Document Automation Testmodus: sicher testen mit Testmodus & Lerninstanz-Versionen.

Der Automation Anywhere Document Automation Testmodus hilft, eine Lerninstanz kontrolliert mit Beispieldokumenten zu prüfen, bevor Änderungen nach UAT oder Produktion überführt werden. Reale Beispieldokumente lassen sich testen, die Extraktion überprüfen und schnell erkennen, ob eine Anpassung tatsächlich einen Mehrwert bringt. Testmodus-Lerninstanz-Versionen unterstützen diesen Prozess, indem Änderungen automatisch als Versionen festgehalten werden.

 

Im Fokus dieses Beitrags steht daher der praktische Testablauf: Testmodus aktivieren, Dokumente verarbeiten, Ergebnisse validieren und so lange feinjustieren, bis die Extraktion stabil ist. Versionen und Vergleichsfunktionen ergänzen diesen Ablauf sinnvoll. Die Zielgruppe sind Document-Automation-Entwickler, RPA-Teams und Fachverantwortliche, die Tests strukturiert durchführen und Änderungen sicher freigeben möchten.

Was der Testmodus konkret leistet

Der Testmodus ist dafür gedacht, Lerninstanzen vor dem produktiven Einsatz zu prüfen – mit Blick auf Performance, Qualität und Zuverlässigkeit der extrahierten Daten. Ab der v.36-Release-Linie lassen sich im Testmodus gezielt Einstellungen variieren, etwa unterschiedliche OCR-Provider, Generative-AI-Provider und Prompts oder das Ein- und Ausschalten von Validierungsfeedback.

 

Entscheidend ist dabei die Praxisperspektive: Der Testmodus beschleunigt den Entwicklungszyklus, weil Änderungen direkt gegen echte Dokumente geprüft und ihre Auswirkungen sofort sichtbar werden. Zusätzlich profitieren Teams beim erneuten Verarbeiten bereits getesteter Dokumente häufig von deutlich kürzeren Laufzeiten; die Dokumentation nennt hier eine Verbesserung von 30 % oder mehr beim Reprocess, sofern der Automation Anywhere Provider genutzt wird.

Document Automation Testmodus aktivieren: Voraussetzungen und häufige Stolpersteine

Der Testmodus wird im Control Room unter AI > Document Automation über den Test-mode-Schalter auf der Lerninstanzseite aktiviert. Dabei gibt es eine zentrale Voraussetzung, die in Projekten häufig übersehen wird: Die Lerninstanz muss sich im privaten Modus befinden. Bei Lerninstanzen im öffentlichen Modus zeigt die Plattform beim Aktivieren des Testmodus einen Fehler an.

Auch Rollen und Zuständigkeiten sollten früh geklärt sein, da die Dokumentation für die relevanten Schritte die Rollen Learning instance creator und Validator nennt. Wenn Tests ins Stocken geraten, liegt das in der Praxis oft nicht am Feature selbst, sondern an fehlenden Berechtigungen oder nicht zugeordneten Validierungsteams.

Dokumente im Testmodus verarbeiten: So testen Sie reproduzierbar

Sobald der Testmodus aktiv ist, werden Beispieldokumente über Process verarbeitet. Für saubere Tests ist entscheidend, dass Dokumente immer für eine konkret ausgewählte Lerninstanz-Version verarbeitet werden, damit Ergebnisse später vergleichbar bleiben. Dazu wird im Drop-down neben dem Lerninstanznamen die gewünschte Version ausgewählt und anschließend der Prozess gestartet.

Beim Upload sollte eine technische Begrenzung berücksichtigt werden: Dateinamen mit mehr als 149 Zeichen führen beim Verarbeiten zu einem Fehler. Gerade bei automatisch generierten Testdaten oder Importen aus Drittsystemen lohnt es sich daher, Namenskonventionen frühzeitig einzuschränken.

Validierung im Testmodus: Warum alles in der Queue landet

Im Normalbetrieb landen Dokumente nur dann in der Validierungsqueue, wenn Regeln greifen, Pflichtfelder fehlen oder die Konfidenz zu niedrig ist. Im Testmodus verhält es sich anders: Dokumente werden immer in die Validierungsqueue verschoben – unabhängig davon, ob Felder eigentlich validiert werden müssten oder ob die Extraktion erfolgreich war. Ziel ist es, Ergebnisse systematisch analysieren und Versionen sauber miteinander vergleichen zu können.

Der Einstieg in die Validierung erfolgt entweder über View status bei der Lerninstanz bzw. einem Request oder über Validate documents (inklusive Zähler, wenn Aufgaben warten). Anschließend öffnet sich der Automation Co-Pilot Validator in einem neuen Tab. Falls dort nur eine leere Seite mit Hinweis erscheint, nennt die Dokumentation typische Ursachen wie fehlende Teamzuordnung, keine Validierungsfälle in zugänglichen Lerninstanzen oder eine parallele Bearbeitung durch eine andere Person.

In der Validierung werden Feldwerte und Datentypen (z. B. Text, Zahl, Datum, Adresse, Checkbox) geprüft, fehlerhafte Extraktionen korrigiert und anschließend mit Submit & Reprocess erneut verarbeitet. So wird direkt sichtbar, ob die Korrektur und das aktuelle Setup der Lerninstanz zu stabileren Ergebnissen führen.

Document Automation Testmodus Lerninstanz-Versionen: Versionierung als Unterstützung

Damit der Testmodus zuverlässig funktioniert, müssen Änderungen nachvollziehbar gespeichert werden. Genau hier setzen die Testmodus-Lerninstanz-Versionen an: Ist der Testmodus aktiv, speichert Automation Anywhere Änderungen an der Lerninstanz – etwa OCR-Wechsel, Auswahl eines anderen Generative-AI-Providers, Anpassungen an Prompts, das Aktivieren/Deaktivieren von Validierungsfeedback oder das Hinzufügen bzw. Entfernen von Feldern – automatisch als Versionen.

Für die Einordnung ist wichtig: Versionen dienen im Testmodus nicht der formalen Versionsverwaltung, sondern der Reproduzierbarkeit von Tests. Die Versionierung ermöglicht es, später klar zu sagen: „Diese Einstellung hat mit Dokument X bessere Extraktion geliefert als die vorherige.“

Versionsverlauf: Änderungen im Kontext verstehen

Bei mehreren Anpassungen hilft der Versionsverlauf bei Analyse und Fehlerbehebung. Er zeigt eine detaillierte Aufzeichnung der Änderungen über die Zeit und erleichtert es, zu einer Version zurückzukehren, die die gewünschten Ergebnisse liefert.

Hilfreich ist zudem, dass der Versionsverlauf nicht nur „Version 1/2/3“ anzeigt, sondern konkrete Inhalte, die in Tests relevant sind: Feldlabel, Datentyp, Konfidenz, Muster-/Regex-Einstellungen, Pflichtfeld-Status, aktivierte Felder, Aliase sowie Angaben zu Generative-AI-Suchanfrage und Prompt oder Formatoptionen bei Datumsfeldern. Dadurch lassen sich Änderungen im Testmodus gezielt auf ihre Wirkung hin analysieren.

Ergebnisse vergleichen: Testentscheidungen auf Basis von Daten treffen

Nach mehreren Testläufen sollen Entscheidungen idealerweise nicht aus dem Bauchgefühl heraus getroffen werden, sondern auf Basis messbarer Ergebnisse. Hierfür steht die Vergleichsfunktion für Versionen zur Verfügung. Sie hilft dabei zu ermitteln, welche Konfiguration bei OCR-Optionen, Generative-AI-Providern/Prompts, Feld- und Formularregeln oder Validierungsfeedback die besten Extraktionsergebnisse liefert. Voraussetzung ist, dass die Lerninstanz mindestens zwei Versionen besitzt.

Ein wichtiges Detail für die Praxis: Extraktionsdaten stehen im Vergleich nur dann zur Verfügung, wenn das jeweilige Dokument zuvor mit jeder zu vergleichenden Version verarbeitet wurde. Die Dokumentation beschreibt hierfür den Ablauf über die Versionauswahl im Validator, Process now und anschließend Compare versions über das Menü.

Wiederherstellen: Wenn ein Testschritt die Qualität verschlechtert

Nicht jede Änderung führt zu besseren Ergebnissen. Deshalb dient Restore im Testmodus als Sicherheitsnetz: Frühere Versionen lassen sich wiederherstellen, wenn diese eine bessere Extraktionsqualität geliefert haben. Die wiederhergestellte Version wird dabei als neue Version erzeugt und zur aktuellen Version der Lerninstanz – die Historie bleibt vollständig nachvollziehbar.

Dev nach UAT und Prod: Testmodus richtig in den Release‑Prozess einbauen

Der Testmodus ist primär für die Dev-Phase gedacht: Anpassungen werden getestet und iteriert, bis die Ergebnisse stabil sind, anschließend erfolgt der Export der Lerninstanz in Richtung UAT. Dabei ist zu beachten, dass die Versionshistorie beim Export/Import nicht mit übernommen wird. Wenn Validierungsfeedback produktiv genutzt und in Dev/UAT für weitere Tests benötigt wird, empfiehlt die Dokumentation eine Synchronisation von Prod nach UAT/Dev, bevor neue Entwicklung beginnt.

Fazit: Der Document Automation Testmodus ist der sichere Weg zur besseren Extraktion

Der Testmodus ermöglicht einen kontrollierten Verbesserungsprozess: Test mode aktivieren, Beispieldokumente verarbeiten, Ergebnisse validieren und iterativ optimieren, bis Qualität und Stabilität erreicht sind. Versionierung, Vergleich und Restore sind unterstützende Funktionen, die dabei helfen, Testergebnisse reproduzierbar zu machen und Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen.

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