Automation Anywhere v41: Die wichtigsten Neuerungen für mehr Transparenz, Governance und Flexibilität.

Automation Anywhere v41 erweitert die Möglichkeiten moderner Unternehmensautomatisierung deutlich. Unternehmen setzen heute nicht mehr nur einzelne Bots für repetitive Tätigkeiten ein. Moderne Automatisierungslandschaften verbinden RPA, APIs, künstliche Intelligenz, Dokumentenverarbeitung und menschliche Entscheidungen zu durchgängigen Geschäftsprozessen.

 

Mit der steigenden Anzahl an Bots, Prozessen und AI Agents wachsen jedoch auch die Anforderungen. Unternehmen benötigen eine zentrale Übersicht über laufende Automatisierungen, verlässliche Governance-Strukturen und Möglichkeiten, Integrationen wiederverwendbar aufzubauen. Gleichzeitig müssen Credentials sicher verwaltet und der Verbrauch von AI- und Plattformressourcen nachvollziehbar bleiben.

 

Diese Punkte thematisiert das aktuelle Release. Automation Anywhere v41 erweitert die Plattform vor allem in den Bereichen Transparenz, Governance, Sicherheit und Integration. Die Neuerungen stehen je nach Funktion für Cloud- und On-Premises-Umgebungen zur Verfügung, wobei das Deployment-Modell und die vorhandene Lizenzierung berücksichtigt werden müssen.

 

In diesem Beitrag stellen wir die sechs wichtigsten Neuerungen von Automation Anywhere v41 vor und zeigen, welchen Mehrwert diese für den Aufbau und Betrieb einer unternehmensweiten Automatisierungsplattform bieten.

 

Automation 360 verbindet verschiedene Komponenten innerhalb einer gemeinsamen Automatisierungsplattform. Dazu gehören Funktionen für Business User und Entwickler, klassische RPA- und API-Automatisierungen, Prozessorchestrierung, spezialisierte sowie generative AI und zentrale Funktionen für Sicherheit und Governance. Die folgende Übersicht zeigt, wie diese Bereiche innerhalb der Plattform zusammenspielen.

Automation Anywhere v41 Plattform mit Co-Pilot, intelligenter Automatisierung, Responsible AI und Governance

Automation Anywhere v41 erweitert mehrere dieser Plattformbereiche. Dazu gehören insbesondere das zentrale Monitoring, die AI Governance, Document Evaluation, neue Integrationsmöglichkeiten und zusätzliche Funktionen für den sicheren Enterprise-Betrieb.

Die wichtigsten Neuerungen von Automation Anywhere v41

Die Release Notes von Automation Anywhere enthalten zahlreiche neue Funktionen, Paketaktualisierungen und Fehlerbehebungen. Für Unternehmen sind aus unserer Sicht vor allem die folgenden sechs Bereiche relevant:

  1. Operations Center und individuelle Dashboards
  2. Erweiterte AI Governance und MCP-Nachvollziehbarkeit
  3. Document Evaluation für messbare Extraktionsqualität
  4. Multi-Vault Support für externe Credentials
  5. Agentic App Store und verschachtelte API Tasks
  6. Verbesserte Event Trigger und Webhooks

Ergänzt werden diese Funktionen durch das neue Lizenzpaket Automation Platform Core und eine genauere Erfassung des AI-Credit-Verbrauchs.

1. Zentrale Überwachung mit dem Operations Center

Mit zunehmender Anzahl an Automatisierungen wird es immer schwieriger, den Überblick über laufende Prozesse, historische Ausführungen und Fehler zu behalten. Ein einzelner Bot lässt sich meist noch leicht überwachen. Bei einer größeren Automatisierungslandschaft mit Bots, Prozessen und AI Agents werden jedoch zentrale Monitoring-Funktionen benötigt.

 

Automation Anywhere führt dafür in v41 das neue Operations Center ein. Es besteht aus den drei Bereichen Monitor, Activity und Insights:

  • Monitor zeigt aktuelle Aktivitäten innerhalb der Agentic Process Automations.
  • Activity stellt laufende und historische Ausführungsinformationen bereit.
  • Insights liefert Kennzahlen zu Agenten, Prozessen und Automatisierungen.

Voraussetzungen für das Operations Center

Das Operations Center ist nicht standardmäßig in Automation 360 aktiviert und steht daher nach dem Update auf v41 nicht automatisch zur Verfügung. Die Funktion muss separat freigeschaltet werden. Unternehmen, die das Operations Center nutzen möchten, müssen sich hierfür an den Automation Anywhere Customer Support wenden.

 

Vor der Einführung sollte daher geprüft werden, ob das Operations Center für die eigene Automation-360-Umgebung aktiviert werden kann und welche Lizenz Voraussetzungen für die geplanten Dashboards und Funktionen gelten. Die vorliegenden Release Notes nennen für die Aktivierung den Customer Support, enthalten an dieser Stelle jedoch keine detaillierte Auflistung weiterer technischer oder lizenzbezogener Voraussetzungen.

 

Nach der Aktivierung können Benutzer individuelle Dashboards und Metriken erstellen. Die Ansichten lassen sich an unterschiedliche Rollen anpassen und mit anderen Benutzern teilen. Historische und aktuell laufende Ausführungen können dabei agenten- und prozessübergreifend analysiert werden.

 

Der Vorteil liegt vor allem in der zentralen Sicht auf die Automatisierungslandschaft. Administratoren können fehlgeschlagene oder blockierte Ausführungen überwachen, während Process Owner Kennzahlen zu ihren Prozessen und Automatisierungen betrachten können.

 

Auch das Reporting im Workload Management wurde erweitert. WLM-Dashboards unterstützen stündlich aggregierte Work-Item-Daten. Statistiken zu abgeschlossenen und fehlgeschlagenen Work Items werden in separaten Reporting-Tabellen konsolidiert. Dadurch bleiben die Berichtsdaten auch nach der Bereinigung der ursprünglichen Work Items für Analysen verfügbar.

2. Erweiterte AI Governance für AI Agents und MCP

AI Agents unterscheiden sich grundlegend von klassischen Task Bots. Bei einem Task Bot ist in der Regel eindeutig definiert, welche Aktion als Nächstes ausgeführt wird. AI Agents können dagegen abhängig von ihrem Ziel, dem verwendeten Modell und den verfügbaren Tools unterschiedliche Entscheidungen treffen. Dadurch entstehen neue Anforderungen an Governance, Auditierung und Nachvollziehbarkeit.

Automation Anywhere erweitert deshalb in v41 die AI Governance. Die neue zentrale Ansicht protokolliert Aktivitäten von AI Agents und deren Interaktionen mit Large Language Models. Für einen Agentenlauf lassen sich unter anderem folgende Informationen betrachten:

  • aufgerufene Tools,
  • Ein- und Ausgaben,
  • Ausführungsstatus,
  • Toxicity Scores,
  • Tokenverbrauch,
  • Details zum vollständigen Ausführungsverlauf.

Jeder Lauf wird vom Trigger bis zum Abschluss als zusammengehöriger Datensatz erfasst.

 

Auch externe AI Assistants, die über das Model Context Protocol, kurz MCP, mit Automation Anywhere interagieren, werden berücksichtigt. Automation Anywhere protokolliert MCP-Inbound-Tool-Aufrufe in den AI Governance Logs. Die Einträge können unter anderem das aufgerufene Tool, den Zeitpunkt des Aufrufs, Eingabevariablen, Rückgaben, Ausführungsstatus, Run-as User und Session-ID enthalten. Governance-Daten lassen sich außerdem als CSV exportieren und damit für Audit- und Compliance-Auswertungen weiterverwenden.

Darüber hinaus protokolliert der Control Room neue Audit-Ereignisse für den Lebenszyklus von Agent Connections. Dazu gehören das Erstellen, Aktualisieren und Löschen einer Verbindung. Auch Bot-Ausführungen, die über eine MCP-Inbound-Verbindung ausgelöst werden, werden den entsprechenden Agent Connections zugeordnet. Damit verbessert Automation Anywhere die Nachvollziehbarkeit agentenbasierter Prozesse. Unternehmen können nicht nur das Ergebnis eines AI Agents betrachten, sondern auch nachvollziehen, welche Tools während der Ausführung aufgerufen und welche Informationen verarbeitet wurden.

 

Es bestehen allerdings weiterhin Einschränkungen. Der Agent Planner stellt seine Ausgabedaten in den Governance Logs teilweise als Roh-JSON dar. Bei MCP-basierten Prozessausführungen werden außerdem nicht alle Output-Variablen angezeigt.

3. Messbare Dokumentenqualität mit Document Evaluation

Dokumentenverarbeitung gehört zu den wichtigsten Einsatzgebieten intelligenter Automatisierung. Trotzdem ist es häufig schwierig, die Qualität einer Extraktion objektiv zu bewerten. Einzelne Dokumente können manuell geprüft werden, liefern aber nur ein begrenztes Bild über die Gesamtqualität einer Learning Instance.

 

Mit Document Evaluation führt Automation Anywhere in v41 ein quantitatives Bewertungsframework für Learning Instances ein. Erwartete Extraktionsergebnisse können als Ground Truth definiert und anschließend mit den tatsächlichen Ergebnissen verglichen werden. Die Genauigkeit lässt sich auf mehreren Ebenen messen:

  • Feldebene,
  • Tabellenebene,
  • Dokumentebene.

Zusätzlich können mehrere Dokumente im Rahmen einer Batch-Analyse ausgewertet werden. Die Ergebnisse stehen als herunterladbare Reports zur Verfügung.

 

Besonders interessant ist die Möglichkeit, unterschiedliche Versionen einer Learning Instance miteinander zu vergleichen. So kann beispielsweise geprüft werden, ob eine Änderung an einem Prompt, einer Regel, dem verwendeten OCR-Provider oder einer anderen Einstellung die Extraktionsqualität tatsächlich verbessert. Damit müssen Anpassungen nicht mehr ausschließlich anhand weniger Stichproben bewertet werden. Änderungen können über eine größere Dokumentenmenge getestet werden, bevor eine neue Version produktiv eingesetzt wird.

 

Document Evaluation steht laut Automation Anywhere ausschließlich für Cloud-Deployments zur Verfügung. Für On-Premises-Umgebungen ist die Funktion in v41 nicht verfügbar.

4. Multi-Vault Support für externe Credentials

Credentials gehören zu den sensibelsten Bestandteilen einer Automatisierungsplattform. In großen Unternehmen werden Passwörter, Tokens und technische Konten häufig nicht in einem einzigen zentralen System verwaltet. Unterschiedliche Teams, Anwendungen oder Umgebungen können jeweils eigene Credential Stores verwenden.

 

Mit v41 unterstützt Automation Anywhere die Konfiguration und Verwaltung mehrerer externer Key Vaults innerhalb eines Control Rooms. Dabei können auch mehrere Instanzen desselben Anbieters eingebunden werden. Die offizielle Dokumentation nennt unter anderem:

  • AWS Secrets Manager,
  • Azure Key Vault,
  • BeyondTrust Password Safe.

Einzelne externe Vault-Verbindungen können gezielt bestimmten Lockern zugeordnet werden. So können beispielsweise verschiedene Locker ihre Credentials aus unterschiedlichen externen Vaults abrufen. Diese Trennung ist insbesondere für größere Automatisierungslandschaften relevant, in denen Credentials nach Teams, Systemen, Umgebungen oder Sicherheitsanforderungen getrennt verwaltet werden sollen.

 

Bestehende externe Vault-Konfigurationen werden bei einem Update auf v41 beibehalten. Dadurch soll die Rückwärtskompatibilität vorhandener Konfigurationen sichergestellt werden. Der Multi-Vault Support ist an das entsprechende Enterprise-Lizenzmerkmal gebunden.

 

Für On-Premises-Installationen erweitert Automation Anywhere außerdem den Windows Installer. Dieser unterstützt nun Delinea Secret Server und BeyondTrust Password Safe als externe Vault-Optionen für Datenbank- und Service-Account-Credentials während der Installation.

5. Agentic App Store und verschachtelte API Tasks

API Tasks spielen eine wichtige Rolle bei der Integration moderner Anwendungen. Im Gegensatz zu klassischen UI-Automatisierungen greifen sie direkt auf Schnittstellen zu und können dadurch schneller und stabiler ausgeführt werden.

 

Mit v41 können API Tasks direkt im Agentic App Store, dem früheren Bot Store, veröffentlicht werden. Dadurch lassen sich API-basierte Integrationen innerhalb einer Organisation oder über den App Store besser bereitstellen und wiederverwenden. Beim Veröffentlichen einer Automation können die einzuschließenden Packages ausgewählt werden. Dadurch wird transparenter, welche Abhängigkeiten gemeinsam mit einer Automation veröffentlicht werden.

 

Eine weitere wichtige Neuerung sind Nested API Tasks. Ein übergeordneter API Task kann über die Run-Aktion des neuen API-Task-Pakets einen untergeordneten API Task aufrufen. Dabei kann der übergeordnete API Task:

  • Eingabewerte an den untergeordneten API Task übergeben,
  • dessen Ausführung starten,
  • die Rückgabewerte in Variablen speichern,
  • die Ergebnisse in weiteren Verarbeitungsschritten verwenden.

Komplexe Integrationen lassen sich dadurch in kleinere Einheiten aufteilen. Wiederkehrende Funktionen können als eigenständige API Tasks aufgebaut und anschließend in unterschiedlichen Automatisierungen verwendet werden. Das erleichtert die Wartung, da gemeinsam genutzte Integrationslogik nicht in mehreren unabhängigen API Tasks nachgebaut werden muss. Die technische Funktion zum Verschachteln und Wiederverwenden ist dokumentiert. Die konkrete Architektur und Aufteilung bleibt eine Designentscheidung des jeweiligen Automation-Teams.

6. Verbesserungen für Event Trigger und Webhooks

Automatisierungen sollen möglichst dann starten, wenn ein relevantes Ereignis eintritt. Das kann beispielsweise eine neue Nachricht, eine Änderung in einer SaaS-Anwendung oder ein eingehender Webhook sein. Automation Anywhere erweitert in v41 mehrere Funktionen für ereignisgesteuerte Automatisierungen.

 

Event Trigger, die mindestens einen Web Trigger enthalten, können vorübergehend pausiert und anschließend wieder fortgesetzt werden. Während der Pause bleibt die Konfiguration des Triggers erhalten, eingehende Events werden jedoch nicht verarbeitet. Nach dem Fortsetzen beginnt der Trigger wieder mit der normalen Verarbeitung. Diese Funktion kann beispielsweise während Wartungsarbeiten, Störungen oder geplanten Änderungen an einer angebundenen Anwendung verwendet werden.

 

Der Incoming Webhook Trigger unterstützt außerdem eine Challenge-basierte Validierung. Dabei sendet die externe Anwendung zunächst einen Challenge Code an die Listener-URL. Die Event-Daten werden erst übertragen, nachdem der Listener den Code bestätigt hat. Diese Validierung steht in v41 ausschließlich für Monday und Slack zur Verfügung.

 

Zusätzlich können Web Trigger gezielt einzelne Key-Value-Paare aus eingehenden Trigger-Daten extrahieren. Über das Variable Mapping lassen sich relevante Werte auswählen und nachfolgenden Aktionen als Variablen bereitstellen. Dadurch muss nicht mehr zwingend der gesamte eingehende Payload durch die Automation verarbeitet werden. Laut Automation Anywhere kann dies die Trigger-Performance verbessern, unnötige Daten im Payload reduzieren und damit verbundene Kosten verringern.

 

Der Poller des Universal Web Trigger Packages ist mit v41 außerdem allgemein verfügbar. Der Poller kann eine URL in definierten Zeitintervallen auf Ereignisse prüfen und beim Auftreten eines Ereignisses eine Automation starten.

Genauere Erfassung des AI-Credit-Verbrauchs

Neben den Governance Logs überarbeitet Automation Anywhere auch die Erfassung des AI-Credit-Verbrauchs. Bei Interaktionen mit von Automation Anywhere bereitgestellten Modellen werden sowohl Input- als auch Output-Tokens berücksichtigt. Eine Modellinteraktion umfasst laut Release Notes bis zu 2.000 Tokens.

 

Bei goal-based AI Agents wird der gesamte Tokenverbrauch über die Planner-Aufrufe hinweg erfasst. Der Verbrauch von Tools, die durch den Agenten aufgerufen werden, ist in dieser konkreten Messung nicht enthalten. Dazu zählen beispielsweise AI Skills, API Tasks oder andere Automatisierungen. Die Erfassung gilt für Ausführungen außerhalb des AI Agent Editors.

 

Auch die Darstellung auf der Automation-Credit-Drill-down-Seite wurde überarbeitet. Die Begriffe wurden angepasst und die Verbrauchsübersicht zeigt alle konsumierenden Services an, einschließlich der Services ohne aktuellen Verbrauch. Damit erhalten Administratoren mehr Transparenz über den Credit-Verbrauch. Eine direkte Darstellung monetärer Kosten wird in den Release Notes jedoch nicht beschrieben. Deshalb sollte die Funktion als Verbrauchs- und Nutzungsanalyse und nicht als vollständige Kostenanalyse verstanden werden.

Automation Platform Core als neues Lizenzpaket

Mit v41 führt Automation Anywhere das neue Feature-Lizenzpaket Automation Platform Core ein. Es wird zusätzlich zum bestehenden Enterprise-Platform-Angebot bereitgestellt. Automation Anywhere beschreibt Automation Platform Core als Angebot mit erweiterten Enterprise-Plattformfunktionen für den Betrieb großer Automatisierungsumgebungen. Der Fokus liegt auf der Verwaltung umfangreicher Automatisierungslandschaften, der Performance und dem Benutzermanagement.

 

Für Unternehmen ist das vor allem ein strategisches Lizenzthema. Vor einem Upgrade sollte geprüft werden, welche neuen Funktionen im vorhandenen Lizenzmodell enthalten sind und ob zusätzliche Lizenzmerkmale benötigt werden. Das gilt unter anderem für Funktionen wie Multi-Vault Support, individuelle Dashboards oder weitere Enterprise-Plattformfunktionen. Welche Funktionen ein Unternehmen konkret nutzen kann, hängt vom jeweiligen Angebot, der Lizenzierung und teilweise vom Deployment-Modell ab.

Weitere Verbesserungen für Entwickler

Neben den großen Plattformfunktionen bringt v41 mehrere kleinere Verbesserungen für den Entwicklungsalltag.

 

Annotationen können direkt in Process-, Bot- und API-Editoren eingefügt werden. Entwickler und Process Owner können damit fachliche Hinweise und technischen Kontext an der jeweiligen Stelle einer Automation dokumentieren.

 

Auch Quick Add wurde erweitert. Aktionen lassen sich über eine Suche finden und mithilfe der Pfeiltasten sowie der Enter-Taste auswählen und zum Canvas hinzufügen.

 

Im Process Editor werden bedingte Pfade innerhalb von Split-and-Merge-Verzweigungen automatisch mit dem Branch Exit verbunden. Werden Schritte ergänzt oder entfernt, aktualisiert Automation Anywhere die Verbindung entsprechend.

 

Bei einem neuen Form Task aktiviert der Editor automatisch einen primären Submit-Button. Dadurch werden Speicher- und Validierungsfehler vermieden, die durch einen fehlenden primären Button entstehen können.

 

Diese Änderungen sind einzeln betrachtet eher klein. Im täglichen Einsatz können sie jedoch die Dokumentation, Entwicklung und Wartung umfangreicher Automatisierungen vereinfachen.

Zwölf neue native Konnektoren

Automation Anywhere ergänzt die Plattform in v41 um zwölf native Konnektoren für verschiedene Anwendungsbereiche:

  • Content Management: Box und PowerPoint
  • Kommunikation und Work Management: Slack, Gmail, Asana und Jira
  • Identity and Access Management: Okta
  • Daten und Events: Databricks, Kafka und Snowflake
  • DevOps: Azure DevOps und GitHub

Die Konnektoren erweitern die Möglichkeiten, externe Systeme direkt in Automatisierungen und orchestrierte Prozesse einzubinden.

 

Vor dem produktiven Einsatz sollten die jeweils unterstützten Aktionen, die Paketversion und die Kompatibilität mit der eingesetzten Control-Room- und Bot-Agent-Version geprüft werden. Die vollständige Liste der in v41 verfügbaren und aktualisierten Pakete ist in den offiziellen Release Notes enthalten.

Was ist vor dem On-Premises-Update auf v41 zu beachten?

Das Bot-Agent-Update ist bei v41 grundsätzlich optional. Bestehende Automatisierungen können laut Release Notes mit dem vorhandenen Bot Agent weiterbetrieben werden. Für neue Funktionen aus v41 kann jedoch ein Update auf den zum Release gehörenden Bot Agent erforderlich sein. Regulär unterstützt Automation Anywhere ein direktes Update von den vorherigen drei Releases:

Vor dem Update sollten deshalb mindestens folgende Punkte geprüft werden:

  • aktuelle Control-Room-Version,
  • Bot-Agent-Kompatibilität,
  • verwendete Paketversionen,
  • benötigte Lizenzen,
  • Cloud- oder On-Premises-Verfügbarkeit,
  • bekannte Einschränkungen,
  • Auswirkungen auf bestehende Automatisierungen.

Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Cloud- und On-Premises-Funktionen. Document Evaluation ist beispielsweise ausschließlich für Cloud-Deployments verfügbar. Das Operations Center muss separat aktiviert werden. Multi-Vault Support setzt das entsprechende Enterprise-Lizenzmerkmal voraus.

Fazit: Automation Anywhere v41 stärkt den Enterprise-Betrieb

Automation Anywhere v41 ist kein Release, das sich auf eine einzelne neue Funktion reduzieren lässt. Stattdessen verbessert es mehrere Bereiche, die für den Aufbau und Betrieb einer unternehmensweiten Automatisierungsplattform wichtig sind.

 

Das Operations Center erhöht die Transparenz über Prozesse, Agenten und Ausführungen. Die erweiterten AI Governance Logs machen Aktivitäten von AI Agents und MCP-basierten Verbindungen besser nachvollziehbar. Document Evaluation schafft eine quantitative Grundlage, um die Qualität der Dokumentenextraktion zu bewerten.

 

Der Multi-Vault Support ermöglicht eine flexiblere Trennung externer Credential Stores. Nested API Tasks und die Veröffentlichung im Agentic App Store fördern modulare und wiederverwendbare Integrationen. Verbesserte Event Trigger unterstützen zudem eine kontrolliertere ereignisgesteuerte Automation.

 

Das neue Lizenzpaket Automation Platform Core und die genauere AI-Credit-Erfassung zeigen gleichzeitig, dass Automation Anywhere den Fokus stärker auf den skalierbaren Enterprise-Betrieb und die transparente Nutzung von Plattformressourcen legt.

 

Besonders interessant ist v41 daher für Unternehmen, die nicht nur einzelne Bots betreiben, sondern RPA, APIs, Dokumentenverarbeitung und AI Agents zu einer größeren Automatisierungslandschaft verbinden möchten.

 

Vor einem Update sollten Unternehmen jedoch genau prüfen, welche Funktionen im eigenen Deployment-Modell und Lizenzumfang verfügbar sind. Ein strukturierter Test in einer geeigneten Umgebung bleibt entscheidend, um Paketkompatibilität, bestehende Prozesse und die Auswirkungen der neuen Funktionen sauber zu bewerten.

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