Unternehmens im Jahr 2019 bereits 979’000 Tonnen CO2.

Beachtenswerte Fakten

  • Die Produktion eines Smartphones oder eines Laptops generiert mehr CO2 als der Gebrauch der Geräte während ihrer Nutzungszeit.
  • Das Streamen von Videos generiert rund 60 % des weltweiten Datenflusses.
  • 89 % aller Organisationen recyceln weniger als 10 % ihrer IT Hardware.
  • Im Jahr 2019 wurden 53,6 Millionen Tonnen Elektromüll weltweit produziert. Das ist eine Steigerung um 21 % in fünf Jahren.
  • Nur 17.4 % des Elektromülls wurden im Jahr 2019 recycelt.
  • Im Jahr 2019 waren Datenzentren für fast 1 % des globalen Energiebedarfs verantwortlich.
  • Weltweit sind sich nur 43 % aller Führungskräfte über den IT-Fußabdruck ihrer Organisation bewusst.
  • 49 % sagen, dass die größte Herausforderung bei der Implementierung von nachhaltigen IT Strategien darin liegt, dass Tools und Standards fehlen, um den CO2-Fußabdruck der IT zu erfassen.
  • 53 % meinen, sie haben nicht die benötigte Expertise, um eine nachhaltige IT Strategie zu implementieren.
  • In einer Umfrage von Capgemini gaben nur 17 % der Organisationen an, Maßnahmen zum Gebrauch von erneuerbaren Energiequellen entwickelt zu haben.

Wie anfangs im Text beschrieben, geht es bei der Erläuterung von Fakten darum, das Bewusstsein zu steigern. Es scheint wichtig zu wissen, dass das Streamen von Videos auf Youtube beispielsweise nicht nur den Strom, der aus der Steckdose zum Betreiben seines Computers oder im Akku des Smartphones ist, braucht. Sondern dass auf dem gesamten Weg diverse Elemente ihren Beitrag beisteuern und daher nicht zu vernachlässigen sind. Im Beispiel des Youtube-Videos sind es weitere Faktoren wie die Datenaufbewahrung auf dem Server, die Datenübertragung via Internetprovider und das Abspielen von Applikationen, um nur ein paar zu nennen.

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Yannick Hirt

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