Der Kompass in stürmischen Zeiten: Strategisches IT-Management

In der heutigen Geschäftswelt, die von Technologie durchdrungen ist, entspricht das strategische IT-Management dem Navigator eines Schiffes, der durch stürmische See navigiert. Eine klar definierte Strategie dient dem Kapitän dabei als Kompass zur Erreichung langfristiger Ziele, wobei alle relevanten Faktoren sorgfältig berücksichtigt werden. Im Kern geht es beim strategischen IT-Management darum, die langfristige Zielplanung und die entsprechende Umsetzung in einer IT-Organisation zu steuern. In einer Ära, in der IT-Organisationen zunehmend als Treiber für Wettbewerbsfähigkeit gesehen werden, ist es entscheidend, nicht nur operative Aufgaben richtig zu managen (sprich, “Feuer zu löschen”), sondern auch sicherzustellen, dass man langfristig in die richtigen Initiativen investiert.

Strategische Weichenstellung: Mehr als nur das Tagesgeschäft

Das operative IT-Management konzentriert sich darauf, die bestehenden Prozesse und Technologien effizient zu gestalten – es geht darum, “ES richtig zu machen”. Dazu gehören die optimale Ausrichtung von Rollen, die Auswahl passender Tools und die effektive Verarbeitung von Daten. Im Gegensatz dazu richtet das strategische IT-Management den Fokus darauf “DAS Richtige zu machen”. Wo Zeit und Geld am besten investiert wird, steht hierbei im Mittelpunkt.

Das Herzstück des strategischen IT-Managements ist die Entwicklung und Implementierung einer IT-Strategie. Diese wird typischerweise in einem Lebenszyklus von zwei bis vier Jahren durchlaufen, abhängig von der Dynamik und den Anforderungen des Unternehmens. Während in kleineren Organisationen oft der IT-Leiter oder CIO persönlich die Zügel in der Hand hält, werden in größeren Unternehmen diese Aufgaben häufig an spezialisierte Rollen wie den IT Head of Strategy oder den IT Chief of Staff delegiert.

Trotz seiner Bedeutung wird strategisches IT-Management in vielen Organisationen vernachlässigt. Ein solcher Mangel kann verhindern, dass Unternehmen langfristige und wirkungsvolle Entscheidungen treffen und umsetzen. Dies wiederum hat einen negativen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit. Um nur ein Beispiel zu nennen: Kodak vernachlässigte im Jahr 2011 die Investition in digitale Technologien und verlor dadurch an wendigere Konkurrenten, was 2012 zur Insolvenz führte.

Die Vorteile eines gut umgesetzten strategischen IT-Managements sind hingegen vielfältig und signifikant. Sie reichen von Kosteneinsparungen und Wettbewerbsvorteilen über gesteigerte Innovationskraft und Risikominimierung bis hin zu einem Zuwachs an Produktivität. Diese Vorteile sind entscheidend für die langfristige Erfolgs- und Überlebensfähigkeit eines Unternehmens in einem schnelllebigen technologischen Umfeld. Ein Beispiel: Netflix transformierte sein Geschäftsmodell erfolgreich von DVD-Verleih zu Online-Streaming durch strategische IT-Investitionen und wurde so zum weltweiten Marktführer.

Zusammenfassung: Die entscheidenden Unterschiede und Vorteile

Strategisches IT-Management unterscheidet sich klar vom operativen Management. Sein Kern besteht nicht darin, operative Aufgaben effizient zu bewältigen, sondern darin, die richtigen, langfristigen Entscheidungen zu treffen. Die umfassende Entwicklung und Implementierung einer IT-Strategie, die sich über mehrere Jahre erstreckt, ist dabei entscheidend. Nur Unternehmen, die beides meistern (unserer Erfahrung nach weniger als 10%), können die erhofften Geschäftsvorteile voll ausschöpfen.

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Adrian Peloso

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