Corporate Sustainability Reporting Directive der EU und dessen Bedeutung

Mit dem Jahreswechsel 2023 auf 2024 verpflichtet das Corporate Sustainability Reporting Directive der EU über ~ 35.0000 Groß-Unternehmen, ihre Nachhaltigkeitsdaten unabhängig prüfen zu lassen. Das Corporate Sustainability Reporting Directive wird zwar schrittweise in der EU eingeführt, allerdings sind die benötigten Veränderungen auch vor einer gesetzlichen Verpflichtung sinnvoll.

Momentan unterliegen in der EU rund 11.600 Unternehmen einer solchen Prüfung. In den kommenden Jahren steigt diese Zahl allerdings durch das CSRD auf rund 50.000. Dies sind alles „große“ Unternehmen, wobei die genaue Definition dem CSRD entnommen werden kann. Als Orientierung gilt, dass ein Unternehmen groß ist, wenn es über 250 Mitarbeitende hat, 40 Mio. € Umsatz oder 20 Mio. € Bilanzsumme.

Die benötigten Veränderungen streben alle ein Ziel an: Digitalisierung, Dekarbonisierung und Wirtschaftswachstum kombinieren.

Herausforderungen

Aktuellen Untersuchungen von Microsoft nach wird das Erreichen des soeben genannten Ziels von drei Herausforderungen gebremst.

  • Es ist keine Priorität. Unternehmen werden immer komplexer und Abläufe schnelllebiger. In der Planung und im Arbeitsalltag fällt Klimaschutz hinten runter. Bildlich gesprochen steht auf der To-do-Liste zu viel, sodass der Tag vorbei ist, bevor der Punkt Klimaschutz erreicht wird.
  • Es fehlt an Technik, sowie einer Strategie. Es ist denkbar unpraktisch, wenn man ein Ziel erreichen will, allerdings nicht einmal in Kenntnis darüber ist, ob man auf dem richtigen Weg ist. Diese Situation findet sich in vielen Unternehmen wieder, welche nicht wissen, wo der Anfang gemacht werden soll.
  • Es ist wirtschaftlich nicht sinnvoll. Dem unternehmerischen Grundsatz nach sollen Kosten gering und Umsatz hoch sein. Wenn eine Aktivität nur Kosten, aber keinen Umsatz generiert, löst sie keine Begeisterung aus. Aktivitäten für das Klima fallen zu häufig in diese Kategorie.

Lösungen

Natürlich gibt es keine Lösung, die die angesprochenen Herausforderungen im Handumdrehen für jedes Unternehmen löst, allerdings helfen folgende Leitsätze sehr.

Priorität

Etablieren Sie unter Ihrem Personal das Credo, in geschäftlichen Aktivitäten mindestens genauso nachhaltig zu sein, wie im Privaten. Niemand verschwendet gerne zu Hause grund- und sinnlos Energie. Somit hat ein solches Verhalten auf der Arbeit auch keine Daseinsberechtigung.

Machen Sie Klimaneutralität in verständlichen Zahlen greifbar, welche den Fort- oder Rückschritt aufzeigen.

Befürworten Sie eine offene Kultur, in der jede ihren und jeder seinen Beitrag leisten und auch Vorschläge in das Unternehmen einbringen kann. Innovation kommt immer von Menschen, auch im Bereich der Nachhaltigkeit.

Technik und Strategie 

Nutzen Sie smarte Technologie, wie den Microsoft Sustainability Manager (MSM), um repetitive Aufgaben innerhalb der Dekarbonisierung an Maschinen abzugeben. So behalten Sie intuitiv das Interesse an klimafreundlichen Aktivitäten, da sie mit kreativen Aufgaben verbunden sind.

Legen Sie an den oben bestimmten klaren Zahlen Zielbereiche fest, in welchen Sie die Zahlen zukünftig sehen wollen. Formulieren Sie diese Ziele SMART. So sehen Sie jeden kleinen Erfolg von jeder kleinen Tätigkeit. Die Motivation, die Sie daraus gewinnen, ist die Grundlage, um Nachhaltigkeit auf Dauer zu gewährleisten.

Wirtschaftlichkeit 

Fokussieren Sie sich beim Klimaschutz auf Effizienz. Leisten Sie investigative Arbeit, um jeden möglichen Bereich effizienter zu gestalten. Bei Effizienz finden wir die Win-Win-Situation wieder, dass in den meisten Fällen Kosten gesenkt und die Klimafreundlichkeit erhöht wird.

Ersetzten sie physische Hardware durch digitale Zwillinge, wo möglich. Das kann bedeuten, Mails statt Briefe, den Online-Viewer statt die Druck-Version und digitale statt Präsenz-Meetings zu nutzen. Falls möglich, können Sie die Möglichkeiten von Mixed und Virtual Realtiy nutzen, um ganze kleine Welten in das Digitale zu transformieren.

 

Bei Fragen oder Anregungen zum Thema Zero Trust Security, IT-Security oder Security Governance stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

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Nico Ziegler

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